Keine Museumspädagogen oder Touristenmassen: Das Museum der schönen Künste in Nizza

Von 11. Dezember 2018 Aktualisiert: 11. Dezember 2018 11:56
Irgendwie fühlt man sich hier in einem alten Adelshaus, in dem einfach nach und nach an die Wände gehängt wurde, was sich eben angesammelt hat. Freilich so, dass der Besucher schon bemerkt, dass hier vor allem eines gilt: „Das Schöne als Glanz des Wahren und Guten!“ (Aristoteles)

Das Museum „Musée des Beaux-Arts“ (Museum der schönen Künste) ist eines der weniger bekannten Museen von Nizza. An manchen sonnigen Nachmittagen ist man hier fast ganz alleine unterwegs: Traumhaft! Auch die Anreise ist ungewöhnlich. Liegt das Museum doch zwischen privaten Wohnhäusern und Döner-Buden. Was damit zusammenhängt, dass das Gebäude ursprünglich nicht als Museum gedacht war. Wikipedia schreibt:

Im Stil der italienischen Renaissance

„Das heutige Museumsgebäude entstand ursprünglich als Wohnsitz für die russische Fürstin Elisabeth Kotschubei. Sie ließ sich im westlich der Altstadt gelegenen Stadtteil Baumettes auf einem rund ein Hektar großen Grundstück ab 1878 eine Villa im Stil der italienischen Renaissance errichten.“

Und weiter: „Die Sammlung entstand zum Teil durch Ankäufe durch die Stadt Nizza, große Teile kamen durch Stiftungen von Privatpersonen in das Museum. Insbesondere erhielt das Museum zahlreiche Werke aus dem Nachlass verschiedener Künstler. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt bei Werken französischer Maler und Bildhauer.“

Keine Museumspädagogen oder Touristenmassen stören den Kunstgenuss

So hat man hier nie den Eindruck, dass hier ein Sammler irgendeinen Schwerpunkt gelegt hat oder Museumspädagogen kompliziert darüber nachgedacht haben, wo sie welches Kunstwerk platzieren, um dann mit Buntstiften und großformatigen Blättern die Besucher zu überfallen, damit diese ein Bild über ihre Gefühle beim Anschauen der Kunstwerke malen.

Nein, irgendwie fühlt man sich hier in einem alten Adelshaus, in dem einfach nach und nach an die Wände gehängt wurde, was sich eben angesammelt hat. Freilich so, dass der Besucher schon bemerkt, dass hier vor allem eines gilt: „Das Schöne als Glanz des Wahren und Guten!“ (Aristoteles)

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