10.000 US-Dollar – „Tue einfach weiterhin die richtigen Dinge“

Epoch Times13. Januar 2018 Aktualisiert: 13. Januar 2018 13:33
Ein Obdachloser findet einen Scheck über 10.000 US-Dollar. Anstatt das Geld für sich zu behalten, spürt er seine Besitzerin auf. Er erhält dafür von der zu Tränen gerührten und dankbaren Scheckinhaberin eine Belohnung, die sein ganzes Leben verändert.

Was würden Sie tun, wenn Sie einen Scheck über 10.000 US-Dollar finden? Der Scheck war unterschrieben, datiert und einlösbar – alles, was man hätte tun müssen, wäre in eine Bank zu gehen und ihn einzulösen. Wie viele Durchschnitts-Bürger denken Sie, würden wohl versuchen den rechtmäßigen Besitzer ausfindig zu machen?

Kommt noch das Element völliger Verzweiflung und Armut hinzu und nehmen wir an, Sie wüssten nicht, woher Ihre nächste Mahlzeit kommt und Sie haben einen Scheck über 10.000 US-Dollar gefunden – wie viele Menschen würden ihn dann zurückgeben? Es ist nicht schwer zu sagen, dass sich die meisten zu einem opulenten Mahl und anderen Annehmlichkeiten verführen lassen würden.

Aber nicht Elmer Alvarez. Während Elmer in der Innenstadt von New Haven, im US-Bundesstaat Connecticut, spazieren ging, fand er tatsächlich einen Scheck in einem weißen Umschlag in Höhe von 10.000 US-Dollar.

Anstatt aber den Scheck über die 10.000 Dollar zu kassieren und selbst auszugeben, suchte Elmer die Besitzerin auf und gab ihn zurück. Der unglaublichste Teil seiner ehrlichen Tat? Er ist obdachlos.

Elmer sagte, er dachte nicht einmal darüber nach, das Geld für sich selbst zu behalten.

„Ich dachte nur darüber nach, wie sich der Besitzer fühlte“, erzählte Elmer WTNH News 8. „Ich wäre völlig verzweifelt.“

Doch das Aufspüren des rechtmäßigen Eigentümers des Schecks erwies sich als Herausforderung. Elmer hatte einen Freund, der ihm half, den Namen des Unternehmens auf dem Scheck zu ermitteln, sich beim Kundenservice der Bank durchzutelefonieren, bevor er schließlich mit der richtigen Person sprechen konnte. Er hatte die Geschäftsinhaberin Roberta Hoskie am Telefonhörer, bevor sie überhaupt gemerkt hatte, dass sie den Scheck verloren hatte.

Roberta verlor den Scheck an eben diesem Tag, ihr war noch nicht bewusst, dass sie diesen verloren hatte – als ihr Telefon klingelte. Es war ihre Assistentin mit einem sehr wichtigen Anruf.

Roberta konnte ihr Glück nicht fassen, dass jemand so ehrlich war und ihren Scheck zurückgab.

Roberta war hocherfreut, dass Elmer den Scheck gefunden hatte. Sie ging zu ihm, um ihn zu treffen und streamte die Übergabe auf Facebook Live. Sie war schockiert, als sie erfuhr, dass Elmer obdachlos war.

Roberta und Elmer waren beide zu Tränen gerührt. An mehreren Stellen während des Austausches tupften sie sich die Augen mit Taschentüchern ab und schniefen.

„Ich weiß nicht einmal, wer Sie sind, aber ich danke Gott, dass es Sie gibt“, sagte Roberta.

Sie fragte Elmer, ob er gerade arbeitete oder in der Schule sei, worauf er zunächst nicht antwortete. „Ich versuche nur, mein Leben wieder in Ordnung zu bringen“, sagte er nach einer langen Pause.

„Ich kann Dir helfen“, antwortete Roberta.

Zum Glück für Elmer ist Roberta nicht nur die Präsidentin einer in Connecticut ansässigen Immobilienagentur namens Outreach Realty Servicing, sie ist auch die Gründerin und Geschäftsführerin einer Immobilienschule.

Darüber hinaus stellte sie Elmer einen Scheck aus und bot ihm eine gebührenfreie Ausbildung in ihrer Immobilienschule an. Dazu versprach sie ihm eine Bleibe und einen Job zu finden, von dem er sich während der Ausbildung finanzieren kann.

„Ich werde Dir das Fischen beibringen“, sagte Roberta.

Roberta bot Elmer ein Vollstipendium an, um ihre Immobilienschule zu besuchen. Dort würde er lernen, wie man Provisionsschecks verdiente, wie den, den er gefunden hatte.

Elmer war überrascht, wie dankbar Roberta war. Er erwartete keine Gegenleistung und tat nur das, was er für richtig hielt.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

„Sie glücklich zu sehen, weißt Du? Sie zu sehen, wie sie das zu schätzen weiß. Ich fühlte mich gut dabei!“ erzählte er WTHN News.

Aber was er nicht wusste, war, dass Robertas Wunsch, ihm zu helfen, tief aus ihrem Inneren kam.

Früher in ihrem Leben lebte die heute erfolgreiche Immobilienunternehmerin auch auf der Straße und war obdachlos. Roberta sagt, dass sie damals mit 17 Jahren schwanger und verängstigt war und von der Wohlfahrt lebte.

„Wenn Du über Deine Situation hinweg sehen kannst, kannst Du aus ihr herauskommen“, sagte Roberta.

„Was auch immer Du durchmachst, es ist nur vorübergehend. Tue einfach weiterhin die richtigen Dinge“, sagte sie zu Elmer.

„Es muss mehr Leute wie Elmer Alvarez geben.“

Roberta hofft, dass Elmer eines Tages in der Lage sein wird, einem Obdachlosen in Not zu helfen. Wenn dieser Akt der Redlichkeit irgendein Hinweis ist, dann ist dies eine Gewissheit.