Arzt verdreht die Augen über Patientin. Doch das Röntgenbild verschlug ihm die Worte

Epoch Times5. March 2018 Aktualisiert: 5. März 2018 17:14
Als eines Tages eine Frau ins Krankenhaus kam und behauptete, ihr sei ein GPS-Tracker eingepflanzt worden, verdrehte der Arzt nur die Augen. Was sich daraufhin aber offenbarte, ist erschütternd.

Ein Arzt, der ungenannt bleiben möchte, ist chirurgischer Assist, der in der Nähe der psychiatrischen Anstalt des Krankenhauses arbeitete und daher oft auf Patienten traf, die mit seltsamen Behauptungen auf ihn zukamen.

Eines Tages kam eine Frau zu ihm und meinte, dass ihr ein Peilsender eingepflanzt worden sei. Er nahm sie zunächst nicht ernst. Doch später bemerkte er, dass die Frau sehr klar und wach war, so der Arzt später in einem anonymen Interview für Marketplace.

Alle drängten sich um den Monitor, um die Bilder zu sehen

Der Arzt gab eine Röntgenaufnahme in Auftrag und das Team drängte sich um den Computer, um die Bilder zu sehen. Daraufhin verfielen alle in stumme Fassungslosigkeit.

„Es war ein kleiner metallischer Gegenstand in die rechte Seite ihrer Flanke eingebettet, der nur wenig größer war als ein Reiskorn“, sagte er. „Aber es war da. Es war zweifelsfrei dort. Sie hatte einen Peilsender in sich. Und fünf Sekunden lang waren alle still – und in einer viel beschäftigten Notaufnahme sagt das schon etwas aus.“

Jeder hatte von Unternehmen für tragbare Technologien gehört, die mit einbettbarer Technologie experimentieren – aber das war anders.

Die um die 20 Jahre alte Frau wurde Opfer von Menschenhandel und Sexsklaverei und war mit einem RFID-Chip versehen. Dieser war eine kleine Glaskapsel mit einer Leiterplatte im Inneren, die oft bei Haustieren eingesetzt wird. „Es wird benutzt, um Katzen und Hunde zu kennzeichnen“, sagte ihr Arzt.

Es hatte sie jemand wie ein Tier markiert, als wäre sie jemandes Haustier und Eigentum

Die Beamten und das medizinische Personal glauben, dass dieses Ereignis im Jahr 2015 weit davon entfernt war, der erste oder einzige derartige Fall von Menschenhandel zu sein. Immer mehr Fachleute aus der Medizinbranche erkennen nun, dass sie eine einzigartige Rolle bei der Bekämpfung des Menschenhandels spielen können.

Wendy Macias, eine Ärztin in der Massachusetts General Hospital Notaufnahme in Boston, sagt, dass es Ärzte und Krankenschwestern sind, die im Gegensatz zu Strafverfolgungsbehörden, diese privilegierten Momente mit ihren Patienten erhalten – vertraulich und hautnah.

„Ich kann Ihnen garantieren, dass ich mehr Opfern von Menschenhandel untersucht und mit ihnen gesprochen habe, als ich weiß“, erzählte Macias der Webseite Marketplace.

Eine Studie aus dem Jahr 2014 ergab, dass 88 Prozent der sexuell gehandelten Menschen in Notaufnahmen oder Kliniken landen, aber die Menschenhändler oft klug handeln und ihre Opfer häufig an andere Orte bringen – was selbst den wachsamsten Ärzten nur ein kleines Zeitfenster verschafft.

„Ich möchte, dass wir ihnen helfen, wenn sie bei uns sind, denn es könnte das letzte Mal sein, dass sie da sind“, sagte Macias, die sich für ein Bewusstsein in der Branche einsetzt.

Dr. Dale Carrison an der University Medical Center in Las Vegas ist ein weiterer Verfechter.

Es gibt so viele Sci-Fi-Filme, in denen ein Gerät in eine Person gesteckt wird. Und weißt du was? Es ist echt. Es ist tatsächlich passiert“, sagte er.

„Das war ein großer Weckruf für mich persönlich, dass wir uns jetzt auf eine andere Ebene begeben und ich all meinen Kollegen Bescheid sagen muss. Das darf ich nicht vergeigen.“

Aber es ist auch für Opfer von Menschenhandel schwer zu glauben und zu verstehen, dass ihr Arzt eine Quelle der Hilfe sein könnte.

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Jolene Capone kennt diesen Zweifel und die Angst aus erster Hand.

Jolene wuchs damit auf, als Kind aus Pflegeheimen zu flüchten und später aus ihren missbräuchlichen Partnerschaften. Sie wurde schließlich von einem Mann, den sie für vertrauenswürdig hielt, in die Prostitution getrickst. Als sie eines Abends von einem Bekannten zum Trinken ausgeführt wurde, wachte sie am nächsten Morgen ohne jegliche Besitztümer auf. Er hatte ihren Ausweis, ihr Telefon, ihr Geld und bestand darauf, dass sie als „Escort“ arbeiten solle.

Plötzlich hatte sie jegliche Kontrolle über ihr Leben verloren. Manche Menschenhändler locken Opfer an, indem sie sie isolieren, ihnen ein geringes Selbstwertgefühl verschaffen, um dann ihre Verwundbarkeiten ausnutzen. Darrell war im Besitz ihrer Geburtsurkunde und Sozialversicherungskarte und stahl somit ihre Identität. Er drohte ihr auch damit, ihr und ihr nahestehenden Menschen Schaden zuzufügen.

Ich denke, viele Leute, die damit nicht vertraut sind, würden sagen: ‚Nun, warum bist du nicht einfach gegangen?‘ Es ist erstaunlich, wie viel Angst Menschen einem einjagen können“, sagte sie.

Er war gewalttätig und duldete keinerlei Fehlverhalten, auch wenn es sich um Kleinigkeiten handelte, wie beispielsweise 5 Dollar einzustecken. „Ich wurde geschlagen, vergewaltigt, ausgehungert oder vor den Augen anderer Menschen angeschrien“, erzählte sie.

Ausgerechnet ein verpfuschtes Ohr-Piercing brachte Jolene endlich in die Notaufnahme. Dort wurden ihr von einer Krankenschwester einige Routinefragen zu ihrer Situation gestellt, unter anderem ob sie sich zu Hause sicher fühlte.

Jedoch fühlte sich Jolene durch den Fragebogen nicht sicher und sie sah darin keine Chance entkommen zu können. Vielmehr wurde sie wütend, da es ihr nur wie ein weiteres Stück Papierkram zu sein schien, durch das die viel beschäftigten Krankenschwestern eilten.

Aus diesen Gründen log sie und gab fälschliche Informationen an, um daraufhin zu Darrell zurückzukehren. Im Jahr 2012 wurde Darrell letztendlich wegen Menschenhandels angeklagt und im Bundesgefängnis inhaftiert. Jolene hat seitdem an diese Nacht in der Notaufnahme gedacht und sich gefragt, was passiert wäre, wenn sie sich ihrer Krankenschwester anvertraut hätte.

„Würde ich beschützt werden, egal wie schlimm es ist? Diese Person könnte gewalttätig sein und könnte eine Waffe bei sich tragen. Man müsste auf das alles vorbereitet sein“, sagte sie.

„Selbst wenn ich entkommen wäre, wohin hätte ich dann hingehen sollen? Wo wollten sie mich unterbringen?“ fragte sie.

„Hätten sie meine Mutter angerufen? Es gab wirklich nicht viele Möglichkeiten für jemanden, der niemand ist und niemanden hat.“

Schließlich stimmte sie zu, im Beratergremium der Freedom Clinic am Massachusetts General Hospital einen Platz einzunehmen, welches Gesundheitsfürsorgen für die Überlebenden von Menschenhandel anbietet.

„Sie sind jetzt sowas wie eine Familie für mich“, sagte sie. Seitdem hat sie ihren Namen geändert und mit dem Studium für Recht begonnen. Sie hofft Bundesanwältin zu werden, um Menschenhändler wie ihren Entführer wegsperren zu können.

„Ich bin eine Kämpferin“, sagte sie. „So bin ich nun mal.“

Quelle: Doctor ‘rolled his eyes’ when he heard about patient. But the x-ray left him without words

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