Auf dem Prager Altstädter Ring wurde am Donnerstag der Wiederaufbau der historischen Mariensäule abgeschlossen.Foto: Michal Kamaryt/CTK/dpa/dpa

Historische Mariensäule in Prag wiederaufgebaut

Epoch Times4. Juni 2020 Aktualisiert: 4. Juni 2020 23:17
Lange gab es Streit um die Muttergottes an der Spitze eines Sandstein-Monuments. Jetzt thront sie wieder hoch auf einem Sockel über den Dächern von Prag.

Einer der zentralen Plätze der tschechischen Hauptstadt hat eine neue Sehenswürdigkeit: Auf dem Prager Altstädter Ring wurde am Donnerstag der Wiederaufbau der historischen Mariensäule abgeschlossen.

Ein riesiger Kran hob eine Statue der katholischen Muttergottes an ihren Platz an der Spitze des Sandstein-Monuments. Damit ging eine jahrzehntelange Auseinandersetzung um den Wiederaufbau zu Ende. „Ich empfinde Freude und Verbundenheit – es ist sehr schön“, sagte der Initiator, der Bildhauer Petr Vana, der Deutschen Presse-Agentur.

Eine aufgebrachte Menge hatte die Mariensäule am 3. November 1918 gestürzt und zerstört, weil sie in ihr ein Symbol der untergehenden Habsburger-Monarchie sah. Die Arbeiten an der Replik konnten nun zwei Monate früher als geplant abgeschlossen werden. Wegen der Coronavirus-Pandemie fielen die Ostermärkte aus, welche zu einer Unterbrechung geführt hätten.

Kaiser Ferdinand III. ließ die Mariensäule im 17. Jahrhundert errichten, um damit für die Rettung Prags vor den protestantischen Schweden am Ende des Dreißigjährigen Kriegs zu danken. Der Wiederaufbau hatte viele Gegner. Tschechien ist in der Gegenwart stark atheistisch geprägt. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2011 bekannten sich nur 20,8 Prozent der Befragten zu einer Glaubensgemeinschaft. (dpa)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion