Dr. Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), mitten im Fanleben. (Steffen Andritzke/ETD)

Private „La Ola“ mit Dr. Theo Zwanziger

Von 30. März 2008 Aktualisiert: 30. März 2008 23:30
Borussia-Fan: „Hey, Theo, bist du das wirklich?“

Mönchengladbach. So ganz privat ist Dr. Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB) eigentlich nie. Schon gar nicht wenn es ihn zum Fußball zieht. So wie am Sonntag, den 30. März, als er sich das Spiel von Borussia Mönchengladbach gegen TuS Koblenz anschaute. Ein Blitzbesuch war es und wurde von den anwesenden Presseleuten im Stadion kaum bis gar nicht bemerkt. Um so größer war das „Hallo“ bei den Borussenfans, denen Dr. Zwanziger vor dem Spiel einen Besuch in ihrem Fanhaus abstattete. Den Fanbeauftragten ebenso wie den Fans tat es wohl zu sehen, dass es Entscheidungsträger gibt, die sich wirklich an der Basis selbst noch ein Bild über die nicht immer nur leichte Fanarbeit machen. Erst verdutzt und ungläubig und dann erfreut könnte man die Reaktionen der Borussenfans nennen, die nicht schlecht staunten, als auf einmal der Präsident des DFB höchst selbst neben ihnen stand als wäre so etwas das Normalste und Alltäglichste auf der Welt.

„Hey, Theo, bist du das wirklich“ rief ein hochgewachsener, kräftiger junger Mann als er gerade vom Tresen kommend zurück an seinen Tisch wollte und die hereinkommenden Herren sah. Manchem wird wohl der Umgangston der Borussenfans gegenüber Dr. Zwanziger etwas rustikal erscheinen – ehrlich und herzlich war er allemal. „Das ist aber schön das du auch mal zu uns kommst – wir dachten schon wir Fans interessieren euch da oben beim DFB überhaupt nicht“, sagte ein anderer und schon begann das große Schulterklopfen. Interessiert ließ sich Dr. Zwanziger vom Vorsitzenden des Mönchengladbacher Fan Projektes Thomas Ludwig und dem Fanbeauftragten ThomasWeinmann durch die Räume des Fanhauses führen, das die Borussenfans in vielen tausenden Stunden selbst um- und ausgebaut haben. Dies wurde immer wieder durch Händeschütteln und kurze Fragen der Fans unterbrochen. Besonders gewünscht waren Erinnerungsfotos, die Dr. Zwanziger gern mit sich aufnehmen ließ. „Theo, komm doch mal vor dem Spiel vor unsere Kurve – da könnten wir mit dir zusammen mal eine La Ola-Welle machen“ sagte ein Fan. Das ging Dr. Zwanziger, der eine kleine Sympathie für Borussia Mönchengladbach aufgrund der erfolgreichen früheren Jahre nicht verbergen kann, dann doch etwas zu weit: „Da muss ich leider passen. Ich denke, dass ich als Präsident des DFB auch eine Verpflichtung allen Vereinen gegenüber habe und darauf achten muss, dass nicht der Eindruck entsteht, ich würde besonders hinter einer Mannschaft stehen oder einen Verein bevorzugt behandeln. Tut mir leid, das geht nicht“.

Als der Tross um Dr. Zwanziger nach einer knappen Stunde dann wieder in Richtung Stadion aufbrach, blitzte doch noch einmal der Humor des DFB Präsidenten auf: „Theo,“ rief ein Gladbacher, indem er zeitgleich mit seinem Bierglas eine anerkennende „Prosit-Geste“ in die Richtung Dr. Zwanzigers machte „Theo, das du dich überhaupt hier her zu uns getraut hast“ und Dr. Zwanziger erwiderte schmunzelnd: „ ja, ja und wie du siehst, lebe ich sogar noch….“



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