81 Jahre, dement und allein im Wald auf Spaziergang: „Ich gehe mit Polizisten spazieren“

Die an Demenz erkrankte Roberta machte jeden Tag einen kurzen Spaziergang zum Ende der Einfahrt. Aber eines Tages beschloss sie, weiterzugehen.
Titelbild
Eine verschollene alte Frau wurde liebevoll von Polizisten auf den richtigen Weg geführt. Gehen Polizisten auch spazieren? (Symbolbild)Foto: Oli Scarff/Getty Images
Epoch Times19. Oktober 2017

Als zwei Polizisten eine 81-jährige demente Frau im Wald fanden, beschlossen sie ihr auf die fürsorglichste Weise zu helfen – und machten sich auf den Weg zu einem besonderen „Spaziergang“.

Roberta spazierte jeden Tag eine kurze Runde zum Ende der Einfahrt. Aber eines Tages beschloss sie, weiterzugehen. Als die Tochter bemerkte, dass ihre Mutter verloren sein könnte, rief sie den Notruf an und bat um Hilfe. Besonders besorgte sie die Tatsache, dass Roberta an Demenz erkrankt war.

Die demente Roberta war verschollen

Sobald der Anruf eingegangen war, sendete die Polizei vom Charles County Sheriff’s Office die Polizisten Clarence Black und Brandon Morrison aus, um nach der älteren Frau zu suchen. Als die Suche noch anhielt, sorgten sich die Beamten um ihre Sicherheit. Glücklicherweise sahen sie Roberta nach etwa 40 Minuten im Wald voraus.

„Ich rief ihren Namen und sie schrie zurück, also liefen wir beide auf sie zu… Als wir zu ihr kamen, hatte sie Zweige in den Haaren, die wir herausziehen mussten und war verwirrt, warum wir da waren“, sagte Officer Black zu „Today“.

Roberta fragte gutgläubig, ob denn die Beamten auch spazieren gingen. Sie antworteten leise mit „Ja“, schließlich war es ein wunderschöner Tag und demnach ideal für einen Spaziergang. Und dann schien sie erleichtert zu sein und erzählte ihnen, dass sie ihren Weg verloren hatte“, schrieb das Charles County Sheriff’s Office in ihrem Facebook Post.

Hit auf Facebook

Die Geschichte wurde auf Facebook veröffentlicht und bis jetzt über 51.000 Mal geteilt und hat 10.000 Kommentare gesammelt.

„Ich wollte ihr das Gefühl geben, dass sie sich wohl fühlt. Sie war desorientiert und ich wollte ihr helfen, sich zu stabilisieren. Es ist etwas, das jeder mögliche Polizist getan haben würde“, erklärte Officer Morrison, der Roberta beim Spaziergang die Hand hielt.

Ein besonderer Spaziergang

Als sie den Wald verließen, nahmen die Beamten Roberta in ihr Auto und fuhren sie nach Hause, wo ihre Tochter verzweifelt auf ihre sichere Rückkehr wartete.

Roberta dachte nicht, dass es eine große Sache war und sagte sogar zu ihrer Tochter: „Mir geht’s gut, ich ging mit diesen netten Polizisten spazieren“, sagte Black. „Wir waren glücklich, sie in Sicherheit zu wissen.“

„Die Beamten treffen jeden Tag auf verschiedene Situationen. Manche sind positiv, manche negativ. In diesem Fall endete eine heikle Situation für die Familie glücklich. Dafür waren sie dankbar. Für uns ist es der lohnende Teil der Polizeiarbeit“, heißt es in einem Facebook Post. (cs)



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