Ängste sind meist schlechte Ratgeber

Epoch Times24. November 2017 Aktualisiert: 24. November 2017 16:40
Ängste waren in alten Zeiten eine Garantie, um in der Natur überhaupt überleben zu können, doch die Ängste von heute sind meist mehr psychischer Natur und oft nicht messbar. Über Jahre hinweg verschleppt, können sie schwere Krankheiten auslösen. Hier beschreiben wir für Sie einfache Lösungen.

Angst lähmt einen. Angst sollte unter allen Umständen vermieden werden. So die gängige Meinung. Aber was wäre, wenn wir Angst als eine Energie nutzen könnten, um Hindernisse und schwierige Situation zu überwinden? Diese Energie könnte uns vielleicht sogar letztendlich beflügeln. Wir würden uns diesem lähmendem Gefühl der Angst stellen und wären in der Lage, ganz anders mit Zurückweisungen, Versagensängsten und Ablehnungen umzugehen.

Angst war in alten Zeiten eine Garantie um überhaupt zu überleben. Wir mussten in der Lage sein, vor Gefahren wegzulaufen, wie z. B. vor wilden Tieren. Das war sehr nützlich.

Heutzutage sind wir normalerweise nicht mehr körperlicher Gefahren ausgesetzt. Nichtsdestotrotz empfinden wir Angst und sind heute oft nicht in der Lage einfach wegzulaufen. Das Stresshormon Cortisol wird nicht abgebaut und lagert sich in der Leber ein. Das führt zu extremen Stoffwechselstörungen, Schlaflosigkeit und kann oft der Anfang vieler Krankheiten sein.

Die Ängste von heute sind zumeist mehr psychischer Natur. Diese sind oft nicht messbar und können über Jahre hinweg verschleppt schwere Krankheiten auslösen. Hier einige typische Angstsymptome, die jeder von uns kennt.

1. Angst vor dem Scheitern

2. Angst, nicht zu genügen

3. Angst vor Ablehnung

4. Angst, nicht vorbereitet zu sein

5. Angst, betrogen zu werden

6. Angst vor Spott und Hohn

All diese Angstformen betreffen jede Generation. Jeder kennt das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Wenn wir nicht gut genug sind, könnten wir scheitern, abgelehnt, lächerlich gemacht oder als Versager bezeichnet werden. Unsere tiefste und häufigste Angst ist, dass wir versagen können. Das ist keine real physische Gefahr; das ist alles Teil unseres Innenlebens geworden.

Angst ist also nicht länger ein begrenztes Signal, vor dem wir weglaufen können, sondern wir müssen lernen, diese Angst zu überwinden.

Mauern der Angst bezwingen

Wann immer wir Angst empfinden, bedeutet das, dass wir gegen eine Wand stoßen. Auf der anderen Seite der Mauer ist aber eine neue Freiheit. Das ist eine Freiheit, die wir uns wünschen, und es ist richtig und gesund, diese Freiheit auch zu wollen.

Aber wenn wir gegen diese Angst und das Unwohlsein ankämpfen, werden wir alle Gefühle nur unterdrücken. Indem wir diese Angst nicht zulassen, bleiben wir nur auf der einen Seite der Mauer; der Seite, auf der wir uns scheinbar wohl fühlen, wo wir wissen, was wir tun und wo die Dinge einfach erscheinen, da wir nur das Vertraute sehen. Wir bleiben aber Gefangene von dieser Mauer der Angst.

Was würde passieren, wenn wir über diese Mauer kletterten? Wir hätten eine neue Freiheit: Wir könnten uns auf sinnvolle Weise mit anderen verbinden, uns dort hinauswagen und das Leben führen, das wir wirklich wollen. Die Welt erforschen, ein Geschäft beginnen oder mit offenem Herzen lieben – alles neue Lebensqualitäten.

Angst ist eine Sorge um die Zukunft, die es aber so noch nicht gibt

Freiheit ist auf der anderen Seite der Angstmauer. Wenn wir also Angst empfinden, ist das eigentlich ein Signal, dass wir auf die Angst zugehen sollten. Es ist eine Gelegenheit für Veränderungen.

Ja, es ist schwierig. Anfangs. Aber es zu vermeiden, funktioniert nicht; etwas nicht wagen, verursacht nur mehr Schwierigkeiten. Stattdessen können wir in uns hineinblicken. Dort sehen und spüren Sie die Angst und Aufruhr, die dort drinne steckt. Sie müssen diese Angst und Aufruhr verarbeiten. Das bedeutet, dass wir uns genau ansehen sollten und erkennen: wie denken wir? Denken wir wieder, dass wir nicht gut genug sind?

Wir sollten lernen, uns selbst zu lieben, und akzeptieren, das wir in Ordnung sind, so wie wir sind. Selbst wenn wir scheitern oder abgelehnt werden. Wir können mutig handeln, egal wie viel Angst wir in dem Moment verspüren.

Handeln im Angesicht der Angst

Wir können achtsam handeln, sogar mit dem Angstgefühl, das in uns steckt. Es geht darum, zu bemerken, dass es Angst gibt, und unsere gewohnheitsmäßige Reaktion zu bemerken. Bleiben Sie bei der Angst und merken Sie, wie es sich anfühlt, als körperliche Empfindung.

Beachten Sie, dass es nicht so schlimm ist, dass auch wenn wir dieses Gefühl der Angst haben, tatsächlich auch in Ordnung sein können. Es sind nur Hormone in unserem Körper, nur eine Energie der Aufregung. Es geht darum zu lernen, sich auch auf die Angst zuzubewegen. Wir könne in dem Moment handeln: ein Buch schreiben, ein Gespräch führen, zu einem gesellschaftlichen Ereignis gehen oder auf die Bühne gehen. Wir können uns voll und ganz auf den Moment einlassen, die Angst in unseren Körpern spüren, aber trotzdem handeln.

Angst ist eine Sorge um die Zukunft, die es so noch nicht gibt. Wenn wir das bemerken, können wir zum gegenwärtigen Moment zurückkehren und zu dem, was hier direkt vor uns liegt. Wir können dafür dankbar sein, lächeln und handeln.

Das erfordert ein bisschen Übung. Probieren Sie es jetzt. Üben Sie es jeden Tag: Gehen Sie auf das zu, was Sie immer wieder ängstigt. Scheuen Sie die Begegnung nicht. Klettern sie über die Wand der Angst und landen Sie auf der anderen Seite!

(Übersetzt und überarbeitet von Jaqueline Roussety)

Quellen: A Guide to Mastering Your Fear

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