Wiederentdeckt im alten China: Shenzhou — das Land der Gottheiten

Epoch Times7. Dezember 2006 Aktualisiert: 7. Dezember 2006 10:47
Deutschlandpremiere der jährlichen Gala von New Tang Dynasty Television in Berlin — Interview mit dem Chefintendanten Chen Rutang

Worin besteht die Gemeinsamkeit zwischen einer traditionellen chinesischen Neujahrsgala und jener Art Vorführung, wie sie heute in den unter staatlicher Zensur stehenden Fernsehsendern der VR China ausgestrahlt werden? Fragt man Darsteller oder langjährige Fans der Globalen Gala des in New York ansässigen freien Senders New Tang Dynasty Television (NTDTV), bekommt man nur die eine Antwort: „Keine.“

Auf dem chinesischen Festland geht nichts ohne Politik oder genauer gesagt ohne die ständigen Lobeshymnen auf die Kommunistische Partei Chinas (KPC). Es dominieren die roten Fahnen des Kommunismus und Thema ist der Klassenkampf mit dem Gesang der entsprechenden Lieder. NTDTV dagegen wandelt auf den Spuren der Vergangenheit großartiger Hochkulturen. Erzählt werden Mythen und Legenden und die Rede ist von einem „reinen Land“, Shenzou, dem Land der Gottheiten.

Die chinesische Geschichte ist ein weites Feld, das so vielschichtig ist wie eine Stadtplanung oder wie die vielen unterschiedlichen Heilweisen innerhalb der Medizin. Sie überschreitet diese Welt hin zu einer umfassenderen Wirklichkeit. Die allerfrühesten Arbeiten chinesischer Kunst, mit bewundernswerter Sorgfalt gemalt, sind Motive mit göttlichen Figuren oder Szenen über ehrfurchtsvolle Taten. In der Zeit der ersten Dynastien berücksichtigten die Herrscher den Willen des Himmels als Grundlage zum Wohl und zur Integrität des Staates. Die frühesten bekannten chinesischen Schriftzeichen, eingraviert in Schildkrötenpanzer, waren dem Willen einer geistigen Kraft gewidmet. Ganze Städte wurden wie nach einer unsichtbaren Ordnung ausgerichtet angelegt. Die Fiktion und der Roman handelten von buddhistischen Geschichten über Moral. Die Metallurgie war oftmals von den daoistischen Vorstellungen der Alchemie durchdrungen, materielle Körper in göttliche Substanz umzuwandeln. {L:2}

„Tian“, dem Himmel, oder „Dao“, dem Weg, verpflichtet

In jedem Aspekt dieser Kultur lässt sich ein Streben ausmachen, menschliches Denken und Handeln nach einer höheren geistigen Präsenz oder Ordnung auszurichten. Man hatte dafür Bezeichnungen wie „Dao“ (der Weg), „Fa“ (das Gesetz), „Tian“ (der Himmel), „Shen“ (Gott) oder „Li“ (das Prinzip). Das galt für das Zimmermannshandwerk wie für die Architektur, für Kampfkunst, Dichtung und Malerei, für Astronomie, Akupunktur und den Festtagskalender ebenso wie für die Militärstrategien. Chinas klassische Kultur kann, ohne jene inneren Werte mit einzubeziehen, überhaupt nicht verstanden werden.

Traditionelle Werte, wie „den Himmeln, Buddhas und Unsterblichen seine Ehrerbietung erweisen“, sind unter den Schätzen dieser als halbgöttlich bezeichneten Kultur zu entdecken. Die Chinesen glauben, dass ihnen ihre antike Kultur vom Himmel geschenkt wurde. Jede Dynastie trägt eine völlig andere, sogar neue Botschaft in sich. Mitreißende Geschichten von Liebe, Heldentum, Tod, Verrat und Treue ereigneten sich 5.000 Jahre lang auf der großen Bühne. Daoistische Denkschulen wie die des Laotse, unterschiedliche buddhistische Schulen, die sich auf verschiedene Buddhas beziehen, Kung Fu, dem Konfuzianismus zugehörig, unzählige Kultivierungsschulen für Körper und Geist, die im Geheimen oder von einem Meister an einen einzigen Schüler weitergegeben wurden, sie alle hinterließen die reichhaltige Kultur Chinas. Philosophie und Moral, künstlerischer Ausdruck und Lebensweise orientierten sich an alten Überlieferungen oder wandelten sie um. {R:3}

Die Globale Gala zum Chinesischen Neujahr von NTDTV, dem weltweit ersten Fernsehsender, der unzensierte Chinanachrichten ausstrahlt, wird am 27./28. Februar 2007 mit ihrer Premiere in Berlin zum ersten Mal auch in Deutschland vertreten sein. Unter dem Titel „Mythen und Legenden“ wurde die darstellbare Essenz chinesischer Hochkulturen für ein modernes Publikum aufbereitet.

Die innere Bedeutung der traditionellen chinesischen Kultur

Wir sprachen mit Chen Rutang, dem Chefintendanten, der mit dem künstlerischen Niveau in diesem Jahr hoch zufrieden ist:
„Ich bin überzeugt, dass das Ganze ein fröhliches Ereignis mit vielen glanzvollen Überraschungen für die Zuschauerinnen und Zuschauer sein wird. Traditionelle chinesische Kultur umfasst viele Mythen. Sie zeigen, wie unsere Vorfahren den Göttern Respekt erwiesen haben und versuchen, Tugenden aus dem Taoismus, Buddhismus und Konfuzianismus mit einfließen zu lassen. Die Gala wird einige dieser Geschichten unserem heutigen modernen Publikum vorstellen.

Die häufigste Rückmeldung aus dem Publikum bei unseren beiden ersten Galas war, dass sie sofort die Fortsetzung sehen wollten, nachdem sie den ersten Teil gesehen hatten. Sie finden, dass unsere Galas sich von denen, die sie üblicherweise [Anm.d. aus dem kommunistischen China] kennen, unterscheiden. Hier gäbe es viele Aspekte, über die es sich nachzudenken lohne. Ein westlicher Zuschauer beteuerte, dass er noch nie so ein wunderschönes Programm gesehen hätte, auch nicht, nachdem er ähnliche Darbietungen im Festland China mehrmals besucht hatte.

Auch ich war in China im künstlerischen Bereich tätig, doch ich hatte nicht das Gefühl, dass es noch möglich ist, sich auf dem Festland wirklich hingebungsvoll der Verbreitung der traditionellen Kultur widmen zu können. Und dies ist genau der Schwerpunkt unserer Gala und das, was wir der Welt vermitteln möchten. Die Akteure sind bei der Herangehensweise an die künstlerische Darstellung sehr sorgsam. Sie haben sich intensiv mit der Essenz der traditionellen chinesischen Kultur befasst, um eine möglichst authentische Wiedergabe zu erreichen. {L:4}

Die Kultur ist die Seele der Nation. Wenn die Seele verloren geht, vergessen oder sogar zerstört wird, ist dies eine Katastrophe für die ganze Nation. Was ist die traditionelle chinesische Kultur? Mit den Jahren haben viele Chinesen vergessen, was sie eigentlich beinhaltet und sind auch nicht mehr in der Lage, sie dementsprechend zu repräsentieren. Das ist ein großer Verlust für uns Chinesen.

Als Künstler haben wir die Verantwortung übernommen, hier eine herausragende Arbeit zu schaffen, die die Herzen der Menschen berührt. Unser Niveau liegt inzwischen auf einem noch höheren Level als bei den vorangegangenen Aufführungen. Die Programme sind mitreißender und vielfältiger. Ich glaube fest daran, dass dies eine einzigartige Vorführung werden wird, ein Fest für die Sinne sozusagen.

Die traditionelle chinesische Kultur ist so gewaltig wie das Meer und die inhaltliche Bedeutung so groß und tief. Wenn wir unseren Verstand und unsere Herzen öffnen, werden wir ständig neue Erkenntnisse gewinnen und einen breiteren Pfad betreten können.

Die Vorführungen sind das Ergebnis gemeinsamer Kreationen. Die Ideen stammen vom ganzen Team. Weil künstlerisches Schaffen grenzenlos ist, hat jeder seine eigene Stärke und Verständnisse. Das ganze Team bespricht die vorgebrachten Ideen und wählt die besten aus. Die Tür zur Gala ist weit offen – für jede Idee, Input und Beteiligung aller professionellen Künstler aus allen Bereichen. Wir freuen und darauf, dass die Gala Jahr für Jahr immer besser wird.“

(ntdtv/jel)

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Ticketbestellung:

Tickets für die Vorstellungen am 27. und 28. Februar 2007, jeweils um 20:00 Uhr im ICC Berlin, sind erhältlich unter den Ticket-Hotlines: 030 62208022 NTDTV
01805 4470 Ticket Online (12Cent/Min) 030 30696969 ICC-Berlin sowie an allen Ticket Online-Vorverkaufsstellen und dem Online

Ticketverkauf unter:

www.ticketonline.de
Hier können Sie Ihre bevorzugte Platzkarte unter sieben Preiskategorien (24 bis 64 Euro) auswählen (bitte Globale Gala in die Suchmaske eingeben), über www.gala.ntdtv.de weitere Hintergrundinformationen über NTDTV erfahren und sich mit Video-Highlights der bisherigen Veranstaltungen auf Ihren Gala-Besuch einstimmen. Alle weiteren Veranstaltungsorte können Sie ebenso der Webseite entnehmen.



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