Der Lauca Nationalpark in der Atacama-Wüste im Norden an der Grenze zu Peru und Bolivien. Auf 4.500 m liegen Lagunen sowie der Vulkan Parinacota – und nachts ist ein wunderbarer Blick in die Milchstraße möglich.Foto: iStock

Klassik des Tages: Das „Vater unser“ mit dem tiefsten Oktavisten der Welt

Epoch Times26. Oktober 2020 Aktualisiert: 26. Oktober 2020 16:23
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Das „Vater unser …“ wird weltweit in unzähligen Varianten gesungen, darunter auch in einer Variante von Nikolaĭ Nikolaevich Kedrov (1871-1940) mit den typischen tiefen Bässen der russischen Chöre.

Hier in einer Fassung mit Motja (Michael) Zlatopolsky und dem Verhoeff’s Don Kosaken Chor.

Mikhail (Motja Moiseevich) Zlatopolsky (1934-2001) war ein russischer Chorsänger mit einer extrem seltenen tiefen Stimme – er wurde als tiefster Bass („Oktavist“) der Welt mit einer dokumentierten tiefen Note von E♭1von den verschiedensten Chören umworben. Er spielte neben seiner musikalischen Karriere oft in russischen Filmen und TV-Serien eines russisch-orthodoxen Priesters.

Ein Moskauer Chorsänger beschreibt die Erfahrung des Singens mit Zlatopolsky so: „Bei einem Konzert auf einer kleinen Bühne standen wir uns nahe. Ich war neben Mikhail. Wir sangen Kedrovs Vaterunser, und Zlatopolsky ging in die Kontraoktave. Seine Stimme begann, die Körper von uns, die wir in seiner Nähe standen, zu schütteln. Ich war nicht in der Lage zu singen – ich stand dort in einer Art Trance und versuchte, die Erfahrung zu verstehen.“

Ein möglicher Text:

Vater unser, der du bist im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
zukomm dein Reich,
dein Will gescheh wie im Himmel
also auch auf Erden,
Unser täglich Brot gib uns heute,
vergib uns unsere Schulde,
als wir vergeben unseren Schuldigern,
führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Ubel!
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die
Herrlichkeit,
in Ewigkeit.

Amen.

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