Musik am Abend: Kammermusik von Telemann mit Oboe

Epoch Times10. Juli 2020 Aktualisiert: 10. Juli 2020 19:33
Aus der Reihe Epoch Times Musik - Für Liebhaber.

Georg Philipp Telemann (1681-1767) war ein deutscher Barockkomponist und Multiinstrumentalist. Er komponierte auch Kantaten für Oboe, für Cembalo und Streicher. Hier einige Kammermusikstücke mit Oboe, gespielt von Paul Goodwin (Barock Oboe), John Toll (Cembalo), Susan Sheppard (Barock-Cello), Nigel North (Archlute, Theorbo) und Lynden Cranham (Barock-Cello).

  1. 00:30 Partia, für Violine (oder Flöte/Oboe) & Continuo in G-Dur (KCM Nr. 2), TWV 41:G2
  2. 10:55 Trio für Oboe, Cembalo & Continuo in Es-Dur (Essercizii Musici Nr. 12/24), TWV42:Es3
  3. 21:38 Sonate für Oboe & Continuo in e-Moll (Essercizii Musici Nr. 12/24). 11/21), TWV 41:e6
  4. 28:44 Sonate für Oboe & Continuo in a-Moll (GMM Nr. 50), TWV 41:a3
  5. 35:58 „Zischet nur, stechet, ihr feurigen Zungen!“, geistliche Kantate für Gesang, Oboe & Continuo (HGD), TWV 1:1732
  6. 43:50 Solo, für Oboe & Continuo in B-Dur (Essercizizi musici No. 5/9), TWV 41:B6
  7. 53:00 „Dies ist der Gotteskinder Letzte, heilige Kantate für Stimme, Oboe & Continuo“ (HGD), TWV 1:356

Georg Philipp Telemann schrieb mehr als 3.000 Kompositionen, darunter über 1.000 geistliche Kantaten, 600 Ouvertüren und unzählige Konzerte für verschiedene Instrumente seiner Zeit. Etwa die Hälfte davon ging verloren.

Einige der Werke von Johann Sebastian Bach stammten in Wahrheit von Telemann. Telemann war seiner Zeit sehr beliebt, doch später wurde seine Musik zu Zeiten von Bach und Händel eher als minderwertig beurteilt. Erst im 20. Jahrhundert wurde er wieder öfter gespielt und gewann wieder an Ruhm.

Zeitgenössische Musik war viel zu simpel

Telemann wurde in Magdeburg geboren, lernte autodidaktisch viele Musikinstrumente und lebte u.a. in Hildesheim, Leipzig, Eisenach, Frankfurt am Main und Hamburg. Durch einer achtmonatigen Reise nach Paris um 1737/38 war er international sehr bekannt. Er bekam viele Aufträge für Kompositionen aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Belgien, den skandinavischen Ländern, der Schweiz und Spanien – und seine Musik spiegelte die nationalen Stile (Frankreich, Italien) und auch die damals in Polen populäre Musik wider.

Seine Musik war eine der treibenden Kräfte im Spätbarock und der frühen Klassik – und schon 1751 war ihm die zeitgenössische Musik viel zu simpel. Er war einer der ersten Musiker, der auf eine exklusive Veröffentlichung seine Werke achtete und damit den Grundstein legte, um Musik als geistiges Eigentum des Komponisten zu betrachten.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN