An der Ostseeküste auf Rügen.Foto: iStock

Klassik des Tages: 14 Jahre für eine Sinfonie

Epoch Times7. April 2021 Aktualisiert: 7. April 2021 18:42
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Johannes Brahms (1833-1897) war ein deutscher Komponist, Pianist und Dirigent. Er komponierte seine 1. Sinfonie in c-Moll, op. 68 im Laufe von 14 Jahren. Hier zu hören in einer älteren Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Leonard Bernstein.

  1. 0:56 – Un poco sostenuto – Allegro – Meno allegro
  2. 18:41 – Andante sostenuto
  3. 29:45 – Un poco allegretto e grazioso
  4. 35:26 – Adagio – Più andante – Allegro non troppo, ma con brio – Più allegro

Johannes Brahms hatte bereits 1854 die Idee, eine Sinfonie zu schreiben. Anfangs wollte er eine Sonate für zwei Klaviere in einen Orchestersatz überführen, dann eine dreisätzige Serenade für Oktett-Besetzung. Seine Bekannten hofften auf eine Sinfonie – doch er entgegnete, wie schwierig es nach Beethoven sei, weitere Sinfonien zu schreiben.

1862 zeigte er seiner Frau Clara Schumann eine Fassung des späteren ersten Satzes seiner 1. Sinfonie. Sie fand diesen interessant und gelungen. Es wird allerdings vermutet, dass er erst nach 1874 intensiver weiter arbeitete.

Im Juni 1876 fuhr Brahms nach Sassnitz auf Rügen und arbeitete an dem Werk. Am 10. Oktober 1876 spielte er Clara Schumann dann die gesamte Sinfonie am Klavier vor, wie sie in ihrem Tagebuch notierte. Im November 1876 wurde die Komposition uraufgeführt, letzte Änderungen nahm Brahms 1877 vor.

Es wird oft auf Ähnlichkeiten zwischen der 1. Sinfonie von Brahms und den Beethoven-Sinfonien hingewiesen. So stimmt die Instrumentierung weitgehend überein und auch das Hauptthema des Schlusssatzes ähnelt dem von Beethovens 9. Sinfonie. Darauf angesprochen, dass sich beide Themen merkwürdig ähnlich seien, soll Brahms geantwortet haben: „Jawohl, und noch merkwürdiger ist, dass das jeder Esel gleich hört.“

[Quelle: Rüdiger Heinze: „Das ist nun wohl etwas stark.“ 1. Symphonie c-Moll, Op. 68. In Renate Ulm (Hrsg.): Johannes Brahms. Das Symphonische Werk. Entstehung, Deutung, Wirkung.]



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