„Freiheit auf dem Rückzug“: Dieter Nuhr gegen „Moral-Polizei“ und deutsche Weltretter-Attitüde

Von 19. November 2019 Aktualisiert: 19. November 2019 12:41
Kabarettist Dieter Nuhr will die Inhalte seiner Auftritte weiterhin nicht vom Risiko abhängig machen, damit moralische Empörung hervorzurufen. Er wolle die Stimme der bürgerlichen Mitte sein, wo alle meinten, es gäbe nur noch links und rechts.

In einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ empfiehlt Kabarettist Dieter Nuhr den Deutschen, auf Reisen zu gehen. Dies könne helfen, den weit verbreiteten, in der Sache aber unzutreffenden Eindruck zu korrigieren, der Rest der Welt warte nur sehnlichst darauf, von Deutschland gerettet zu werden.

Im Interview äußert der Künstler, der nach eigenen Angaben „grünalternativ sozialisiert“ worden sei, dazu: „In Deutschland glaubt man immer noch, dass jeder Einzelne die Welt retten muss. Aber die Welt will gar nicht von uns gerettet werden. Kein Mensch in China ruft: ‚Oh, diese Probleme, wann helfen uns endlich die Deutschen?!‘ Ich habe auf Reisen gelernt, wie vermessen diese Weltretterattitüde ist. Und, dass unsere Normen relativ sind. Ich weiß jetzt, dass man auch seine vermeintlichen Gewissheiten ab und zu in Frage stellen muss.“

„Nicht an Krawallschlägern ausrichten“

Die soziale Normierung in Deutschland werde unterdessen „totalitärer“, fährt Nuhr fort. Zwar werde niemand für seine Überzeugung ins Gefängnis geworfen, aber das Bemühen, die soziale Vernichtung Andersdenkender zu betreiben, sei in Deutschland beliebt und weit verbreitet.

Mit der Wahrheit nehme man es dabei im „Mainstream links und rechts“ nicht unbedingt immer allzu genau:

Man wird bewusst falsch etikettiert, beleidigt, bedroht. Da ist die Freiheit in jedem Fall rasant auf dem Rückzug.“

Konsequenzen daraus wolle er jedoch keine ziehen. Das Einzige, was sich für einen Kabarettisten verbiete, sei, sich selbst zu verbiegen, um „in der öffentlichen Wahrnehmung stromlinienförmig mitzulaufen“. Man könne dies zwar machen, werde dann aber als Kabarettist uninteressant. Die Veränderung der eigenen Haltung sei ein Reifeprozess, der auf eigenen Erkenntnissen beruhen müsse, statt auf Zwang und Druck.

„Wenn ich anfange, mich an den Krawallschlägern auszurichten, würde es keinen Spaß mehr machen“, betont Nuhr. „Der nächste Shitstorm kommt bestimmt. Und mit jedem Mal wird es egaler.“

„Ich fungiere quasi als Antiextremist“

In der „Erregungsroutine“ der linken „Moral-Polizei“ und „verbohrter Gestalten“ von rechts, werde die bürgerliche Mitte gar nicht mehr wahrgenommen. Er selbst, so Nuhr, möchte der schweigenden Mehrheit eine Stimme geben:

Der falsche Eindruck ist heute: Alle sind rechts oder links. Die Mehrheit fühlt sich in dieser Hysterie überhaupt nicht mehr repräsentiert. Von denen kommen viele zu mir. Ich fungiere quasi als Antiextremist. Früher sagte man: Ich will nicht mit den Wölfen heulen. Heute muss man sagen: Es heulen so viele Wölfe, dass es Mühe macht, zu keinem Rudel zu gehören.“

Auch auf die Frage, wann er seinen letzten Scherz über Greta Thunberg gemacht haben werde, gibt Dieter Nuhr eine klare Antwort: „Wenn der lächerliche Personenkult abebbt. Früher war es im Kabarett üblich, an Denkmälern zu sägen. Was ich, als ich anfing, nicht wusste, war: Das galt nur für die Denkmäler der anderen…“

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