Musik am Abend: Leichte Kammermusik aus Neapel

Epoch Times11. August 2019 Aktualisiert: 11. August 2019 19:52
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Francesco Durante (1684-1755) war ein italienischer Komponist, der zur Zeit des Barock vor allem in Neapel wirkte. Sein Konzert Nr. 3 für Streicher und Basso continuo in Es-Dur ist gelegentlich auch heute noch zu hören, hier in einer Aufnahme mit Concerto Köln unter Leitung von Werner Erhardt.

  1. Presto – 0:05
  2. Largo staccato, canone amabile – 1:07
  3. Allegro – 4:15
  4. Minuetto – 6:20
  5. Allegro assai – 7:29
  6. Finale – 8:43

Francesco Durante lernte unter anderem bei Alessandro Scarlatti am Conservatorio di Sant’Onofrio a Porta Capuana. Er arbeitete unter anderem nach 1740 im Dienstes des Erzbischofs von Ungarn, Imre Esterházy de Galántha in Bratislava. Zwei Jahre später wurde er Direktor des Conservatorio di Santa Maria di Loreto – wo Leonardo Vinci (der Komponist, nicht der Erfinder Leonardo da Vinci) zu seinen Schülern gehörte. 

Er komponierte vor allem Kirchenmusik, darunter Messen, Hymnen, Motetten, Oratorien und andere Werke, vor allem vierstimmige Sätze. Von ihm sind auch einige weltliche Kantaten, Duette und Instrumentalmusik überliefert.

Durante schaffte es, die Traditionen der römischen Schule von Giovanni Pierluigi da Palestrina, des „Retters der Kirchenmusik“, für die italienische Kirchenmusik zu erhalten.

ETA Hoffmann nannte die Kompositionen von Palestrina einmal eine „wahrhafte Musik aus der anderen Welt“. Franz Liszt, Johannes Brahms und viele andere Komponisten setzen sich mit diesen Werken intensiv auseinander. Typische Kennzeichnen sind die fein abgestimmte Ausgewogenheit des Werkes auf allen Ebenen der musikalischen Struktur, sowohl melodisch, rhythmisch und harmonisch. Akzente setzt vor allem der Text (-inhalt), während die Melodien und größere Intervalle stets ausgeglichen werden.

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