„Eine Tragödie in China“ Dieses Gemälde ist eines der herausragenden Kunstwerke der Ausstellung „Kompromissloser Mut“. Fast jede Woche wird die Ausstellung an einem anderen Ort in der Welt gezeigt. Yuan Li, Öl auf Leinwand 117 x 91 cmFoto: falunart.org

Wenn Kunst zum Leben erwacht

Von 6. November 2005 Aktualisiert: 6. November 2005 13:41
Eine Wanderkunstausstellung höchster Güte besucht die Schweiz

Die Kunstausstellung „Kompromissloser Mut“ ist eine Sammlung von Gemälden, Photografien und Skulpturen. Sie zeigen den persönlichen Triumph über Terror, Schmerz und Angst. Fast jede Woche wird die Ausstellung an einem anderen Ort, in einem anderen Land der Welt, mit großem Erfolg gezeigt. Die Kunstwerke wurden sorgsam ausgewählt und zeigen bemerkenswertes künstlerisches Können. „Eine Tragödie in China“ – dieses Gemälde ist eines der herausragenden Kunstwerke der Ausstellung.

„Eine Tragödie in China“

Das Bild portraitiert ein Ehepaar, das in China Falun Gong praktiziert. Das zerrissene mit Blut befleckte Papier in dem unteren rechten Teil des Bildes, ist der Schlüssel der Geschichte. Es erzählt von der Weigerung des jungen Mannes, das Dokument, das ihn dazu zwingen sollte, Falun Gong aufzugeben und zu diffamieren, zu unterzeichen. Eine Entscheidung zwischen Wahrheit und Lüge. Würde er den Glauben, dass Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gut sind, aufgeben, hätte er vielleicht das Gehirnwäschezentrum verlassen können. Für ihn wurde diese Wahl, zur Wahl zwischen gut und böse, zwischen dem Leben und der Folter vielleicht gar dem Tod. Das Papier zeugt von seiner Stärke der Wahrheit zu folgen. Er hat seine Entscheidung getroffen.

Folgt der Blick dem Arm hinauf zur Brust, sieht man ein weiches, goldenes Licht über der Hand, die sein Blut verdeckt. Dieses sanfte Licht – ein Hinweis auf einen gutherzigen, barmherzigen Menschen, dessen goldenes Herz auch nach dem Tod noch leuchtet.

Im Gegensatz zu dem düsteren und kalten Hintergrund des grausamen Todes, wirkt der Mann edel und rein. Sein Gesicht dem Licht zugewandt. Das rote Tuch, das um seine Augen gebunden ist, weist auf den roten Terror und den Folterer und Mörder hin: die Kommunistische Partei Chinas.

Die in die schweren Eisen gelegten Füsse, das Seil, gewunden wie eine tückische Schlange, und das Elektroschockgerät, sie offenbaren die grausame, schreckliche Folter, welche hier stattgefunden hat. Die liegende Kerze auf dem Boden – Metapher für das Licht, das durch die Finsternis verdeckt wurde. Der Künstler benutzt verschiedene Symbole und Elemente, um wichtige Beiträge zu der Geschichte anführen.

Im Kontrast zu dem kalten Körper des Mannes sitzt eine junge Frau, eingehüllt in warmes Licht. Der Ehering an ihrem Finger bezeugt, dass sie die Frau des jungen Mann ist. Die Uhr, der Stil ihrer Kleidung, deuten darauf hin, dass diese Szene in der heutigen Zeit geschieht. Der Künstler betont ihre Aufrichtigkeit, die senkrechten Linien ihrer Hosen, die Anordnung der Haare und das Licht auf ihrem Arm lassen sie wie eine Säule aus Licht an diesem finsteren Ort erscheinen.

Die Tränen in ihren Augen und auf ihrem Gesicht drücken ihre Trauer und ihr Leid aus. Ihre Jugend wird durch die rötlichen Lippen und Wangen gezeigt, ihre Haut in sanftem, edlem Ton gehalten. Mut und die Entschlossenheit nicht an dem Leid zu zerbrechen, sprechen genauso aus der Geste der Arme, wie der Schock über den Tod ihres Mannes. Halb verdeckt hängt ein kleiner Falun Anhänger, das Symbol von Falun Gong, an ihrer Kette. Im dunkelsten Moment ihres Lebens hält sie fest an ihrem Glauben an Falun Gong. Der Ausdruck ihrer Augen ist sehr berührend – geschockt, traurig und doch standhaft. Kein Hass, keine Rache, doch der felsenfeste aufrichtige Glaube ist in ihrem Blick.

Das weisse Tuch bildet den Hintergrund für den Horror, und verbindet sein physisches Leiden mit ihrem seelischen. Es verändert auch den vorherrschenden düsteren Ton und bringt die Kälte in das Bild. Es lässt die junge Frau zerbrechlich und fein wirken. In diesem Hintergrund wirkt das goldene Licht um ihren Körper noch kostbarer und erhebender. In der scheinbar unendlichen Finsternis siegt das Licht. Inmitten anscheinend unüberwindbarer, bösartiger Verfolgung siegt die Barmherzigkeit.

Das Konzept dieses Gemäldes ist einfach. Zwei gerade Linien, die horizontale und die vertikale, angeordnet zu einem Kreuz, machen das Bild stabil und fokussiert. Der starke Kontrast zwischen Licht und Dunkelheit, dem Warmen und Kalten, Leben und Tod, Verfolgung und Mut, dem Bösen und der Barmherzigkeit, formen einen intensiven Moment, einen historischen Moment, einen Augenblick der Unendlichkeit. Das Bild ist beides, ein Gemälde über die Verfolgung eines Einzelnen und eine Metapher für die Verfolgungskampagne der Kommunistischen Partei Chinas gegen Tausende und Millionen von Falun Gong Praktizierenden.

Der Künstler Yuan Li

Der Künstler Yuan Li hat ein herausragendes Meisterwerk erschaffen.

Selbst in einer Künstlerfamilie geboren, hatte er das Glück früh mit den bildenden Künste in Berührung zu kommen. Sein Onkel, ein angesehener Kunstmaler, unterrichtete viele Künstler aus der Umgebung. Mit neun Jahren fasste Li einen starken Entschluss. Er bat seinen Onkel ihm die Kunst des Malens systematisch beizubringen. Der Onkel fertige ein Skizzenbuch an und schrieb auf die erste Seite „Ausdauer“. Dieses Wort war schliesslich der Schlüssel für ihn, um alle noch so harten Zeiten zu meistern und das Malen nicht aufzugeben. Später zog er nach Japan. Eine Krise in seinem Leben liess ihn noch stärker nach dem Sinn des Lebens suchen als zuvor. „Bevor ich meine Kultivierung in Falun Gong begann“ sagt er „habe ich die traditionelle klassische Malerei als eine von vielen Schulen der Malkunst betrachtet. Ich dachte, sie habe ihren Höhepunkt in der Geschichte bereits gehabt. Nun empfinde ich einen neu gefundenen Respekt vor der klassischen Malerei. Ich denke, es ist der Weg wie wir malen sollten. Gottheiten haben die Menschen und alle Wesen im Universum erschaffen. Die Maler der modernen Malerei porträtieren die Menschen in zerlegten Formen und folgen ihren eigenen verkommenen Anschauungen in ihren Bildern. Das ist respektlos, weil die Gottheiten die Menschen nach ihrem Ebenbild erschaffen haben. Das grundlegendste Prinzip in der Malerei ist wahrhaftig zu sein.“ Auf die Frage, was ein grossartiger Künstler haben müsse, antwortet Yuan Li: „Hohe Moral und eine exzellente Technik“

Wenn die Verfolgung nicht passiert wäre, würde er Szenen aus dem Himmelreich malen. Da nun die Verfolgung an Falun Gong passiert ist, ist es für ihn wichtiger die Verfolgung bekannt zu machen. So entstand dann das Gemälde „Eine Tragödie in China“. „Das Praktizieren Falun Gong hat mir Weisheit in meiner künstlerischen Arbeit gegeben“ sagt Yuan Li „Durch das stetige Verfeinern des Bildes, dem genauen Darstellen von Details, wird das Bild sogar ein Foto übertreffen, und Sie werden das Gemälde lebendiger, realer und berührender erleben.“ Dies ist dem Künstler bei dem Bild „Eine Tragödie in China“ gelungen. Es ist sehr real, es hat Leben.

Ausstellung „Kompromissloser Mut“

Ort:

Verwaltungsgebäude, Promenade

8500 Frauenfeld TG, Schweiz

Öffnungszeiten:

FR und SA 18./19. November 09.00 – 18.00h

MO 21. bis MI 23. November 08.00 – 18.00h

Mittwoch 13.30 bis 17.00 Uhr Kindernachmittag (Führung speziell für Kinder, Lotusblumenfalten).

Die Ausstellung ist für Schulklassen geeignet, Anmeldung 0041 76 372 43 14



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