Uiguren-Sprecherin: „Shen Yuns Darstellung kam der Realität so nahe“

Von 31. August 2009 Aktualisiert: 31. August 2009 21:00

Die in den USA im Exil lebende Sprecherin des Weltkongresses der Uiguren, Rebiya Kadeer, hat ihren einmaligen Erfahrungsschatz genutzt, um eine Aufführung der New Yorker Künstlergruppe Shen Yun Performing Arts – die sich eine Wiederbelebung der ursprünglichen chinesischen Kunst auf die Fahnen geschrieben hat – zu beschreiben. „Demokratie, Menschenrechte, alte Zeiten und die Moderne, all das wurde gezeigt“, sagte Kadeer, ehemals eine der reichsten Frauen Chinas. Sie besuchte die Show im Kennedy Center in Washington, D.C., innerhalb von vier Tagen gleich zwei Mal.

1999 wurde Kadeer in China zum Staatsfeind erklärt und verbrachte fünf Jahre unter menschenunwürdigen Bedingungen im Gefängnis. Sie hatte öffentlich die Politik der „Eisernen Faust“ Pekings in der Autonomen Region Xinjiang kritisiert, in der die Mehrheit der Uiguren lebt.

Kadeer zufolge bilde der Tanz „Der Himmel erwartet uns trotz Verfolgung“ die Realität in China „exakt ab“. Er zeigt die Geschichte eines Vaters, der zu Tode gefoltert wird, weil er die spirituelle Kultivierungsschule Falun Gong praktiziert. „Im Gefängnis habe ich gesehen, wie sie Falun Gong-Praktizierende schlagen“, sagte sie. Seit die Kommunistische Partei Chinas Falun Gong im Jahr 1999 verboten hat, wurden Hunderttausende der Praktizierenden in Gefängnisse und Arbeitslager gesteckt, weil sie ihren Glauben nicht aufgeben wollten. Beim Versuch der „Umerziehung“ wurden viele von ihnen gefoltert.

„Ich sah, wie sie die Beine eines Falun Gong-Praktizierenden schlugen. Ich sah seine Arme mit meinen eigenen Augen. Da ich mit ihnen im Gefängnis war, musste ich weinen, sobald ich den Teil sah, der die Verfolgung zeigt“, so Kadeer. „Der heroische Auftritt des Tänzers, obwohl er von so vielen geschlagen wurde, ist mir in Erinnerung geblieben. Er sagte trotzdem nichts. Shen Yuns Darstellung kam der Realität so nahe. Deshalb war ich heute auch so berührt.“

Als sie gefragt wurde, welcher Teil ihr am Besten gefallen habe, sagte sie: „Ich mochte sie alle. Sie sind alle wundervoll, und jeder ist besser als der vorige. Der Gesang war ebenfalls großartig.“

Seit Ende 2006 ist die nunmehr 62-jährige Rebiya Kadeer die Präsidentin des Weltkongresses der Uiguren (WUC) mit Hauptsitz in München und Washington, D.C. Sie ist nicht, so sagt sie, und sie war nie gegen die Han-Chinesen – die ethnische Mehrheit in China -, aber sie ist gegen die Kommunistische Partei Chinas. „Das chinesische kommunistische Regime existiert… um Lügen zu verbreiten. Die heutige Aufführung machte, als ob die Kommunistische Partei Chinas nicht mehr existieren würde. Die Aufführung war großartig“, sagte Kadeer.

Nach einer VIP-Aufführung und sechs öffentlich zugänglichen Shows im Kennedy Center in der US-Hauptstadt Washington, D.C., wird Shen Yun Performing Arts vom 20. bis 24. Januar 2010 mit völlig neuem Programm ins Kennedy Center zurückkehren. Im Frühjahr 2010 sind auch in Deutschland Aufführungen von Shen Yun Performing Arts geplant.

 

Die Epoch Times Deutschland freut sich, als Medienpartner von Shen Yun Performing Arts World Tour 2009 ihren Leserinnen und Lesern einen exklusiven Einblick in ein einzigartiges Kulturereignis bieten zu können.

http://divineperformingarts.eu

(John Yu/The Epoch Times)
(John Yu/The Epoch Times)

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