Schmuck mit Geschichte: Millionenschwere Juwelen bei Christie’s

Von 27. April 2010 Aktualisiert: 27. April 2010 11:45

Das Unbezahlbare wurde verkauft. Der Höhepunkt bei Christie’s ersten großen Juwelenverkauf 2010 am 22. April in New York waren aristokratisch: „Zwei legendäre Edelsteine, die in der Öffentlichkeit seit Dekaden nicht mehr gesehen wurden: Der Kaiser Maximilian Diamant mit 39.55 Karat. Und die Smaragd- und Diamantenbrosche von Katharina die Große – versehen mit einem kolumbianischen Smaragden von über 60 Karat,“ beschrieb Rahul Kadakia, Leiter des Schmucks bei Christie’s New York die beiden Top-Angebote.

„Neben ihrer außerordentlichen Seltenheit, tragen diese großen Steine eine faszinierende Geschichte und Besonderheit mit sich, was sie wirklich unbezahlbar in der Welt des feinen Schmucks macht.“ Beide Stücke wurden auf jeweils bis zu 1,5 Millionen Dollar geschätzt.

Der Kaiser Maximilian Diamant

Der Erzherzog Maximilian erwarb den Stein 1860 bevor er auf Drängen Napoleons zum Kaiser Mexikos ernannt wurde. 1866 zog Napoleon die Unterstützung für Maximilian auf Druck der USA zurück, worauf hin die republikanische Kräfte den jungen Kaiser gefangen nahmen, ihn des Kriegsverbrechens beschuldigten und vor das Schießkommando stellten. Die Legende besagt, Maximilian trug den Diamanten bei seiner Hinrichtung in einem kleinen Beutel um seinen Hals. Für 1,762,500 Dollar wurde der Kaiser Maximilian Diamant dem neuen Besitzer übergeben.

Smaragd- und Diamantbrosche der Katharina die Große

Die Smaragd- und Diamantbrosche der Katharina die Große wurde lange für den auffallendsten Juwel der Welt gehalten. Das Zentrum der Brosche enthält einen sechskantigen kolumbianischen Smaragd von außergewöhnlicher Qualität und einem Gewicht von 60 bis 70 Karat. Zur imperialer Eleganz passend, ist der Smaragd in einer Reihe von Rosen und Altschliff-Diamanten eingebettet und in Silber überzogenem Gold eingefasst.

Dieser kaiserliche Edelstein gehörte ursprünglich Katharina der Großen von Russland, die den russischen Thron 1762 bestieg. 1776 übergab Katharina die Brosche als ein Hochzeitsgeschenk an Sophie Dorothea, Prinzessin von Württemberg, zum Anlass ihrer Heirat mit Katharinas Sohn und Thronfolger Zar Paul I. Sie wurde später an die Nachfolger der Prinzessin weitergereicht und blieb im Besitz des noblen Hauses von Hohenzollern für die nächsten drei Generationen. 1972 wurde die Brosche an einen privaten amerikanischen Käufer verkauft, dessen Nachlass nun dieses historische Juwel das erste Mal in fast 40 Jahren zur Auktion anbot. Für 1.650.000 Dollar wurde das edle Geschmeide nun bei Christie’s verkauft.

Originalartikel auf Englisch: Jewels Worth Millions Up for Auction at Christie’s

Foto: Christies
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