40-Jährige erfährt, dass sie als Kind entführt und später adoptiert wurde

Epoch Times25. Januar 2018 Aktualisiert: 25. Januar 2018 20:39
„Grandmothers of the Plaza de Mayo” ist eine Organisation, die mit der Absicht gegründet wurde, Personen ausfindig zu machen, die während der argentinischen Diktatur entführt wurden oder anderweitig verschwunden sind.

„Grandmothers“, gegründet 1977, war sehr erfolgreich: 126 verschwundene Personen hat sie mittlerweile aufgespürt. Die Gruppe setzt sich aus engagierten Menschenrechtlern zusammen, die ihre Arbeit so lange fortsetzen wollen, bis jede Person, die als Kind in der Zeit der Diktatur verschwand, gefunden und wieder mit ihrer Familie vereint ist.

Was Adriana betrifft, die ihren Nachnamen nicht nennen möchte, sie führte ihr bisheriges Leben in völliger Unwissenheit darüber, dass sie als Kleinkind entführt worden war. Nach dem Tod ihrer vermeintlichen Eltern sagte ihr ein fremder Mensch die Wahrheit über ihre Vergangenheit. Diese Offenbarung war für Adriana ein großer Schock. Auf einer Pressekonferenz sprach sie über ihre Geschichte. BBC berichtete darüber.

„Ich fing an zu glauben, dass ich verlassen, weggegeben, verkauft wurde, dass man mich nicht haben wollte“, erklärte Adriana.

Dann begann die Suche nach Informationen über ihre leiblichen Eltern. Sie wandte sich an „Grandmothers“ und bat um Hilfe. Nach einem DNA-Test kamen wichtige Details über die Vergangenheit ihrer Familie zum Vorschein.

„An einem Samstag fand ich es heraus und am Montag war ich bereits bei ‚Grandmothers‘. Ich wollte wissen, ob ich die Tochter von Menschen bin, die verschwunden sind. Vor allem aber wollte ich es wegen meines Geburtsdatums wissen“, sagte Adriana zu BBC.

Die 40-Jährige kam in der Zeit der argentinischen Diktatur zur Welt. Sie hegte den Verdacht, dass ihre Eltern auf irgendeine Weise damit zu tun hatten.

Dank der Hilfsorganisation fand sie die ganze Geschichte ihrer Herkunft heraus.

Adrianas leibliche Eltern, Violeta Ortolani und Edgardo Garnier, waren während der Diktatur getrennt worden. Violeta befand sich in Militärgewahrsam, als sie Adriana zur Welt brachte. Auch Edgardo wurde später vom Militär festgehalten. Danach wurden weder er noch seine Frau jemals wiedergesehen.

Die kleine Adriana landete schließlich in der Obhut eines fürsorglichen Paares. Sie wuchs in dem Glauben auf, dass das ihre leiblichen Eltern seien.

Mithilfe von „Grandmothers” gelang es Adriana, einige Verwandte zu finden, wie zum Beispiel die Mutter ihres Vaters. Zwar hat sie ihre Oma noch nicht persönlich kennengelernt, aber die beiden haben bereits miteinander telefoniert. Adriana konnte nur Gutes über ihre Oma zu sagen.

„Sie ist innen und außen schön und hat eine solche Persönlichkeit“, sagte Adriana über ihre Großmutter.

„Liebe ist immer stärker als Hass.”

Angesichts der erfolgreichen Enthüllung von Adrianas Vergangenheit feierte das Team von „Grandmothers“. Es ist offiziell die 126. Erfolgsgeschichte der Organisation. Was Adrianas Zukunft angeht, so wird sie vermutlich auch weiterhin damit beschäftigt sein, noch mehr über ihre Familie und ihre leiblichen Eltern in Erfahrung zu bringen.

Quelle: 40-year-old woman saddened by her parent’s death, but then stranger comes out and reveals the truth

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