Die Folgen der Emanzipation: Beide Geschlechter fühlen sich miserabel

Epoch Times28. September 2017 Aktualisiert: 28. September 2017 21:22
Wenn Männer und Frauen die Rollen wechseln kann dies beide Seiten unglücklich machen, ergab eine Studie der University of Illinois. In einer Umfrage unter 1.500 Männern und 1.800 Frauen zeigen die Daten, dass das, „was gut für die Gans ist, nicht immer gut für den Ganter ist“.

Wenn es eine Sache gibt, auf der liberale und feministische Dogmen seit Jahren konsequent beharren, dann ist es die Annahme, dass Frauen nur durch Arbeit befreit werden können – konkret sagen Linke und Feministinnen den Frauen weiterhin, dass sie, wenn sie nur männliche Geschlechterrollen übernehmen würden,“freier“ werden könnten.

Welche Auswirkungen hat diese Umkehrung auf die Männer? Arbeiten ist zweifellos eine Notwendigkeit für die weibliche Unabhängigkeit, aber neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die Ablenkung von traditionellen Geschlechterrollen im herkömmlichen Familienumfeld am belastendsten erscheint.

Die Einstellung zu Frauen, die zur Arbeit gehen, hat sich in den letzten Jahrzehnten gewiss verändert, und die Frauen haben ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt eingenommen.

Aber die von der University of Illinois veröffentlichte Forschung zeigt, dass Männer und Frauen, wenn sie die Rollen wechseln, dies beide Seiten unglücklich machen kann. In einer Umfrage unter 1.500 Männern und 1.800 Frauen zeigen ihre Daten, dass das, „was gut für die Gans ist, nicht immer gut für den Ganter ist“.

Frauen haben mehr Depressionen, Männer fühlen sich weniger wohl

Wie sich herausstellt, berichten Frauen, die die Ernährer-Rolle für ihre Familien spielen, mehr Symptome von Depressionen.

Männer, die als „Hausfrauen“-Elternteil fungieren, waren auch wahrscheinlicher dafür, Zeichen des Tiefstandes anzuzeigen. Das allgemeine Wohlbefinden der Männer verringerte sich, als sie den Arbeitsplatz verließen, um ein zu Hause bleibender Vater zu werden.

Interessanterweise zeigten die Daten des Forschungsteams, dass Frauen keinen solchen Rückgang hinnehmen mussten, als sie sich entschieden, Hausmütter zu werden. Die Forscher gaben an, dass ihre Daten darauf hindeuten, dass Frauen in der Umfrage keine negativen Auswirkungen auf ihr psychologisches Wohlbefinden hatten, nachdem sie sich entschieden, die Belegschaft zu verlassen.

Wenn Frauen mehr Geld verdienen als die Männer werden diese deprimiert

Eine andere faszinierende Entdeckung: Wenn Frauen glaubten, dass sie und ihre Ehemänner die gleichen Verantwortlichkeiten betreffend des Geldverdienens und des Haushalts trugen, so zeigten sie eine besseren Geistesgesundheit, wenn ihr Einkommen mehr dem ihrer Ehemänner entsprach.

Für Männer schienen ihre Überzeugungen von der Gleichberechtigung jedoch wenig Komfort zu bieten, wenn ihre Frauen mehr Geld verdienten. Fast auf der ganzen Linie wurden Männer deprimiert, als ihre Frauen höhere Löhne verdienten.

Während moderne Forscher sagen, “Arbeitsidentität und die traditionelle Rolle des Hauptverdieners sind für Männer immer noch kritisch,“ so behaupten sie, dass psychische Gesundheitsprobleme, welche die Arbeit umgeben, mehr mit gesellschaftlichem Druck und Vorstellungen zu tun haben.

Sind nicht vielleicht Männer und Frauen aufgrund ihrer Biologie zu einem bestimmten Verhalten gezwungen? Und sind Geschlechterrollen, die es vielleicht schon seit Jahrtausenden gibt, nicht einfach nur das Nebenprodukt sozialer Konstrukte?

Biologie abzulehnen macht keinen Sinn

Wie Simon Baron-Cohen (britischer Psychologe und Direktor des Autismus-Forschungszentrums in Cambridge) für The Guardian 2010 schrieb: „Den biologischen Determinismus abzulehnen, macht keinen Sinn.“

Er stellt fest, dass Genitalien nicht der einzige Ausdruck der Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind; unsere Chromosomen und Hormone sind unterschiedlich, wie viele andere Dinge auch. Baron-Cohen sagt, dass der biologische Determinismus soziale und ökologische Faktoren nicht ausschließt, sondern dass der Glaube einfach anerkennt, dass die Biologie einen Einfluss auf das Verhalten von Männern und Frauen hat.

Vielleicht sind die in der Studie der University of Illinois berichteten Gefühle nicht nur auf soziale Stigmata zurückzuführen; vielleicht sind Männer – zumindest teilweise – biologisch motiviert, sich für ihre Partner zu sorgen.

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Umgekehrt sind Frauen vielleicht weniger dafür wahrscheinlich, ein Gefühl des Verlustes zu empfinden, wenn sie den Arbeitsplatz hinter sich lassen, weil sie ein Gefühl der Erfüllung durch die Kindererziehung erleben.

Das soll nicht heißen, dass Frauen ihren Platz einzig im Haushalt haben – einfach nur, dass sich Frauen vielleicht aus biologischen Gründen in dieser Rolle wohler fühlen. Nicht jede Handlung wird von einer sozialen Stigmatisierung angetrieben, die es zu brechen gilt.

Quellen: