Diverse Wildkräuter in einer Schüssel
Wildkräuter: Gesund statt lästig.Foto: iStock

Unkraut auf dem Teller: Essbare Wildkräuter

Epoch Times29. April 2021 Aktualisiert: 29. April 2021 18:34

Die befriedigendste Methode von Unkrautbekämpfung ist wohl, die ungebetenen Gäste einfach aufzuessen. Im Ernst: Vieles, was wir heute als Unkraut verteufeln, war in früheren Zeiten Teil des täglichen Speiseplans. Einiges wurde in den letzten Jahren wiederentdeckt und hat dann gleich zu einem „Meine Güte, wie konnten wir das nur vergessen“-Hype geführt. Bestes Beispiel: Bärlauch. In der Saison kann man ja schon froh sein, wenn man eine Grillwurst mal ohne bekommt!

Aber auch Blümchen, die extra im Garten angebaut werden – wie Veilchen und Stiefmütterchen – machen sich gut auf dem Teller. Bei Frag Mutti erfahren Sie Wissenswertes über essbare Blumen und die Gesichter des Frühlings.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen leckere Wildkräuter, die viele vielleicht zunächst als Unkraut ansehen würden. Dabei sind sie gesund und bringen Vielfalt in die Küche.

Giersch

Der Doldenblütler wird auch Dreiblatt oder Geißblatt genannt. Wer einmal Giersch im Garten hat, hat ihn immer, da er unterirdische Ausläufer bildet. Unverkennbar sind sein dreikantiger Stiel und die dreigeteilten Blätter. Nicht verfluchen, essen: Er hat bis zu dreizehnmal mehr Mineralstoffe und doppelt so viel Eiweiß wie „Superfood“ Grünkohl! Am besten schmecken die jungen Blätter, die man vom frühen Frühling bis spät in den Herbst findet. Giersch behandelt man wie Spinat: Man kann ihn blanchieren, dünsten, Quiches damit machen oder roh im Salat verspeisen.

Vogelmiere

Auch die Vogelmiere ist ein wunderbarer Spinatersatz. Das weißblühende Kraut, das ganze Bodenflächen innerhalb kürzester Zeit bedeckt, breitet sich kriechend aus. Man könnte sie unter Umständen mit dem giftigen, aber rotblühenden Acker-Gauchheil oder mit anderen Mieren, vor allem der Sternmiere, verwechseln. Wenn sich beim Auseinanderziehen des Stängels ein dehnfähiger Faden zeigt, hat man Vogelmiere.

Melde

Es gibt zwei unterschiedliche Pflanzen, die beide Melde genannt werden: Die Ackermelde, auch Weißer Gänsefuß genannt, ist eine sogenannte Pionierpflanze, die begeistert Brachen in Beschlag belegt. Sie ist einjährig, wird bis zu 1,5 m hoch und wird in ihren Heimatländern Indien und China kultiviert. Die Gartenmelde wird auch bei uns angebaut und wird bis zu einem Meter hoch. Beide kann man essen; am besten die jungen Blätter. Die Melde war früher fester Bestandteil des Speisezettels und wurde erst vom aus Spanien eingeführten Spinat verdrängt.

Brennnesseln

Auch Brennnesseln kann man wie Spinat behandeln, allerdings sollte man bei der Ernte der jungen Blätter Vorsicht walten lassen. Handschuhe sind angebracht. Werden Brennnesseln blanchiert, verliert sich das Brennen. Wunderbar frisch und gerade im Frühjahr ein Gedicht ist ein Risotto mit Brennnesseln. Dazu braucht man eine gute Handvoll junge Brennnesselblätter, die man ganz kurz blanchiert und klein hackt. Dann macht man ein klassisches Risotto und gibt am Ende die Blätter dazu. Das funktioniert ebenfalls mit Giersch, Löwenzahn, Melde und Vogelmiere.

Löwenzahn

Das klingt nach Sterneküche: Salat von jungem Löwenzahn mit seinen Blüten. Die zarten jungen Blätter sind als Salat tatsächlich sehr lecker; die Blüten kann man ebenfalls essen. Allerdings sollte man den Kelch entfernen, da dieser recht bitter ist.

Gänseblümchen

Gänseblümchen sehen nicht nur hübsch aus. Blätter und Blüten sind essbar und eine raffinierte Zutat im Salat. Die unreifen Knospen kann man wie Kapern salzig-sauer einlegen.

Gundermann

Der kleine Gundermann mit seinen rund-herzförmigen Blättchen kriecht die Erde entlang, auch gern im Rasen. Erst zur Blüte stellt sich der Stängel auf und die blauvioletten Blüten ragen keck aus dem Grün. Gundermann nennt man auch Soldatenpetersilie – er hat ein kräftiges Aroma, das sich auch wunderbar für ein Wildkräuterpesto eignet.


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