Forscher haben einen Weg gefunden die Alterung zu verzögern

Epoch Times22. September 2017 Aktualisiert: 22. September 2017 9:18
Eine neue Studie der Lomonossow-Universität Moskau und der Universität Stockholm untersucht die Rolle der Mitochondrien bei der Alterung von Organismen. Die Studie eröffnet den Forschern zufolge den Weg zur Behandlung des Alterns mit mitochondrialen Antioxidantien.

Immer mehr Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass das Altern eine Krankheit ist, die gestoppt oder zumindest verlangsamt werden kann. In einer gemeinsamen Studie der Lomonossow-Universität Moskau und der Universität Stockholm haben Forscher aus Russland und Schweden diese Idee weiter untersucht. Ihre Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift Aging, konzentriert sich auf die Rolle der Mitochondrien in der Alterung von Organismen.

Fokussierung auf das Krafthaus der Zelle

Unter der Leitung des renommierten russischen Biologen Vladimir Skulachev experimentierten die Forscher mit einem speziellen Stamm gentechnisch veränderter Mäuse. Eine einzige Mutation wurde in das Genom dieser Mäuse eingeschleust, die in Schweden geschaffen und charakterisiert wurden. Diese Mutation beschleunigte die mitochondriale Mutagenese (Erzeugung von Mutationen im Erbgut) erheblich. Anstatt mehr als zwei Jahre zu leben, lebten diese mutierten Mäuse weniger als ein Jahr und entwickelten viele altersbedingte Krankheiten und Defekte – ein deutliches Indiz dafür, dass diese durch das Altern verursacht wurden.

Die Forscher behandelten eine Gruppe 100 Tage alter genetisch veränderter Mäuse mit einer synthetischen Verbindung namens SkQ1, einem künstlichen Antioxidans, das auf die Mitochondrien zielt. SkQ1 wurde an der Moskauer Staatlichen Universität in Skulachevs Labor entwickelt. Der SkQ1 wurde in das Trinkwasser dieser Mäuse gegeben, während eine separate Kontrollgruppe mit reinem Wasser versorgt wurde. Im Alter von 200-250 Tagen war die Kontrollgruppe schnell gealtert und hatte Gewicht verloren, erfuhr eine Abnahme des Körpergewichts und der Temperatur, hatte Osteoporose, und entwickelten Alopezie (Haatausfall). Auch die Beweglichkeit und Sauerstoffaufnahme ging zurück – alles Zeichen des Alterns. Andererseits wurden diese Eigenschaften bei den mit SkQ1 behandelten Mäusen dramatisch verlangsamt.

Potenzial für Behandlung

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Mitochondrien tatsächlich eine Schlüsselrolle bei der Alterung spielen.

„Diese Arbeit ist sowohl in theoretischer als auch in praktischer Hinsicht sehr wertvoll. Erstens zeigt es deutlich die Schlüsselrolle der mitochondrial produzierten reaktiven Sauerstoff-Spezies im Prozess der Alterung von Säugetieren“, erklärte Skulachev. „Gleichzeitig eröffnet unsere Studie den Weg zur Behandlung des Alterns mit mitochondrialen Antioxidantien.“

Mit diesen vielversprechenden Ergebnissen arbeitet Skulachev bereits an der Entwicklung potenzieller Medikamentenbehandlungen auf Basis von SkQ1. Eines davon sind Augentropfen namens Visomitin, der in Russland bereits zugelassen wurden und in den USA die Phase 2 der klinischen Studien durchlaufen hat. In Russland befindet sich dieses Medikament nun in klinischen Studien. Wenn alles gut und wie erwartet läuft, kann das Medikament innerhalb von 2-3 Jahren für den öffentlichen Gebrauch zugelassen werden.

Dies sind nicht die einzigen „Anti-Aging“ Bemühungen. Andere Institutionen, wie das in San Francisco gegründete Startup Unity Biotechnology, versuchen die Mechanismen der zellulären Seneszenz (Zellalterung) zu verstehen und das Altern zu verlangsamen. Wieder andere verlassen sich auf die Stammzellentechnologie, um menschliches Gewebe zu regenerieren, das durch Alterung oder Krankheit geschädigt wurde. Ein Nobelpreisträger glaubt, das Geheimnis liege in der Telomerverlängerung (schützendes Ende der Chromosomen). Mit all diesen Studien, könnten wir in der Lage sein, das menschliche Altern bald zu verlangsamen oder es sogar ganz zu stoppen.

Quellen:

Futurism: Researchers Have Found a Way to Delay Aging

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