Einladung zum Spazieren gehen in Canela, Brasilien.Foto: iStock

Klassik des Tages: Die 90. Sinfonie von Haydn

Epoch Times2. September 2021 Aktualisiert: 2. September 2021 17:27
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Franz Joseph Haydn (1732-1809) komponierte unzählige Sinfonien, hier seine 90. Sinfonie in C-Dur (Hob I:90), entstanden im Jahr 1788. Es spielt „The Orchestra of the 18th Century“ unter Leitung von Frans Brüggen.

  1. Adagio – Allegro assai (0:00)
  2. Andante (10:18)
  3. Menuetto (17:27)
  4. Finale: Allegro assai (23:10)

Vermutlich ist die Sinfonie Nr. 90 eine Nachbestellung für die sehr erfolgreiche Pariser Konzertreihe der „Loge Olympique“. Die 90. bis 92. Sinfonien von Haydn entstanden wahrscheinlich im Auftrag des Grafen von Ogny, das Autograf auf der 90. Sinfonie bietet ein Hinweis auf den Grafen d´Ogny. Allerdings verkaufte Hadyn sie ein zweites Mal im Jahr 1789 an den Fürsten Oettingen-Wallerstein.

Der Fürst verehrte Joseph Haydn und wollte Werke von ihm, die keiner außer ihm besitzen sollte. Haydn antwortete brieflich, dass er zuvor erst seine anderen Aufträge abarbeiten musste und meldete sich gut eineinhalb Jahre später wieder bei ihm. Als der Fürst von Oettingen-Wallerstein dann jedoch nicht das selbst geschriebene Original einer Haydn-Sinfonie, sondern eine Kopie erhielt, gab es Schwierigkeiten.

Der Komponist entschuldigte sich in einem weiteren Brief mit einem Augenleiden, weshalb Kopisten diese für ihn abschreiben mussten. Er verriet nicht, dass er sie an den Grafen von Ogny verkauft hatte. Doch Fürst von Oettingen-Wallerstein fand seine Entschuldigung wohl plausibel, er wusste auch noch nichts von dem Verkauf nach Paris.

Im Schlusssatz der 90. Sinfonie gibt es einen musikalischen Scherz: Durch eine lange Generalpause entsteht der Eindruck, das die Sinfonie bereits beendet sei.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion