„Dieses Harmonische sollte vermehrt auf der Welt weitergegeben werden“ – sagt Pädagogin über Shen Yun

Epoch Times29. Februar 2020 Aktualisiert: 1. März 2020 10:34
"Shen Yun war für mich total überraschend, aber auch total schön. Weil ich finde, dieses Harmonische, das wird nicht nur in China, sondern auf der ganzen Welt ein bisschen unterdrückt." Das sagte die Pädagogin Maria Stricker am 28. Februar nach der Vorstellung über Shen Yun im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg.

Ludwigsburg – Shen Yun gastiert während seiner Europatournee 2020 bis Mai in vielen Ländern Europas. Bis Sonntag weilt die Tanzgruppe, die ihren Sitz in New York hat, in Ludwigsburg südlich von Stuttgart.

Shen Yun, das weltbeste Ensemble für klassischen chinesischen Tanz, bringt die traditionelle und spirituelle Kultur, die im heutigen China nicht mehr zu sehen ist, auf die Bühne zurück. Der klassische chinesische Tanz wurde über Jahrtausende hinweg innerhalb des Kaiserpalastes, des alten chinesischen Theaters und der Oper weitergegeben.

Angereichert mit den tiefgründigen Weisheiten jeder Dynastie wurde er zu einem vollständigen Tanzsystem. Seine charakteristischen Bewegungen und sein Rhythmus sind Ausdruck von traditioneller Ästhetik und innerem Gefühl. (So steht es auf der Webseite von Shen Yun)

Zu einem Interview mit der Epoch Times bereit im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg waren die Pädagogin Maria Stricker, tätig in einer Grundschule, und Markus Hegenbarth, Ingenieur, tätig im technischen Vertrieb.

Sie haben gerade Shen Yun gesehen. Wie war Ihr Eindruck?

Maria Stricker: Es war interessant, denn es wurde viel auf den Glauben eingegangen. Das war uns vorher gar nicht so stark bewusst. Aber, wenn ich noch etwas dazwischen sagen darf, die Farben, die waren total elektrisierend. Also das ganze Bild mit dem Hintergrund und mit den Bewegungen und die verschiedenen Farben, das war sehr leuchtend.

Markus Hegenbarth: Ich bin beruflich in China gewesen und habe mich mit der Kultur sehr stark auseinandergesetzt und habe viel gelesen. Aber was ich heute gesehen habe, diese Art des Glaubens…, diesen Glauben, das habe ich überhaupt nicht damit verbunden. Also mit China verbinde ich immer Buddhismus und natürlich religiöse Unterdrückung, aber in dieser Art Gott, so wie christlicher Glauben, oder? Also das habe ich überhaupt nicht mit China in Verbindung gesetzt.

Im Buddhismus sagt man, es gibt verschiedene Buddhas und verschiedene Gottheiten. Und das ist ein bisschen anders als im Christentum. Trotzdem, dieser Glaube an das Gute, da sind sie ähnlich. … Sie waren beruflich in China?

Markus Hegenbarth: Ja, ich war 2006 in China, ganz im Norden. Und deswegen, als die Mongolen kamen, dachte ich, jetzt gibt’s gleich, dass die Frauen singen (macht Indianerrufe nach und lacht). Ja, es hat mir sehr gut gefallen. Wir sind begeistert von den Farben, von der Kultur, von der Religion, Wahnsinns-Show, toll!

Shen Yuns Mission ist, die traditionelle Kultur wieder ins Leben zu rufen. Die Kultur ist sehr mit Spiritualität verbunden, die sie versuchen, wieder auf der Bühne zu zeigen und in die Menschheit zu bringen.

Maria Stricker: Gerade, als es zu Ende war, habe ich zu ihm gesagt: Ich finde, das sind Missionare, die das machen. Wie gesagt, es war für mich total überraschend, aber auch total schön. Weil ich auch finde, dass dieses Harmonische, das wird nicht nur in China, sondern auf der ganzen Welt ein bisschen unterdrückt. Und das war für mich heute wie so eine Art Andacht und es ist total schön, damit in das Wochenende zu starten und so gute Gedanken zu haben. Das sollte vermehrt auf der Welt weitergegeben werden.

Markus Hegenbarth: Da kann ich mich nur anschließen.

Wie finden Sie das Orchester? Es verbindet westliche und chinesische Instrumente. Wie war die Musik für Sie?

Maria Stricker: Es war total angenehm. Die Instrumente haben echt schön miteinander harmoniert. Es war mir nie zu laut, es war mir nie zu hektisch, es war mir nie zu ruhig, es war durchweg nur angenehm, echt schön.

Markus Hegenbarth: Ich liebe die chinesische Harfe und generell diese chinesischen traditionellen Instrumente. Und ich finde auch gerade die Sängerin, das ist eine Stimme, die einem so durch den ganzen Körper zieht und wo man sich so richtig berührt, innerlich berührt fühlt durch diese Stimme. Also da sitzt man in seinem Sessel und rutscht rein, es geht so durch einen durch. Sehr schön, es ist eine schöne Verbindung.

Maria Stricker: Ja, es war authentisch.

Das alte chinesische Theater und die frühe europäische Oper verwendeten dieselbe Gesangstechnik, von der es hieß, dass sie den schönsten und reinsten Ton hervorbringe. Doch sowohl in Europa als auch in China ging diese ursprüngliche Technik weitgehend verloren. Heute bringen die Sänger von Shen Yun diese Technik zurück auf die Bühne. Ihre besondere Fähigkeit besteht darin, diese Form des Belcanto in perfekter, chinesischer Diktion zu singen.  (Text der Webseite von Shen Yun)  (ET/si/rls)

Die Epoch Times ist Medienpartner von Shen Yun Performing Arts und betrachtet es als bedeutendes kulturelles Ereignis unserer Zeit. Wir berichten über die Reaktionen des Publikums seit der Gründung des Künstlerensembles im Jahr 2006.

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