Forschung: Täglicher Spaziergang verbessert die Hirnfunktionen – noch besser kombiniert mit Aerobic

Epoch Times7. September 2017 Aktualisiert: 7. September 2017 10:55
Bewegungsfaule aufgepasst: Ein Spaziergang am Tag kann die Symptome einer leichten kognitiven Beeinträchtigung des Gehirns (Informationsverarbeitung) erheblich reduzieren, wenn es durch schlecht durchblutete Gefäße verursacht wird. Noch bessere Ergebnisse zeigen eine Kombination mit einfachem Aerobic.

Nun können alle Hundebesitzer aufatmen! Nicht nur, dass der Vierbeiner der Seele guttut, nein, jeder Spaziergang hilft auch, dass das Hirn besser durchblutet wird. Und damit steigern sich alle Hirnfunktionen. Ein Spaziergang kann, so laut einer wissenschaftlichen Studie, Symptome einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (Informationsverarbeitung) des Gehirns reduzieren, das aufgrund von schlecht durchbluteten Gefäßen ausgelöst wird.

Das Gehirn ist ein hochmetabolisches Organ. Um es gesund zu halten, erfordert es einen guten Blutfluss, um die notwendigen Nährstoffe und Sauerstoff zu seinen vielschichtigen Geweben zu liefern. Um diese Funktion aufrechtzuerhalten, können Spaziergänge helfen, den nötigen Transport des Sauerstoffs ins Hirn zu gewährleisten.

Die Teilnehmer einer Studie, die unter einer vaskulären (zu den Blutgefäßen gehörend) kognitiven Beeinträchtigung litten, die auch als vaskuläre Demenz bezeichnet wird, gingen für sechs Monate drei Stunden in der Woche spazieren. Nach dieser Zeit wiesen alle eine deutlichere Verbesserung ihrer Gehirnfunktionen auf, wie z. B. ein verbessertes Reaktionsvermögen und auch andere Anzeichen einer verbesserten Gehirnfunktion. In dem britischen „Journal für vaskuläre kognitive Beeinträchtigung“ oder VCI, verglichen die Forscher die Ergebnisse mit denen einer fortgeschrittenen Demenz. Hier stellten sie fest, dass die Symptome fast identisch sind. Aufgrund von Blutgefäßschäden, werden die Hirnfunktionen deutlich beeinträchtigt. Bei einer leichten Demenzerkrankung konnte durch die Spaziergänge an frischer Luft eine deutlichere Verbesserung erzielt werden. Aufgrund von geschädigten Blutgefäßen ist diese leichte Form der Demenz mittlerweile die zweithäufigste Ursache der Demenz nach der Alzheimer-Krankheit. Jeder tägliche Spaziergang erhöht die Intensität Ihrer Hirnfunktionen.

Blutgefäßschäden sind auch die Hauptursache für sämtliche Formen von Schäden am Herzen. Es ist erwähnenswert, dass in der Studie auch der Blutdruck gesenkt wurde, was ebenfalls mit einer verbesserten kognitiven Funktion einherging.

Aerobic, mehr als nur Tanzen!

Auch leichte Aerobic-Übungen fördern eine Erhöhung der Wachstumsfaktoren von wichtigen Geweben, wie z. B. das Zellwachstum neuer Gehirnzellen, was dann wiederum einer Demenz vorbeugt. Regelmäßige aerobe Übungen unterstützen ebenfalls die Herz-Kreislauf-Gesundheit, reduzieren das Risiko chronischer Erkrankungen wie hoher Blutdruck, Diabetes (Typ II) und senken nachweislich den Cholesterinspiegel. All diese chronischen Erkrankungen haben ebenfalls einen negativen Einfluss auf das Gehirn, wahrscheinlich durch den kompromittierten Blutfluss zum Gehirn. Gerät dieser ins Stocken, sterben mit der Zeit Hirnzellen ab.

Eine weitere Studie teilte 38 ältere Erwachsene mit milder vaskulär kognitiver Beeinträchtigung in zwei Gruppen. Eine Gruppe folgte einem Aerobic-Trainingsprogramm, zusätzlich zu den drei einstündigen Wanderklassen pro Woche für sechs Monate, während die andere Gruppe nur mit ihren üblichen Spaziergängen fortfuhr. Darüber hinaus wurden beide Gruppen Informationen über vaskuläre kognitive Beeinträchtigungen und Tipps für eine gesündere Diät gegeben.

Jeweils bevor das Trainingsprogramm begann und am Ende der sechs Monaten, hatten alle Teilnehmer sich mehreren MRT-Hirnscans und andere Tests unterzogen, um die neuronalen Aktivitäten und kognitiven Fähigkeiten zu messen.

Die Teilnehmer in der Aerobic-Trainingsgruppe hatten signifikante Verbesserungen in ihren Reaktionszeiten auf kognitive Tests und zeigten positive Veränderungen in ihrer allgemeinen Hirnaktivität. Die andere Gruppe wies nicht so viele positive Fortschritte auf.

Insgesamt scheinen die Übungen eine vielversprechende Strategie zur Förderung der kognitiven Gesundheit bei älteren Erwachsenen zu sein. Erwiesen ist auf jeden Fall, dass eine tägliche körperliche Bewegung Demenz entgegenwirken kann.

Alle Formen von Herz-Kreislauferkrankungen können ebenfalls mit einem leichten Sportprogramm verbessert werden.

Die Studie war klein, und weil die Teilnehmer in der Lage sein mussten, bis zu einer Stunde zu laufen, ist es möglich, dass sie körperlich gesünder waren, als der Durchschnitt der Demenzpatienten, so die Autoren. Die Geselligkeit, die in den Wanderklassen alle als positiv empfanden, hatte sicherlich auch eine gewisse positive Wirkung gehabt.

„Es ist ermutigend zu sehen, dass das sechsmonatige Aerobic-Übungsprogramm bestimmte Aspekte der Kognition verbessert und Veränderungen in der funktionalen Gehirn-Bildgebung gezeigt hat „, sagte Dr. Joe Verghese, Direktor des Montefiore Einstein-Zentrums im Montefiore Medical Center in New York.

Die positiven Effekte der Übungen in diesen und auch anderen Studien zeigten eine eindeutige Verbesserung der Hirnfunktionen. Die Ergebnisse, wenn in noch größeren Studien bestätigt, können positive Auswirkungen auf die Beratung bei älteren Patienten mit vaskulären Risikofaktoren haben.

(Übersetzt und bearbeitet von Jacqueline Roussety)

Quellen:

Walking Linked to Improved Brain Function

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