Schweizer Geschäftsmann: „Ich hatte noch nie von Falun Dafa gehört.“

Von 23. März 2012 Aktualisiert: 23. März 2012 15:53

ZÜRICH – Für einen Schweizer, der in China auch tätig ist, war es interessant, Eindrücke zu bekommen, wie sich die beiden Kulturen verbinden. Das konnte er am zweiten Aufführungstag von Shen Yun Performing Arts im Kongresshaus in Zürich erleben.

„Shen Yun hat nicht das China widergespiegelt, das ich kenne“, stellte der Geschäftsmann fest. „Ich kenne ein kapitalistisches China, ein hart arbeitendes China, ich kenne ein China, in dem Geld und Konsum eine sehr wichtige Rolle spielen. Ich bin auch öfter in Hongkong, kenne weniger ein China der Künste und des Tanzes, damit werde ich kaum konfrontiert.“ Und er fuhr fort: „Ich hatte noch nie von Falun Dafa gehört und es hat mich eigentlich sehr beschäftigt, weil ich nicht wusste, dass es das gibt. Man lernt immer etwas dazu. Für einen sich monatlich in China bewegenden Europäer ist es relativ schwierig. Es wird dort nie diskutiert, nie besprochen. Für mich nicht existent.“

Epoch Times: „Ich selbst bin nach dem Tiananmen-Massaker im Juni 1989 nach Deutschland gekommen. Ich wusste, was passiert war, ich war damals Studentin. Wenn ich jetzt jemanden aus Chinas junger Generation begegne, die nach den achtziger Jahren geboren wurden, wenn man sie danach fragt, dann fragen sie zurück: ‚Was war das? Was ist passiert? Davon weiß ich nichts.‘ Für mich war das ein Schock, in China redet man nicht darüber, es sieht so aus, als würde es mit Absicht so gemacht: es wird vergessen. Sogar nur 10 Jahre Unterschied und sie wissen das schon nicht mehr.“

Zuschauer: „Ich kenne die chinesische Kultur nicht, die ist so komplex, dass man sich kein Bild erlauben kann, aber am Ende des Tages glaube ich schon, dass hier einiges widergespiegelt werden konnte, wie das China auch sein kann. Nicht nur Industrie, Abgase, Kapitalismus, Geld, Reichtum, zur Schau stellen von Reichtum … Was mich immer beeindruckt hat, ist der chinesische Mensch. In seiner Form zeigt er oft Demut und ist sehr bescheiden. Auch wenn er viel Erfolg hat, zeigt er das oft weniger wie der Europäer vielleicht, der mit dem dicksten Wagen herumfährt. Das machen manche in China auch, das weiß ich, aber was mich in China immer wieder beeindruckt hat, wenn wir chinesische Topleute interviewt haben, mit hochqualifiziertem Background, in Amerika studiert und so weiter, dass diese Leute, meiner Meinung nach, sehr bescheiden sind, fast ängstlich Europäern gegenüber. Immer ruhig, wenig aus sich herausgehend, man muss Vertrauen schaffen, während ein Amerikaner ganz anders ist und heute hat man das auch gesehen, das ist immer ein Team, eine Gruppe. Nicht ein einzelner Star. Das ist keine Star-Kultur. Das hat für mich auch wieder repräsentiert wie China ist, auch im Kleinen.“

Epoch Times: Heute in der Show, was nehmen Sie mit?

Zuschauer: „Sicherlich diese ganze Welt, das Jenseits und das Diesseits, eigentlich das harte Diesseits und das schöne Jenseits, verglichen mit mystischen Kreaturen, Gottheiten etc., was halt existiert, die Kombination von Irdischem und Weltlichem kombiniert mit dem Himmlischen und diesen Sagenwelten, das wissen wir Europäer auch. Wir kennen das, für uns ist das nichts Neues, aber wenn ich nach China gehe, sehe ich das nicht und das ist sehr … lustigerweise ist das hier in der Schweiz mehr bewusst als wenn ich nach China gehe. Erstaunlich eigentlich.“

Epoch Times: „Welches China gefällt ihnen besser? Das heute in der Show gezeigt wurde, mit den traditionellen Werten, Loyalität und Glauben, Aufrichtigkeit…“

Zuschauer: „Mir gefällt sehr gut die Einstellung von China. Wir in Europa haben verlernt, was es heißt, Pflichten zu haben. Die meisten wollen nur Rechte und ‚ich habe ein Recht auf das, ich möchte dies und jenes‘. Während in China kennt man das Wort Pflicht ohne dass man nur salutiert und unkritisch irgendetwas annimmt.“

„Und dass jemand demütig ist oder Angst hat vor einem westlichen ‚Großredner‘ und sich zurückzieht, weil er so erzogen worden ist, das ist mit der Muttermilch weitergegeben worden – eigentlich auch gegenüber Taiwanern übrigens – weniger wert ist, als die anderen, dass man sich immer zurücknimmt.

Das ist für uns etwas Spezielles und erschreckt auch uns Europäer oft, da denken wir ‚haben wir uns falsch verhalten?‘ das ist nicht der Fall, sondern das ist die Kultur. DAS China, was ich heute gesehen habe sehe ich NICHT in China.“

Epoch Times: „Von der künstlerischen Seite her, Tanzen, Farben, Musik, Orchester … von der Show heute, was hat Ihnen gefallen, oder was hat Sie besonders inspiriert?“

Zuschauer: „Ich denke, was besonders gut gelungen ist, ist die Abstimmung der Farben, der Kostüme und der Musik im Zusammenhang. Also dieser Dreiklang von Farben, der Kostüme und Bewegung ist sicher sehr gut gelungen. Auch diese Perfektion und das ist auch für China typisch diese Synchronisation, da sind sie sehr stark, die ist sicher sehr gut für jeden Betrachter rübergekommen, weil eine Harmonie, ein harmonisches Bild da ist. Für uns Europäer, jetzt mal ein kritisches Element, ist es oft so, dass dieses zum Himmel fliegen, kommt mir manchmal vor wie bei einem Trickfilm. So ein bisschen Show, mich erinnert das auch ein bisschen an Bollywood. Ein bisschen. Nur ein bisschen. Bisschen Bollywood. Was ja nichts Schlimmes ist, weil wir möchten ja nicht traurig sein. Mir kommt es so vor, das ist es natürlich nicht.“

Epoch Times: „Sie meinen die Pilgerreise nach dem Westen.“

Zuschauer: „Ich bewundere immer die Geduld der Chinesen und der Asiaten insgesamt, im Buddhismus gibt es ein Beispiel, schon wenn ich darüber nachdenke, dreh ich fast durch, was Geduld heißt. Da gab es einen Mönch, der traf auf einen sehr ungeduldigen König, ich weiß nicht aus welcher Geschichte das ist, zu dem er gesagt hat: ‚Du musst Geduld lernen‘. Wie er ihm das beigebracht hat? Er musste mit einer Feder an einer Eisenstange so lange reiben bis die Eisenstange durch war. Das ist kaum vorstellbar, (lacht) das ist nicht Wasser, sondern eine Feder!“

Reporterin An Ran

Epoch Times freut sich, Shen Yun von der ersten Stunde an als Medienpartner begleitet zu haben. Wir möchten Ihnen und Ihren Lieben dieses kulturelle Ereignis ans Herz legen. Tickets bestellen für Zürich oder Frankfurt:

Frankfurt/M. Jahrhunderthalle

Fr., 30. März 2012, 19:30 Uhr
Sa., 31. März 2012, 14:00 Uhr
Sa., 31. März 2012, 19:30 Uhr

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Und an allen bekannten Vorverkaufskassen
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Zürich Kongresshaus

Fr., 23. März 2012, 19:30 Uhr
Sa., 24. März 2012, 19:30 Uhr
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Mo., 26. März 2012, 19:30 Uhr

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