Ich bette mich in’s weiche Moos, ich träume in des Waldes Schoß.Foto: iStock

Süße Gottes-Trunkenheit – Von Wilhelm Arent

Von 28. Juli 2021 Aktualisiert: 28. Juli 2021 22:40
Aus der Reihe Epoch Times Poesie - Gedichte und Poesie für Liebhaber

Süße Gottes-Trunkenheit

Vorüber ist der Graus der Nacht,

Gebrochen ist des Sturmes Macht.
Wie weht die Morgenluft so lau!
Wie glitzert licht die grüne Au!

Ein jeder Bach, ein jeder Rain
Lockt weiter in die Welt hinein.
Ich bette mich in’s weiche Moos,
Ich träume in des Waldes Schoß.

Rings duftet der Wachholderdorn,
Vor meinen Augen wogt das Korn,
Die Lerche jubilirt im Blau –
Nur sonniges Glück, wohin ich schau‘.

In süßer Gottes-Trunkenheit
Dehnt sich die Seele frei und weit,
Sie möchte untertauchen ganz
In all‘ dem Duft, in all‘ dem Glanz.

Wilhelm Arent  (1864 – 1913)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion