Im Waldstück (Symbolbild).Foto: iStock

Klassik des Tages: Die Ouvertüre des Tannhäuser

Epoch Times17. August 2020 Aktualisiert: 17. August 2020 17:22
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Richard Wagner (1813-1883) war einer der berühmtesten deutschen Komponisten. Er agierte auch als Dramatiker, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent.

Hier aus der Oper Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg die Ouvertüre, gespielt vom London Philharmonic Orchestra unter Leitung von Klaus Tennstedt.

Wagner schrieb an seiner fünften Oper, dem Tannhäuser, hauptsächlich von 1842 bis 1845. Inhaltlich setzt sich die Oper mit dem Zwiespalt zwischen heiliger und profaner Liebe und der Erlösung durch Liebe auseinander.

Sie beruht inhaltlich auf zwei Sagen, dem „Sängerkrieg auf der Wartburg“ (ein sagenumwobener Dichterstreit ab 1200) und dem deutschen Minnesänger Tannhäuser um 1250, der bei Papst Urban IV. (1261-1264) Vergebung für seinen Aufenthalt im Venusberg suchte: Im Venusberg lebt Frau Venus luxuriös mit Nymphen und Nixen.

Diese lockt durch ihre Schönheit Menschen zu sich in den Berg, die anschließend ein sündiges Leben führen, dem Eros ergeben sind und dadurch in Verdammnis fallen. Häufig werden die Hörselberge bei Eisenach als Venusberg bezeichnet, es gibt jedoch noch weitere „Venusberge“ diesseits der Alpen, die in Frge kommen, z.B. der Finisberg beim Flensburger Volkspark oder der Venusberg bei Bonn.

Die Uraufführung fand am 19. Oktober 1845 in Dresden am Königlich-Sächsischen Hoftheater statt. 1861 wurde die Oper in einer französischen Fassung an der Pariser Opéra aufgeführt. Bis 1875 gab es weitere Veränderungen durch Richard Wagner an der Aufführung, sodass mehrere Fassungen – teils mit und ohne Ballett – vorliegen. 1891 wurde der Tannhäuser erstmals während der Bayreuther Festspiele gespielt.

 

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