Nach Schusswaffen-Massakern und Trump-Kritik: Hollywood streicht Film „The Hunt“ über Menschenjagd

Von und 11. August 2019 Aktualisiert: 12. August 2019 10:46
Der für September geplante Film „The Hunt“, in dem „Liberale Eliten“ Jagd auf „Deplorables“ machen, wurde bis auf weiteres gestrichen. Dies verlautete Universal Pictures auf in einem offiziellen Statement. Präsident Trump hatte den Film zuvor vorgeworfen „Öl ins Feuer gießen zu wollen und Chaos auszulösen“.

Universal Pictures streicht die Veröffentlichung des Films „The Hunt“ endgültig, nachdem das Unternehmen zuvor bereits die Bewerbung des Filmes nach den kürzlichen Amokläufen in Ohio und Texas eingestellt haben.

In dem offiziellen Statement von Universal Pictures heißt es, dass „die Pläne den Film zu veröffentlichen nach sorgfältiger Überlegung gestrichen seien“.

Wir stehen hinter unseren Filmemachern und werden weiterhin Filme mit mutigen und visionären Künstlern machen, so wie mit jenen die für diesen satirischen Sozialthriller verantwortlich waren. Aber wir verstehen, dass jetzt nicht die richtige Zeit für die Veröffentlichung dieses Filmes ist.“

Die Handlung des Filmes

Im Film organisiert sich eine Gruppe von „liberalen Eliten“ im „Darknet“, um Menschen als Sport zu jagen und zu töten. Eine der gejagten Menschen, Crystal (gespielt von Betty Gilpin), weiß aber mehr über diese Jagd als die Jäger selbst und versucht den Spieß umzudrehen und zur mysteriösen Drahtzieherin (gespielt von Hilary Swank) vorzudringen.

Die entführten und gejagten Menschen werden als „Deplorables“ bezeichnet. Dieser Ausdruck heißt wörtlich „Bedauerliche“. Hillary Clinton brachte diesen Ausdruck im Wahlkampf 2016 in den Umlauf, als sie auf einer Veranstaltung den Teil der überzeugten Trump-Anhänger den „Korb der Bedauerlichen“ zuordnete. Seither wird das Wort „Deplorables“ in den USA umgangssprachlich für überzeugte Trump-Unterstützer verwendet.

Aufschreie in sozialen Medien über den Trailer

Viele Internet-Nutzer reagierten bereits im Vorfeld entsetzt auf den brutalen Trailer. „Das Problem sind nicht die Waffen. Das Problem ist das Schüren von Hass“, schrieb ein Facebook-Nutzer. Einer schrieb auf Twitter, dass der Film als „satirischer Sozialthriller“ eingestuft wurde.

Das ist eine tragische Anstiftung zu Gewalt und keine Satire“,

Ein Twitter-Nutzer warf die sarkastische Frage in den Raum: „Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher ob Hollywood den Amerikanern signalisieren will, dass die liberalen Amerikaner ihre politischen Gegner ermorden wollen oder sollten in dem kommenden Wahljahr…“

Trump: „Film um Chaos zu schüren“

Präsident Donald Trump erhob via Twitter schwere Vorwürfe gegen Hollywood.

Am 9. August schrieb er: „Das liberale Hollywood ist hochgradig rassistisch und erfüllt von Wut und Hass. Sie nennen sich selbst ‚Elite‘, aber sie sind keine Elite. Genau genommen sind oft die Menschen, die sie so stark ablehnen, die eigentliche ‚Elite'“.

Obwohl er den Film „The Hunt“ nicht wörtlich erwähnt, scheinen die Tweets sich auch auf den Film zu beziehen.

Weiter verlautete Trump:

Der geplante Film ist dazu gemacht worden Chaos zu verursachen. Sie erschaffen ihre eigene Gewalt und versuchen dann anderen die Schuld dafür zu geben. Sie sind die wahren Rassisten und sehr schlecht für unser Land.“

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