Das Anti-CDU-Video des Youtubers Rezo hatte kurz vor der Europawahl die Parteien aufgeschreckt.Foto: Privat/dpa/dpa

In wenigen Tagen zum „Nazi“: Vlogger „Rezo“ nach trivialem Video in der Bredouille

Von 29. November 2019 Aktualisiert: 29. November 2019 17:56
Ausgerechnet Vlogger „Rezo“, bekannt geworden durch seine „Zerstörung der CDU“, ist nun Ziel politisch korrekter Empörung. Er hatte sich zusammen mit zwei Kollegen bei einem Spiel aufgenommen, das, so die Kritik, ein „patriarchales Gewaltsystem aufrechterhält“.

Der europaweit herausragende Wahlerfolg der Grünen bei der EU-Wahl im Mai soll wesentlich auf seine Mobilisierung zurückgegangen sein – und bei dieser Gelegenheit gelang es ihm auch noch, die CDU zu blamieren: Noch im Juni war Video-Blogger „Rezo“, zuvor hauptsächlich der Gamer-Community auf YouTube ein Begriff, auf der gesamten politischen Linken ein gefeierter Held.

In einem einstündigen Video hatte er CDU und SPD für unwählbar erklärt und zur Wahl der Grünen aufgerufen, weil es in der Klimathematik „nur eine legitime Einstellung“ gäbe und die Regierungsparteien diese nicht entschieden genug vertreten würden. Die „Zerstörung der CDU“, wie er das Video betitelte, wurde nicht zuletzt auch deshalb so erfolgreich, weil diese darauf so unbeholfen reagierte, dass selbst große Leitmedien auf die Thematik aufmerksam wurden.

„Küssen, Heiraten, Töten“

Vom Gaming-Influencer zum politischen Tagesthema geworden, gelang es „Rezo“ wenige Tage vor der EU-Wahl noch, mehrere Dutzend weiterer Influencer aus verschiedenen Lifestyle-Kategorien dafür zu gewinnen, öffentlich gegen die CDU und für die Grünen Position zu beziehen. Im Oktober räumte sogar „Zeit online“ dem „CDU-Zerstörer“ eine Kolumne ein.

Mittlerweile ist der Himmel von „Rezo“ jedoch von dunklen Wolken verhangen. Gar zur Titulierung als „Nazi“ hat er es auf Twitter gebracht – und das lediglich auf Grund eines „Locker Room Talks“, der es wahrscheinlich nicht einmal zu irgendwelcher Aufmerksamkeit gebracht hätte, hätte „Rezo“ nicht selbst eine Aufnahme davon auf YouTube hochgeladen.

Konkret ging es um ein Video mit dem Titel „Kiss Marry Kill“. Dies ist der Name eines Spiels, bei dem Bilder diverser C-Promis aus „DSDS“, weiteren Fernsehshows oder aus der YouTuber-Szene selbst eingeblendet werden und die Spieler – in diesem Fall „Rezo“ und seine Vlogger-Kollegen „Julien Bam“ und „Taddl“ – jede der eingeblendeten Personen entweder in die Kategorie „Küssen“, „Heiraten“ oder „Töten“ einordnen sollten.

Bei der bloßen Einordnung blieb es nicht, vielmehr entbrannten weiterführende Gespräche, in denen etwa erörtert wurde, wen man davon „knallen“ wolle – und Dialoge entbrannten wie: „Ich bring Lisa und Lena um.“ – „Weil man nichts Illegales machen wollte.“ Oder auch: „Ich kann doch keine Schwangere töten!“ – „Double Kill.“

„Rezos“ Ibiza-Erlebnis

Über etwas mehr als elf Minuten zieht sich das geist- und geschmacklose, aber eben auch augenscheinlich rein pubertäre Gerede hin, und in mehr als 3500 Kommentaren findet die Fangemeinde der Vlogger daran Vergnügen. Vor dem Hintergrund des Entrüstungssturms, den 2016 im US-Wahlkampf die zehn Jahre alte Aufnahme eines Busgesprächs von Donald Trump ausgelöst hatte, und des „Ibiza-Videos“, wo unreflektiertes Gerede zum Sturz einer Regierung führte, nimmt es jedoch nicht weiter wunder, dass jemand auch an einem Gespräch wie diesem Anstoß nehmen sollte.

Eine Twitter-Nutzerin „megafauna/enteignet Springer“ (@keineparolen) warf den drei Gamern und deren Followergemeinde vor, vermeintlich bestehende Ausbeutungszusammenhänge zu stärken. Wörtlich schrieb sie:

Ihr haltet ein patriarchales Gewaltsystem aufrecht, unter dem Menschen reales Leid erfahren. Ihr repliziert Normalität und haltet euch für mutig. Nur ist an Hinterherlaufen rein gar nichts mutig. Traut euch doch, euren frauenfeindlichen Idolen zu widersprechen.“

Im dazugehörigen Thread ging es heiß zur Sache. Während die einen das pubertäre Trio als „alte weiße Männer“ identifizierte, meinen andere zu „megafauna“: „Du kennst reales Leid nicht mal…“

Die Zerstörung des moralisch Guten?

„Arduinna“ wiederum versucht, „Taddl“ eine goldene Brücke zu bauen, indem sie doziert:

Frauenfeindlichkeit ist keine individuelle Tat. Frauenfeindliche Muster zu bedienen erhält ein frauenfeindliches System, auch wenn das Taddl oder wer auch immer nicht beabsichtigt hat. Das anzuerkennen wäre zumindest maln erster Schritt.“

Da war das Kind allerdings schon längst in den Brunnen gefallen. Dass „die quati“, die „Rezo“ über die Problematik des von diesem bei einer anderen Gelegenheit verwendeten Begriffes „Lebensraum“ belehrt hatte, darob „sexistisch beschimpft, verspottet und runtergemacht“ worden sei, trug am Ende gar zum „Nazi“-Vorwurf gegen den „CDU-Zerstörer“ a. D. bei. Dieser bot den Getriggerten mehrfach ein Gespräch an – was diese jedoch verweigerten.

So müssen die Vorwürfe vorerst weiter im Raum stehen bleiben. Der daraus resultierende Flurschaden für das moralisch Gute in der Gesellschaft ist bis dato noch nicht zu beziffern.

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