Paganini: Rasantes Violinspiel voller technischer Finessen

Epoch Times22. Mai 2018 Aktualisiert: 23. Mai 2018 17:02
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Niccolò Paganini (1782-1840) war ein italienischer Geiger, Gitarrist und Komponist. Er war bereits zu Lebzeiten auf Grund seiner Spieltechnik eine Legende.

Hilary Hahn spielt hier das von ihm komponierte Capricci 24, Opus 1 aus dem Jahr 1820.

Paganini gebrauchte in seinen Kompositionen in großem Ausmaß die besonders schwierigen traditionellen Techniken des italienischen Violinspiel (insbesondere von Tartinis und Locatellis). Das Capricci 24 für Violine solo wurde zu Studienzwecken komponiert und enthält seine typischen technischen Anforderungen.

So bespannte Paganini seine Violinen beispielsweise mit dünneren Saiten als üblich, was u.a. ein besseres Spielen der Flageoletts und Pizzicato der linken Hand ermöglicht. Der Steg seiner Violinen war flacher. Typisch für ihn ist die Körperhaltung und auch, dass die Violine ohne Halter unter das Kinn geklemmt wird.

Wurde ein Stück ausschließlich auf der G-Saite gespielt, so stimmte er diese auf den Ton b hoch. In Verbindung mit einem Orchester stimmte Paganini seine Geige „nur“ einen halben Ton höher. Somit konnte er auf der Violine die klangreichen Kreuztonarten greifen – und die begleitenden Streichinstrumente spielten die matteren B-Tonarten. Dadurch tritt die Violine gegenüber dem Orchester klanglich stärker in den Vordergrund.

Seine Violinen stammten von Stradivari, von Guarneri und Nicola Amati. In seinem Nachlass fanden sich auch Violen, Violoncelli und eine Gitarre.

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