Abenteurer Thor Heyerdahl und seine Pazifik-Überquerung mit der „Kon-Tiki“

Epoch Times12. Juli 2020 Aktualisiert: 12. Juli 2020 16:43
Thor Heyerdahl war einer der großen Entdecker. Der Norweger war sicher, dass die Menschen schon im Altertum die großen Meere überqueren konnten. Um das zu beweisen, segelte er vor 50 Jahren in einem Papyrusboot über den Atlantik.

„Grenzen? Habe ich noch nie gesehen. Aber ich habe gehört, dass sie existieren, in den Gedanken einiger Menschen.“ Diese Sätze des 1914 geborenen Zoologen, Ethnologen, Archäologen und Entdeckers Thor Heyerdahl sagen viel über ihn aus.

Der Norweger hatte seine eigenen Vorstellungen von der Entwicklung der Kulturen und ließ sich nicht davon abhalten, dass die etablierte Wissenschaft seine Unternehmungen für reine Selbstmordaktionen hielten.

1947 überquerte Heyerdahl mit einem Floß aus Balsaholz den Pazifik, um zu beweisen, dass bereits die Indianer Südamerikas vor 1.500 Jahren diese Strecke zurücklegen konnten. Das Abenteuer mit der „Kon-Tiki“ machte ihn weltberühmt – doch obwohl er erfolgreich war, stieß seine Theorie über die Besiedlung Polynesiens von Südamerika aus in der Fachwelt auf Ablehnung.

Erstes Aufeinandertreffen von Polynesiern und Amerikanern vermutlich zwischen 1150 und 1230

Nun berichten Forscher im Fachmagazin „Nature“, dass amerikanische Ureinwohner Polynesien wohl tatsächlich schon in vorkolumbianischer Zeit erreichten. Genetische Analysen sprechen demnach dafür, dass es schon mehr als fünf Jahrhunderte vor der Ankunft der Europäer Kontakt zwischen dem amerikanischen Kontinent und dem östlichen Polynesien gab. Das erste Aufeinandertreffen von Polynesiern und Amerikanern sei vermutlich zwischen 1150 und 1230 erfolgt.

Die Reise mit der „Kon-Tiki“ blieb nicht das einzige Abenteuer Heyerdahls. Im Mai 1970 segelte der kühne Norweger in einem Boot aus Papyrus, der „Ra II“, von Marokko bis zum karibischen Inselstaat Barbados. 57 Tage später, am 12. Juli 1970, erreichte die achtköpfige Mannschaft dessen Hauptstadt Bridgetown. Der erfolgreiche Abschluss des Unterfangens – das erst im zweiten Anlauf gelang – ist damit 50 Jahre her.

Thor Heyerdahl war überzeugt, dass Menschen aus Kulturen des Altertums die Ozeane überqueren konnten

„Thor Heyerdahl war überzeugt davon, dass Menschen aus Kulturen des Altertums die Ozeane überqueren konnten“, erklärt Heyerdahl-Experte Halfdan Tangen jr., der 16 Jahre lang im Osloer Kon-Tiki-Museum gearbeitet hat. „Und er hatte die finanziellen Mittel dafür, solche abenteuerlichen Experimente durchzuführen.“

Heyerdahl glaubte nicht, dass sich die Menschen auf den Kontinenten unabhängig voneinander entwickelten. Die frühen Kulturen in Ägypten und Peru wiesen viele Gemeinsamkeiten auf. Beide bauten Pyramiden, beteten die Sonne an, beherrschten die Schreibkunst und segelten in Schilfbooten.

Heyerdahl war sicher, dass die beiden Kulturen in Kontakt miteinander waren. Mit der Kon-Tiki-Expedition hatte er bewiesen, dass es möglich war, den Pazifik mit einem Balsafloß zu überqueren. Nun wollte er beweisen, dass es schon früh möglich war, den 6.000 Kilometer breiten Atlantik zu überqueren: in primitiven Booten aus Gräsern.

Bauanleitung für Boote aus Papyrus fand Heyerdahl an den Wänden von Pharaonengräbern

An den Wänden von Pharaonengräbern im Tal der Könige in Ägypten fand Heyerdahl die Bauanleitung für Boote aus Papyrus. Er heuerte traditionelle Schiffsbauer aus dem Tschad an und ließ sein nach dem Sonnengott Ra benanntes Boot vor der Kulisse der Cheops-Pyramide von Gizeh errichten, was Journalisten aus der ganzen Welt anlockte. Am 25. Mai 1969 stach die „Ra“ in Safi in Marokko in See.

Die Mannschaft an Bord kam aus sieben Ländern. „Heyerdahl wollte beweisen, dass wir Menschen unabhängig von Religion, Politik und Kultur zusammenarbeiten können, wenn wir ein gemeinsames Ziel haben“, erklärt Tangen. Außerdem leistete ein kleiner Affe den Männern Gesellschaft.

Mannschaft musste mit Motorboot vor Barbados gerettet werden

Doch die Reise war kein Zuckerschlecken. Das Ruder brach, das Segel riss und nach und nach lösten sich Teile des Rumpfs. Nach 50 Tagen drohte das Schiff zu sinken und die Mannschaft musste mit einem Motorboot vom nur 650 Kilometer entfernten Barbados gerettet werden.

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Aber Heyerdahl gab nicht auf. Er sah ein, dass die Konstruktion Fehler hatte und bat Aymara-Indianer vom Titicaca-See in Peru um Hilfe, um ein neues Boot zu bauen. Am 17. Mai 1970 verließ die „Ra II“ den Hafen von Safi, mit fast derselben Mannschaft.

Bei der zweiten Ra-Expedition nahm Heyerdahl einen japanischen Kameramann mit an Bord, der die Reise dokumentierte. Außerdem überredete er einen völlig seeunerfahrenen Hotelangestellten in Marokko, der die Aufgabe bekam, unterwegs Ölreste zu kartieren.

Denn Heyerdahl war immer mehr zum Umweltaktivisten geworden. Bei der ersten Ra-Reise hatte die Mannschaft große Mengen an Ölklumpen im Meer gefunden und die Vereinten Nationen darüber informiert. Es stellte sich heraus, dass Tankschiffe ihre Tanks in der See reinigten. Unter anderem Heyerdahls Engagement führte schließlich dazu, dass das Ablassen von Öl ins Meer 1972 weltweit verboten wurde.

Zweiter Anlauf über den Atlantik war ein Erfolg

Der zweite Anlauf über den Atlantik war ein Erfolg und die Mannschaft wurde jubelnd im Hafen von Bridgetown empfangen. Heyerdahl hatte bewiesen, dass es den alten Ägyptern möglich war, den Atlantik zu überqueren. Ob sie es tatsächlich taten, weiß man nicht.

Gezeigt hatte Heyerdahl jedenfalls abermals, dass die Meere schon früh keine unüberwindlichen Grenzen waren, die die Menschen daran hinderten, andere Länder zu entdecken. „Heyerdahl stand wieder einmal wie ein Held da“, sagt Tangen, der den charismatischen Entdecker selbst kennengelernt hat. „Er hatte einen große Glauben an sich selbst und ließ sich nicht von seinen Vorhaben abbringen.“ 2002 starb der Norweger. (dpa)

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Die Anhänger der Theorie des „menschengemachten Klimawandels“ behaupten, dass diese Schlussfolgerung durch wissenschaftlichen Konsens erreicht wurde oder bereits wissenschaftlich abgesichert ist – doch dem ist nicht so. Für einige Umweltschützer gelten Menschen, die diese Schlussfolgerung ablehnen, nicht nur als wissenschaftsfeindlich, sondern auch als Anti-Humanisten. Der Physiker Michael Griffin, ein ehemaliger NASA-Administrator, sagte in einem Interview mit National Public Radio (NPR) im Jahr 2007:

Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Globalisierung – dass ein Trend zur globalen Erwärmung besteht. Ich bin mir nicht sicher, ob es berechtigt ist zu sagen, dass es ein Problem ist, mit dem wir ringen müssen. Wenn man davon ausgeht, dass es ein Problem ist, geht man davon aus, dass der Zustand des Erdklimas heute das optimale Klima ist, das beste Klima, das wir haben oder jemals hatten, und dass wir Maßnahmen ergreifen müssen, um sicherzustellen, dass es sich nicht ändert.

Vor allem glaube ich nicht, dass es in der Macht der Menschen liegt, dafür zu sorgen, dass sich das Klima nicht ändert, wie die Millionen Jahre Geschichte gezeigt haben, und zweitens möchte ich wohl fragen, welchen Menschen – wo und wann – das Privileg gewährt werden soll, zu entscheiden, dass dieses besondere Klima, das wir heute hier haben, im Moment das beste Klima für alle übrigen Menschen ist. Ich denke, das ist eine ziemlich arrogante Position, die die Leute einnehmen wollen.

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