Ingwer aus Koehler´s Medizinalpflanzen, Herausgegeben von G. Pabst, 1898

Ingwer – die wärmende Wurzel

Von 11. März 2005 Aktualisiert: 11. März 2005 2:28
Auch in Europa auf dem Vormarsch

Der im Handel erhältliche Ingwer ist ein Wurzelstock (Rhizom), der frisch oder getrocknet als hellbeiges Pulver zu uns kommt. Die Hauptlieferanten sind Indien, China, Teile Afrikas, Jamaika und Brasilien. Er zeichnet sich durch seinen zitronenartigen Duft und seinen scharfen, beißenden und warmen Geschmack aus. Die Qualitäten unterscheiden sich je nach Herkunftsland jedoch sehr stark. Der wohl intensivste, aromatischste Ingwer kommt aus Jamaika, der chinesische besticht durch besonders exotischen, vollmundigen Geschmack, und der nigerianische Ingwer ist eigentlich fast nur scharf.

Ingwer ist er ein guter Begleiter durch die kalte Winterzeit, da er den Körper mit einem angenehmen Wärmegefühl durchflutet. In Asien ist er mit Sicherheit eines der gebräuchlichsten Gewürze. Er wird dort fast überall verwendet. Die Art und Weise, wie er in den Gerichten zur Anwendung kommt ist jedoch recht unterschiedlich und auch der Geschmack des Ingwers verändert sich mit der Zubereitungsweise. In Südostasien zum Beispiel wird häufig frisch geriebener Ingwer den Gerichten ohne langes Kochen beigegeben, um den frischen, würzigen und scharfen Geschmack zu erhalten. In der chinesischen Küche werden Gerichten mit langer Garzeit große Ingwerstücke beigegeben. Beim Pfannenrühren mit heißem im Wok jedoch wird meist geriebener oder fein gehackter Ingwer verwendet.

Ingwerpulver wird in den Ländern, wo Ingwer angebaut wird, so gut wie nicht verwendet. Viel von der ursprünglichen Schärfe geht verloren.

In Mitteleuropa hat das Ingwerpulver jedoch Tradition, vor allem in würzigem Kleingebäck. Auch in der aus der französischen Küche stammenden Gewürzmischung quatre épices ist es bis heute enthalten. Sie besteht neben Ingwer aus Gewürznelkenpulver, Muskatnuss und größere Mengen an weißem Pfeffer. Verwendet wird quatre épices für Fleischsspeisen mit langer Garzeit, wie Eintöpfe, Ragouts und Braten, aber auch Würste und Pasteten. Eigentlich nimmt man sie dort, wo man das Pfefferaroma mit einem volleren Geschmack aufpeppen will.

Für mich persönlich ist Ingwer ein wichtiger Begleiter in vielen Gerichten. Wenn meine Frau und ich mal schnell etwas Wärmendes, Geschmackvolles und Sättigendes essen wollen, kochen wir oft ein thailändisches Gericht, das sich Tom Ka Gai nennt und eigentlich eine Suppe ist. Wir kochen Langkornreis dazu und essen sie als Hauptgericht. Hier das Rezept:

„Tom Ka Gai“ – Thai Kokos-Hühnersuppe mit Ingwer

Zutaten für 4 Personen: 1 Hühnerbrustfilet; 400 ml Kokosmilch; ein ca. 5 cm dickes Stück frischer Ingwer; eine grüne Chilischote; 600 ml Hühnerbrühe; 2 EL Zucker; 3 EL thailändische Fischsauce; frische Korianderblätter

Zubereitung: Das Hühnerbrüstchen in dünne Streifen schneiden; Ingwer in feine Scheiben schneiden (quer zur Faser); Ingwer, Kokosmilch und Brühe in einem Topf zum Kochen bringen und ca. 10 min. leicht köcheln; Chilischote entkernen und klein schneiden; Hühnerfleisch und Chilischote in die Suppe geben und einmal unter Rühren aufkochen lassen; sofort mit Zucker und Fischsauce abschmecken; mit Korianderblättern bestreuen und servieren.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion