Ab heute in Berlin: Wieviel Konfuzius ist überhaupt in den Konfuzius-Instituten?

Von 14. November 2019 Aktualisiert: 27. November 2019 16:06
Konfuzius-Institute werden weltweit kritisch hinterfragt – außer in Deutschland. Und das nicht nur wegen Spionage. Der Film "In the Name of Confucius" will mit Veranstaltungen in Berlin und neun anderen Städten diesen "blinden Fleck" aufklären.

Universitäten in den USA, Kanada oder Schweden (Stockholm) haben ihre Konfuzius-Institute geschlossen. Währenddessen werden die neunzehn Konfuzius-Institute in Deutschland bislang kaum kritisch hinterfragt. Konfuzius-Institute wurden weltweit als Institutionen bekannt, die von der Kommunistischen Partei Chinas für Spionage, die Vermittlung der Parteikultur und der Ideologie unter dem Deckmantel der traditionellen chinesischen Kultur genutzt werden.

Der Dokumentarfilm „In the Name of Confucius“ will mit einer Veranstaltungsreihe diesen „blinden Fleck“ in Deutschland nun aufklären. Dazu bringen die „Gesellschaft für bedrohte Völker“, die „Tibet Initiative Deutschland“ sowie Regisseurin Doris Liu die Dokumentation in neun deutsche und eine österreichische Städte. Insgesamt stehen elf Filmvorführungen auf dem Plan.

Parteikultur, Lügen, Täuschungen – finanziert von „Hanban“

Bis Ende 2017 hatte die Kommunistische Partei laut unvollständigen Statistiken bereits 525 Konfuzius-Institute (für Hochschulen und Universitäten) in 146 Ländern eingerichtet und 1.113 Konfuzius-Klassenzimmer (für Grund- und Mittelschulen) eröffnet. Die Gelder für die Konfuzius-Institute stammen von „Hanban, einer außenpolitischen Kulturorganisation, die mit der Zentralabteilung der KP Chinas „United Front Work Department“ verbunden ist. Die Verwendung der Gelder wird von Mitarbeitern der chinesischen Botschaften und Konsulate überwacht.

Konfuzius-Institute untergraben wichtige akademische Prinzipien der Autonomie und Forschungsfreiheit. Sie zielen darauf ab, die von der KP Chinas bevorzugte Darstellungsweise der Ereignisse zu fördern, die Geschichte Chinas zu verzerren und die schreckliche Menschenrechtsbilanz der KP Chinas zu verschweigen. In einigen Lehrräumen der Konfuzius-Institute werden Zitate von Mao Tse-tung an die Wand gehängt. Auf den ersten Blick behaupten die Konfuzius-Institute, die chinesische Kultur zu lehren – in Wirklichkeit fördern sie die kommunistische Lehre und vermitteln die von der kommunistischen Partei gewünschte Parteikultur.

Die Konfuzius-Institute bieten Kultur- und Sprachkurse an und verzerren in diesen die Geschichte. Sie organisieren Proteste gegen Aktivitäten, von denen die Kommunistische Partei glaubt, dass sie ihre Herrschaft bedrohen. So wurden beispielsweise Redner in die Institute eingeladen, die die Lügen der KP Chinas über Tibet in ihren Vorträgen wiedergaben. Andere behaupteten, dass der Koreakrieg ausgelöst wurde, weil das US-Militär chinesische Dörfer bombardiert hätte und dass die Partei gezwungen war, Truppen zu schicken.

Der 2018 bewilligte US-Verteidigungshaushalt für 2019 verurteilt scharf die Versuche der KP Chinas, die öffentliche Meinung der USA zu beeinflussen, insbesondere durch „Medien, kulturelle Institutionen, Unternehmen sowie akademische und politische Gruppen. Das Gesetz zum Verteidigungshaushalt 2019 verbietet ausdrücklich, finanzielle Mittel des Verteidigungsministeriums an Sinologie-Abteilungen an den Universitäten zu vergeben, an denen es ein Konfuzius-Institut gibt.

Regisseurin Doris Liu kommt extra hinzu

Der Dokumentarfilm „In the Name of Confucius – Im Namen von Konfuzius“ wurde im Jahr 2017 veröffentlicht. Er zeigt die Machenschaften und Kontroversen um das milliardenschwere Konfuzius-Institut Programm der chinesischen Regierung.

Im Rahmen der Schließung des Konfuzius-Instituts der McMaster-Universität in Ontario (Kanada) im Jahr 2013 wurde die rasante Ausbreitung der Institute erstmals kritischen beleuchtet. Zurzeit gibt es in Deutschland neunzehn und in Österreich zwei Konfuzius-Institute.

Die knapp einstündige Dokumentation zeigt unter anderem, wie die Ideologie der kommunistischen Partei Chinas in den Lehrbetrieb der westlichen Universitäten einfließt und welche Verträge die Institute mit sich bringen. Im Anschluss an die Filmvorführung steht Regisseurin Doris Liu in Diskussionen gemeinsam mit verschiedenen Gästen selbst Frage und Antwort. Die Dokumention wird in Originalfassung mit deutschem Untertitel gezeigt, der Eintritt ist frei.

Alle Termine für die Filmvorführungen

27.11.: Berlin: 19:00 Uhr, Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

28.11.: Berlin: 19:00 Uhr, Filmrauschpalast Moabit, Lehrter Str. 35, 10557

29.11.: Leipzig: 19:00 Uhr, Universität

02.12.: München: 19:00 Uhr, Eine-Welt-Haus, Schwanthalerstraße 80, 80336 München

03.12.: Freising: 19:30 Uhr, Furtner Bräu, Obere Hauptstr. 42, 85354 Freising

04.12.: Salzburg: 18:00 Uhr, Georg Eisler-Hörsaal (E.003) Unipark Nonntal Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg

05.12.: Stuttgart: 19:00 Uhr, Hochschule Macromedia – University of Applied Sciences, MRK Raum, Naststraße 11, 70376 Stuttgart – mit Dr. Franz Alt (Journalist)

06.12.:. Düsseldorf: 18:30 Uhr, Volkshochschule, Bertha-von-Suttner-Platz 1 b, 40227 Düsseldorf mit Xu Pei (Schriftstellerin)

10.12.: Hamburg: 19:30 Uhr, Lichtmess Kino, Gaußstrasse 25, 22765 Hamburg

11.12.: Göttingen: 19:00 Uhr, Geiststraße 7, 37073 Göttingen – mit Tienchi-Martin Liao (Präsidentin des Unabhängigen Chinesischen PEN)

12.12.: Wiesbaden: 19:00 Uhr, Hochschule RheinMain, Hörsaal C101, Kurt-Schumacher-Ring 18, 65197 Wiesbaden – mit Xu Pei (Schriftstellerin)

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Die KP Chinas präsentiert ihre ehrgeizigen Ambitionen unter der Tarnung eines „friedlichen Aufstiegs“ Chinas. Dies macht es der internationalen Gemeinschaft schwer, ihre wahren Motive zu verstehen. Die KP Chinas ist keine politische Partei oder Regierung im normalen Sinne. Sie repräsentiert nicht das chinesische Volk. Sie repräsentiert das kommunistische Gespenst. Sich mit der KP Chinas zu identifizieren, bedeutet, sich mit dem Teufel zu identifizieren.

China und die Welt stehen an einem Scheideweg. Für das chinesische Volk können von der Kommunistischen Partei Chinas, die unzählige Blutschulden hat, keine wirklichen Reformen erwartet werden. China wird nur dann besser dran sein, wenn es frei von der Kommunistischen Partei ist. Durch die Eliminierung der Kommunistischen Partei, die wie ein bösartiger Tumor ist, wird China gedeihen.

Die scheinbar unbezwingbare Sowjetunion löste sich über Nacht auf. Obwohl die KP Chinas weltweit ihre Reißzähne zeigt, könnte ihre Auflösung genauso schnell erfolgen, sobald die Welt ihre böse Natur erkennt und die richtige Wahl trifft.

Im März 2018 dachte „The Economist“ in einem Artikel mit dem Titel „How the West Got China Wrong“ über die Politik nach, die die westlichen Länder gegenüber China verfolgt haben und dass sie wetteten, dass China in Richtung Demokratie und Marktwirtschaft gehen würde. „The Economist“ räumte ein, dass das Glücksspiel des Westens gescheitert ist, dass China unter der KP China keine Marktwirtschaft ist und auf seinem derzeitigen Kurs nie eine sein wird.

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ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

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