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Clifden Castle, Burgruine an der Sky Road, Connemara, Irland.Foto: iStock

Klassik des Tages: Harfenklänge eines weitgereisten Böhmen

Epoch Times24. November 2022
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Johann Ludwig Dussek (1760-1812, ursprüngliche Schreibweise Dussik) war ein böhmischer Pianist und Komponist. Von ihm sind neben Klavierkonzerten auch Kompositionen für Harfe überliefert, darunter die Sonate 1 für Harfe in Es-Dur, op. 34 c147–148. Sie stammt aus dem Jahr 1797.

Hier spielt Masumi Nagasawa an der Solo-Harfe den 3. Satz, das Rondo, Allegretto Moderato.

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Wie viele andere Komponisten war auch Dussek viel auf Reisen. Er schrieb nicht nur Kompositionen für Klavier, sondern auch relativ viele Kompositionen für Harfe, da seine Mutter Harfe spielte, später auch eine seiner Frauen und seine Tochter.

Er spielte in 1783 St. Petersburg bei Katharina der Großen, wurde Kapellmeister beim Fürsten Karol Stanislaw Radziwill und floh mit der heimlichen Geliebten Prinzessin Sophie Friederike von Thurn und Taxis 1784 nach Hamburg. Doch diese versöhnte sich wieder mit ihrem eigentlichen Gatten.

Dussek musste daraufhin allein nach Paris und nach London weiterziehen. Oft gastierte er in Königshäusern und verkehrte in hohen Adelskreisen – auch bei Marie-Antoinette, der Gattin von Ludwig dem XVI., König von Frankreich.

In London blieb er über zehn Jahre und lernte dort Joseph Haydn kennen, sie konzertierten zusammen. Dussek veranlasste in dieser Zeit die Klavierbauer von John Broadwood dazu, den Tastenumfang auf sechs Oktaven auszubauen. Dadurch konnten mehr Töne auf dieser Art Flügel gespielt werden – was Ludwig van Beethoven, der 1817 einen solchen Flügel geschenkt bekam, nutzte.

Wegen einer möglichen Insolvenz flüchtete er erneut nach Hamburg und lernte Anfang Februar des Jahres 1800 Louis Ferdinand von Preußen kennen, einen fähigen Klavierspieler. 1804 ließ ihn der Prinz nach Berlin kommen. Bis zum Tode von Louis Ferdinand von Preußen (1806) war Dussek ein Kammermusikpartner, Kapellmeister, Gesellschafter und auch Zechkumpan des Prinzen.



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