Ich kann’s nicht fassen, nicht glauben – Von Adelbert von Chamisso

Von 5. Juli 2020 Aktualisiert: 5. Juli 2020 22:27
Aus der Reihe Epoch Times Poesie - Gedichte und Poesie für Liebhaber

Ich kann’s nicht fassen, nicht glauben

Ich kann’s nicht fassen, nicht glauben,
Es hat ein Traum mich berückt;
Wie hätt er doch unter allen
Mich Arme erhöht und beglückt?

Mir war’s, er habe gesprochen:
»Ich bin auf ewig dein,«
Mir war’s – ich träume noch immer,
Es kann ja nimmer so sein.

O laß im Traume mich sterben,
Gewieget an seiner Brust,
Den seligsten Tod mich schlürfen
In Tränen unendlicher Lust.

Adelbert von Chamisso  (1781 – 1838)

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