The Snappening: 200.000 Nackt-Fotos gehackt; Minderjährige werden zu Opfern

Epoch Times12. Oktober 2014 Aktualisiert: 29. März 2016 14:12

Hacker erbeuteten von Snapchat Zehntausende Fotos. Viele dieser Bilder wurden bereits auf 4Chan und anderen Webseiten veröffentlicht. Auf 4Chan heißt es, dass die Hacker mittels SnapSave, einer mit Snapchat in Verindung stehenden App, an die Fotos gelangt wären. Diese App erlaubt es den Nutzern die empfangenen Bilder für einen längeren Zeitraum zu speichern als dies in der Regel möglich ist.

SnapSave "speicherte jedes einzelne Foto und jede Videodatei über Jahre hinweg. Dadurch entstand eine 13GB große Bibliothek auf die sich die Hacker nun Zugriff verschafften. Die Nutzer von Snapchat dachten, dass die Fotos und Videos, die nun online verbreitet werden, längst gelöscht waren," heißt es auf dem Blog "Business Insider."

Der Entwickler der SnapSave-Anwendung, Georgie Casey, sagte BI, seine App habe mit dem Hackingangriff nichts zu tun. "Unsere App hat nie Nutzernamen und Passwörter ausgelesen." Ein anonymer Foto Händler behauptet jedoch auf 4Chan, dass dieses Leak tatsächlich durch die SnapSave-App verursacht wurde. 

"Das Service funktionierte als Web-Client für die Snapchat-App. SnapSaved erlaubt es den Benutzern, Fotos und Videos zu empfangen und diese online zu speichern. Was die Nutzer aber nicht wussten, war, dass die Webseite alle Daten die jemals auf ihr veröffentlicht wurden eingesammelt hatte," so BI. 

Durch den Hack wurden nun Zehntausende Bilder veröffentlicht, bei denen die Nutzer dachten, dass diese schon lange gelöscht waren. Die Fotos werden auf 4Chan und anderen Webseiten wie Viral Pop in Umlauf gebracht. Hacker diskutierten über die Bilder auf 4Chan und sagten, dass in Kürze rund 200.000 Bilder veröffentlicht werden. 

Ein Hacker meinte, dass es viele Nacktbilder unter den geleakten Fotos geben wird. "Es gibt eine Menge Fotos von Geschlechtsorganen," sagte einer. "Nur eine Warnung." 

Dieser Hack wird von den 4Chan-Usern "The Snappening" genannt. Die Idee zu diesem Namen kommt von "The Fappening", einem Hacker-Angriff auf die Apple iCloud-Dienste verschiedener Prominenter aus dem bereits Tausende intime Bilder im Netz veröffentlicht wurden. 

Was ist Snapchat?

Die Snapchat-App ist eine App die es Nutzern ermöglicht Bilder und Videos zu versenden und schnell wieder zu löschen. Der Absender bestimmt wie lange das Bild oder das Video dem Empfänger zur Verfügung steht. Die Daten werden in der Regel von 1 bis 10 Sekunden gespeichert. 

Es gibt jedoch verschiedene Apps, wie SnapSaved, die es dem Empfänger ermöglichen die gesendeten Dateien länger zu speichern, als dem vom Absender bestimmten Zeitrahmen. Dies führte dazu, dass eine große Datenbank enstand, die nun gehackt wurde.  

Intime Bilder von Minderjährigen veröffentlicht 

Der britische Daily Mirror stellte fest, dass auf den veröffentlichten Bildern auch zehnjährige Kinder zu sehen sind. "Die Hälfte der Snapchat-Nutzer sind zwischen 13 und 17 Jahre alt. Es wird befürchtet, dass Zehntausende Bilder von minderjährigen Kindern aus Großbritannien im Netz auftauchen werden. Diese Kinder wurden meist dazu gemobbt Nacktfotos von sich selbst zu versenden", heißt es. 

Die National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC) stellte fest, dass mehr als 40 Prozent junger Kinder Bilder sexueller Natur über Snapchat austauschen. "Schulmädchen in Großbritannien werden vermehrt zu Opfern einer Verrücktheit die ‚Pornos auf Bestellung‘ gennant wird. Sie werden dazu veranlasst erniedrigende Selfies von sich zu versenden", so NSPCC. 

Nachdem über den Hacker-Angriff berichtet wurde, veröffentlichte Snapchat eine Erklärung in der sich das Unternehmen der Verantwortung der geleakten Bilder entzieht. 

Withers schrieb: "Für diejenigen, die Interesse daran haben, dass ihre Daten sicher sind, gibt es eine Faustregel. Wenn Sie nicht möchten, dass ein Bild von Ihnen online erscheint und von jemanden gesehen wird, dann laden Sie KEINE Bilder auf die verschiedenen Cloud-Services, oder Apps. Diese sind nicht sicher und können Ihre Privatsphäre nicht gewährleisten."

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