Maria von Heland: Weihnachten ist…

Epoch Times1. Dezember 2011 Aktualisiert: 1. Dezember 2011 1:03

Vom 1. Dezember bis einschließlich 24. Dezember veröffentlichen wir unseren „Prominenten-Adventskalender“: Prominente aus Kunst, Wirtschaft und Sport erzählen von Weihnachten und Weihnachtsgeschenken…

Den Weihnachtsmann auf die schwedische Art anlocken…

Maria von Heland ist Film- und Fernseh-Regisseurin aus Schweden (u.a. „Hilde“ und „Frühstück mit einer Unbekannten“). Sie lebt seit 1991 in Berlin. Ihr neuester Film, „Die Sterntaler“,wird am 26. Dezember um 14.20 Uhr in der ARD gezeigt. Er hat bereits einen „Best of Fest“- Award beim 28. Internationalen Kinderfilmfest Chicago gewonnen.

Epoch Times: Welche Kindheitserinnerungen verbinden Sie mit Weihnachten?

Maria von Heland: Ich erwache am Morgen des 24. Dezember. Klassische Musik spielt von unten. Ein Wollstrumpf liegt neben dem Bett, gefüllt mit dem ersten kostbaren Geschenk. Der Geruch von Safran Brötchen, Lebkuchen und Kekse steigt mir in die Nase. Ich schleiche die kalte Holztreppe herunter, und entdecke den Weihnachtsschmuck, den meine Eltern über Nacht aufgehängt haben. Draußen ist es noch dunkel, drinnen sind überall Kerzen angezündet, auch am Weihnachtsbaum.

Epoch Times: Was war das schönste Geschenk, das Sie jemandem gemacht haben?

Maria von Heland: Ich kaufte eine winzige verstorbene Pflanze in einem Supermarkt für meinen Bruder und schrieb ein langes Gedicht über die traurige, vergessene Pflanze, da war ich vielleicht 10 Jahre alt. Es war ein Scherz, aber meine Familie war ganz begeistert über das Gedicht und meine Mutter sagte, dass es das beste Geschenk war, das sie je bekommen habe. Ich begann dann zu schreiben, und schreibe noch immer.

Epoch Times: Gibt es eine besondere Anekdote zu Weihnachten, die Sie mit uns teilen möchten?

Maria von Heland: Während meiner Kindheit in Schweden, versorgten wir immer den Weihnachstmann am Abend des 23. Dezember mit Essen, so dass er gute Laune für den nächsten Tag hatte. Er musste einen großen Teller mit Haferbrei aufessen, den wir für ihn in den Garten stellten. Wir sahen ihn dann durch das Fenster. Er kam jedes Jahr gebückt, mit schweren Schritten und einer Laterne in der Hand. Mittlerweile kommt er in unseren Berliner Hinterhof, wenn meine Kinder für ihn Haferbrei rausstellen. Ich frage mich, ob meine Eltern sich auch so viel Mühe geben mussten, um jemanden zu finden, der dazu bereit ist, mit einem künstlichen Bart eine Schüssel Haferbrei hinunterzuschlingen.

 

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