Samarkand, Usbekistan.

Samarkand, Usbekistan: Die Tigermosaike an der Fassade der Sher-Dor-Madrassa wurden zum Symbol des Landes.Foto: iStock

Musik am Abend: Die Scheherazade von Rimski-Korsakow

Epoch Times23. Februar 2020 Aktualisiert: 23. Februar 2020 18:09
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow (1844-1908) war ein russischer Komponist. Er hinterließ diverse Orchesterwerke und Opern, aber auch Chorwerke, Kammermusik, Klaviermusik und Lieder. Seine Scheherazade Op. 35 ist eine sinfonische Dichtung aus dem Jahr 1888. Es spielt das Galizische Sinfonieorchester unter Leitung von Leif Segerstam. Konzertmeister ist Slava Chestiglazov.

  1. Largo e maestoso—Allegro non troppo, 00:05
  2. Lento—Andantino—Allegro molto—Con moto, 12:03
  3. Andantino quasi allegretto—Pochissimo più mosso—Come prima—Pochissimo più animato, 25:10
  4. Allegro molto—Vivo—Allegro non troppo maestoso, 37:18

Die Scheherazade beruht auf der Erzählung Tausendundeiner Nacht. Rimski-Korsakow war nicht der einzige Russe seiner Zeit, der sich für Orientalisches interessierte. Scheherazade ist darin eine der Hauptfiguren, die Tochter eines Wesirs.

Anfangs gab Rimski-Korsakow den Sätzen programmatische Titel, er entfernte sie später allerdings wieder. Er wandte sich auch dagegen, ein „Geschichtenerzählen“ in die Musik hinein zu interpretieren. Die Sätze hießen:

  1. Das Meer und Sindbads Schiff
  2. Die Geschichte vom Prinzen Kalender
  3. Der junge Prinz und die junge Prinzessin
  4. Feier in Bagdad. Das Meer. Das Schiff zerschellt an einer Klippe unter einem bronzenen Reiter

Tausendundeine Nacht handelt vom persischen König Schahryâr, der von seiner Frau betrogen wurde. Er fasst daraufhin den Entschluss, dass es keine treue Frau auf Erden geben kann. Der König beschließt, sich nie wieder betrügen zu lassen – er heiratet daher jeden Tag eine neue Frau, die er am nächsten Morgen töten lässt.

Scheherazade will dem ein Ende machen und erzählt ihm in der Nacht ihrer Hochzeit eine Geschichte. Doch sie erzählt die Handlung nicht zu Ende. Neugierig auf das Ende läßt der König sie am Leben. Scheherazade erzählt ihre Geschichte 1000 und eine Nacht lang und bringt ihm auch drei Kinder zur Welt. Am Ende ist er von der Treue (und der Klugheit) seiner Frau überzeugt und sie bleibt am Leben.

 

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