Die Hauptstraße führt zur fünfeckigen Villa Farnese.Foto: Shutterstock

Villa Farnese: Zufluchtsort mit geheimem Garten

Von 31. Mai 2022 Aktualisiert: 1. Juni 2022 1:11
Über das Leben hinaus: Kunst, die uns über die Jahrhunderte hinweg inspiriert.

Im Jahr 1504 errichtete der künftige Papst Kardinal Alessandro Farnese die Villa Farnese in Caprarola, Italien, das circa 80 Kilometer nordwestlich von Rom liegt. Zur Verteidigung gegen eine drohende Invasion war eine Festungsanlage geplant, die jedoch nie fertiggestellt wurde. Nachdem die Anlage bis Mitte des 16. Jahrhunderts brach lag, wurde sie von Alessandros Enkel zu neuem Leben erweckt.

Als die Familie nach dem Wechsel des Papstes in Ungnade fiel, wurde die Anlage zu einer Gartenvilla umgestaltet, die gerade weit genug von Rom entfernt war, um etwas Ruhe zu bieten.

Der Spätrenaissance-Architekt Giacomo da Vignola wurde für das Projekt ausgewählt. Er hatte zuvor an bedeutenden Projekten in Rom gearbeitet, darunter der Petersdom.

Die Grundfläche der Villa wurde aus dem Kamm eines Vulkangebirges hoch über der Stadt herausgearbeitet. Die Hauptstraße führt hinauf zu einem kunstvollen Eingang, der mit einer geschwungenen Doppeltreppe beginnt, die zu einem Vorplatz und dann zu einer weiteren Doppeltreppe führt, bevor man den Haupteingang erreicht.

Charakteristisch für das Gebäude sind die fünfeckige Außenseite und der runde Innenhof. Die Villa hat fünf Stockwerke, wobei sich die Haupträume in den unteren Stockwerken zu dem Lichthof hin öffnen. In den mittleren Stockwerken mit Blick auf den Innenhof befinden sich die Wohnräume für die Familie Farnese. Sie haben direkten Zugang zu den Gärten auf der Rückseite.

Die Gärten schaffen eine Oase der Ruhe und sind eine willkommene Abwechslung von der festungsartigen Villa. Von den Wohnbereichen, aus über zwei Zugbrücken erreichbar, setzen die Gärten die Symmetrie der rückwärtigen Fassaden im Renaissancestil fort, der sich an den klassischen Idealen von Ordnung und Schönheit orientiert. Von diesen Gärten führt ein Weg entlang des Kammes zum „giardino segreto“, dem geheimen Garten, und zu einer großen Gartenlaube, die als „Casino“ bekannt ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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