Musik am Abend: Ein Pavane von Fauré

Epoch Times12. August 2019 Aktualisiert: 13. August 2019 19:05
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Gabriel Urbain Fauré (1845-1924) war ein französischer Komponist und Organist, der vor allem Vokal-, Klavier- und Kammermusik schrieb. Sein Pavane in fis-Moll, Op. 50 aus dem Jahr 1887 soll an den Tanz Pavana erinnern, der nicht nur am spanischen Hofe getanzt wurde. Hier in einer Aufnahme mit den zwölf Cellisten der Berliner Philharmoniker.

Gabriel Urbain Fauré war im internationalen Musikleben wenig präsent, obwohl Maurice Ravel sein Schüler war. Das könnte daran liegen, dass er kaum Werke mit großer Besetzung hinterlassen hat. Er arbeitete schon zeitig als Organist in Rennes und später in Paris, allerdings wurden Organisten zu seinen Lebzeiten schlecht bezahlt. Daher komponierte er nicht nur, sondern gab auch Klavierunterricht und arbeitete mit Chören.

Sein Pavane in fis-Moll weist auf den Ursprung des Pavana hin: Dieser feierlich-langsame Schreittanz ist wohl spanisch-italienischer Herkunft und war über ganz Europa verbreitet. Pavanas wurden als würdevoller Tanz an Königs- und Fürstenhöfen bei großen Feierlichkeiten vom gesamten Hof getanzt – auch beim Einzug einer Braut vor der Hochzeit in die Kirche.

Fauré widmete das Stück der Gräfin Élisabeth Greffulhe, die für ihre Schönheit und Eleganz berühmt war, sie war Mäzenin für Kunst, Musik und Theater. Die Uraufführung fand am 25. November 1888 statt, eine Chorversion wurde drei Tage später präsentiert.

So könnte ein Pavana damals getanzt ausgesehen haben – hier mit dem Ensemble Vento del tempo (1:57 bis 3:51), es musiziert die Gruppe Reditus.

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