Gamer spielt Grand Theft AutoFoto: Cate Gillon/Getty Images

„Verwirrter“ Grand Theft Auto-Gamer wählt Notruf und meldet Schießerei

Epoch Times21. Dezember 2014 Aktualisiert: 21. Dezember 2014 15:51

Nach einer exzessiven Grand Theft Auto (GTA)-Spielesession tätigte David Helens einen bizarren Notruf. Der 25-Jährige wählte verzweifelt 999, um eine Schießerei in seinem Haus zu melden. 

Nun steht der "verwirrte" Gamer vor Gericht. 

GTA ist eine Computerspielserie, die Action-, Rennspiel- und Third-Person-Shooter-Elemente enthält. Die Grand Theft Auto-Reihe weist eine vergleichbare Handlung auf, bei der meist ein männlicher Protagonist mit einer kriminellen Vorgeschichte in einer amerikanischen Großstadt eine Verbrecherkarriere anstrebt. Dazu kann er Aufträge mit unterschiedlicher Komplexität und Schwierigkeit annehmen, deren Erfüllung zu weiteren Kontakten auf höheren Ebenen der Verbrecherhierarchie führt. 

Aufgrund der in der Serie dargestellten kriminellen und teilweise gewalttätigen Handlungen, sowie der häufig klischeehaften Darstellung ethnischer Gruppierungen, stehen die Spiele des Öfteren in der Kritik.

Nachdem sich Helens intensiv mit dem Action-Spiel beschäftigt hatte, tätigte er den Notruf und sagte zu der Frau am anderen Ende des Telefons, dass "Max" eine schlimme Schusswunde in der Brust hätte und dieser langsam sein Bewusstsein verlieren würde. Helens sagte weiter, dass Max sehr viel Blut verlieren würde und er wahrscheinlich schon tot sei, berichtet der britische Mirror. 

Da der Notruf komplett erfunden war, wurde Helens angezeigt und vor Gericht gestellt. Ihm wurde auch vorgeworfen, einen Überfall auf seine Person inszeniert zu haben. Helens täuschte vor, dass jemand in seiner Nähe mit ihm schreien und ihn überfallen würde.  

Nach seinem dramatischen Anruf wurden umgehend zwei Krankenwagen zu seinem Haus geschickt. Am Wohnort des verwirrten Gamers angekommen, stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Anruf reine Fantasie und lediglich Szenen aus dem Videospiel waren. 

Helens wurde festgenommen. Er gab zu, das Spiel kurz vor seinem Anruf gespielt zu haben. 

Der Staatsanwalt, Christopher Rose, sagte: "Das Gespräch dauerte etwa 12 Minuten. 

"Der Anrufer sagte, er wäre mit einem andere Mann namens Max bei einer Adresse, und Max hätte eine Schussverletzung an der Brust. Er gab an, dass Max das Bewusstsein verloren hatte und schlimm blutete. 

"Ein Krankenwagen wurde ausgesendet. Kurz darauf sagte Helens, dass der Mann aufgehört hatte zu atmen, und er bereits tot sein könnte. Die Einsatzkräfte vermuteten einen möglichen Herzstillstand und ein weiterer Krankenwagen wurde ausgeschickt."

Der Anwalt fügte hinzu: "Der Angeklagte sagte, dass er danach selbst, von einer dritten Person, überfallen worden wäre. Er täuschte Schreie und einen Überfall vor. Die Frau aus dem North East Ambulance Service (NEAS) die den Anruf entgegennahm, sagte, dass sie sehr besorgt um seine Sicherheit, ebenso wie um die von "Max" gewesen wäre."

Vor Gericht gab Helens zu, den Notruf am 8. November getätigt zu haben. Er wurde zu 12-monatigem Gemeinschaftsdienst verurteilt.

Laura Johnson verteidigte ihren Mandanten, und sagte: "Herr Helens hat erhebliche gesundheitliche Mängel. Am linken Ohr ist er taub, und auf dem linken Auge teilweise blind. Er hat auch Probleme beim Sprechen."

Ein Sprecher des NEAS sagte: "Wir begrüßen das Ergebnis der Gerichtsverfahren. Der Anruf dauerte 12 Minuten. Es führte dazu, dass wir zwei Krankenwagen aussendeten, die wir für echte Notfälle gebraucht hätten. Ich hoffe, es ist ein klare Botschaft und auch eine Warnung für andere, die vorhaben unsere Dienstleistungen zu missbrauchen oder unser Personal zu schikanieren."

Neben dem Sozialdienst muss Helens auch noch eine Geldstrafe von insgesamt 140 Dollar verrichten. (so) 

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