Musik am Abend: Die Ouvertüre zum „Tannhäuser“

Epoch Times21. Mai 2019 Aktualisiert: 21. Mai 2019 18:35
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Richard Wagner (1813-1883) war einer der berühmtesten deutschen Komponisten. Er agierte auch als Dramatiker, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent.

Hier aus der Oper Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg die Ouvertüre, gespielt von den Münchner Philharmonikern unter Leitung von Christian Thielemann.

Wagner schrieb an seiner fünften Oper, dem Tannhäuser, hauptsächlich von 1842 bis 1845. Inhaltlich setzt sich die Oper mit dem Zwiespalt zwischen heiliger und profaner Liebe und der Erlösung durch Liebe auseinander.

Sie beruht inhaltlich auf zwei Sagen, dem „Sängerkrieg auf der Wartburg“ (ein sagenumwobener Dichterstreit ab 1200) und dem deutschen Minnesänger Tannhäuser um 1250, der bei Papst Urban IV. (1261-1264) Vergebung für seinen Aufenthalt im Venusberg suchte: Im Venusberg lebt Frau Venus luxuriös mit Nymphen und Nixen.

Diese lockt durch ihre Schönheit Menschen zu sich in den Berg, die anschließend ein sündiges Leben führen, dem Eros ergeben sind und dadurch in Verdammnis fallen. Häufig werden die Hörselberge bei Eisenach als Venusberg bezeichnet, es gibt jedoch auch weitere Venusberge diesseits der Alpen, die so angesehen werden, z.B. der Finisberg beim Flensburger Volkspark oder der Venusberg bei Bonn.

Die Uraufführung fand am 19. Oktober 1845 in Dresden am Königlich-Sächsischen Hoftheater statt. 1861 wurde die Oper in einer französischen Fassung an der Pariser Opéra aufgeführt. Bis 1875 gab es weitere Veränderungen durch Richard Wagner an der Aufführung, sodass mehrere Fassungen – teils mit und ohne Ballett – vorliegen. 1891 wurde der Tannhäuser erstmals während der Bayreuther Festspiele gespielt.

 

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