Musik am Abend: „Má vlast“ von Smetana

Epoch Times11. Juni 2019 Aktualisiert: 10. Juni 2019 16:46
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Eine sehr bekannte Komposition von Bedřich Smetana (1824-1884) ist sein Zyklus Má vlast“ (tschechisch, Mein Vaterland), komponiert in den Jahren zwischen 1874-1879.

  1. 00:00 Vyšehrad (The High Castle) [1874]
  2. 15:07 Vltava (Die Moldau) [1874]
  3. 28:20 Šárka [1875]
  4. 38:22 Z českých luhů a hájů (From Bohemia’s Woods and Fields) [1875]
  5. 51:07 Tábor [1878]
  6. 63:55 Blaník [1879]

Von welchem Orchester die Aufnahme stammt, ist der Redaktion derzeit unbekannt.

Má vlast (tschechisch, Mein Vaterland) ist ein Zyklus von sechs Kompositionen und wurde 1882 in Prag uraufgeführt. Am bekanntesten daraus ist das Stück „Die Moldau“. Traditionell werden diese Stücke zur Eröffnung des Prager Musik-Frühlings gespielt.

  • Das erste Stück, Vyšehrad, bezieht sich auf die Geschichte der Prager Burg Vyšehrad – beginnend beim Barden Lumir (mit Harfe) bis zum Einsturz (mit einem Marsch).
  • Die Moldau, aut tschechisch Vltava, schildert er den Lauf des Flusses, beginnend bei den beiden Quellen der Kalten und der Warmen Moldau bis hin zur Elbe.
  • Im dritten Teil, Šárka, handelt es sich um die Amazonenkönigin Šárka, die der Männerwelt Rache geschworen hat – und nach der Hochzeit zum Männermord antritt.
  • Z českých luhů a hájů (deutsch: Aus Böhmens Hain und Flur) entführt den Zuhörer in die böhmische Natur, in den Wald und vor allem in die Landschaft um Jabkenice, wo Smetana damals öfter vor Ort war.
  • Tábor ist eine südböhmische Stadt und ein Symbol der nationalen Wiedergeburt Tschechiens im 19. Jahrhundert. Die Komposition basiert auf einem alten Choral der Hussiten „Die ihr Gottes Streiter seid“.
  • Blaník ist ein Berg, in diesem schläft gut verborgen ein tschechisches Ritterheer, dass vom Heiligen Wenzel geführt wird und in schlechtesten Zeiten dem Land helfen wird.

 

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