93 Jahre und unglaublich vital! – Wertvolle Geheimnisse einer Junggebliebenen

Epoch Times15. February 2018 Aktualisiert: 15. Februar 2018 13:55
Phyllis Sues ist der lebende Beweis dafür, dass ein aktives Leben, sowohl körperlich wie auch geistig jung hält. Mit 93 hat sie mehr Energie als viele jüngere Menschen.

Sues verbrachte ihre Jugend damit, Ballett und klassischen spanischen Tanz zu studieren und in Theatern auf der ganzen Welt aufzutreten. Später war sie eine vielgefragte Tänzerin am Broadway und im Fernsehen. Aber selbst nachdem sie die Tanzauftritte aufgegeben hatte, tanzte sie jeden Tag weiter, um sich fit zu halten.

Für die meisten Menschen bedeutet Altwerden eine generelle Verlangsamung in allem, aber nicht für Sues. Als sie 50 wurde, gründete sie ihr eigenes Modegeschäft. Mit 70 lernte sie Französisch und Italienisch. Mit 83 fing sie an, auf dem Trapez zu üben. Eine Erfahrung, wie sie sagt, die sie dazu inspirierte, ihre eigene Musik zu komponieren.

Sie ist jetzt eine versierte Pianistin die auch zwei Alben vorweisen kann: „Tango Insomnia“ und „Szenen der Leidenschaft“.

Mit 85 Jahren versuchte Sues zum ersten Mal Yoga und schwört nun auf ihre täglichen Übungen.

„Wenn ich einen Tag habe, an dem ich kein Yoga mache, ist das kein guter Tag in meinem Leben.“, sagte sie im Interview.

Mit 90 schenkte sie sich zum Geburtstag einen Fallschirmsprung, um dem Himmel näher zu sein, und liebte es so sehr, dass sie es gleich wiederholte.

Hier teilt sie mit uns einige ihrer Geheimnisse, wie sie es bis heute geschafft hat, so unglaublich fit und gesund zu bleiben.

Versuchen Sie immer wieder neue Dinge, probieren Sie etwas aus!

Ich habe mit 85 Jahren etwa ein Jahr lang Trapezkünste gemacht. Ich bin einmal in der Woche zum Training hingegangen und habe dort mit einem Mann gearbeitet, der Trainer für Cirque du Soleil war. Er wußte also ziemlich genau, was er von mir verlangen konnte.

Danach brachte mich ein Freund zum Yoga. Ich sagte: „Ich brauche kein Yoga.“ Aber wir gingen trotzdem zum YMCA und ich begann meinen ersten Kurs mit einem unglaublichen Lehrer. Ich war begeistert. Ich habe von da an mit dem Yoga nicht mehr aufgehört.

Jeden Tag Balance üben! Das aktiviert auch das Gehirn

Als ich mit dem Tangotanzen anfing, war ich froh, dass ich Yoga konnte, weil man fürs Tanzen Gleichgewicht braucht. Im Tango legen Sie ihr Gewicht immer entweder auf den einen oder den anderen Fuß, selten auf beide Füße zusammen. Sie müssen also eine gute Körperhaltung haben, ein gutes Gleichgewicht, starke Beine und die Fähigkeit besitzen, mit Ihrem Partner eins zu sein – und nicht versuchen, ihn zu führen.

Machen und tun Sie nur das, was Sie wirklich lieben!

Für mich ist Tango die treibende Kraft in meinem Leben und auch Yoga ist es. Ich blühe bei beidem auf. Ich trainiere beides jeden Tag.

Überschreiten Sie Ihre Grenzen!

Ich liebe es, mich selbst herauszufordern, um zu testen, was ich möglicherweise noch alles tun kann. Ich habe mit dem Produzenten von Fox News in Los Angeles zu Abend gegessen und er hat mich gefragt, ob ich mir zutrauen würde, an meinem 90. Geburtstag „vom Himmel zu springen“, sprich „Fallschirmspringen“. Er meinte, wenn ich das täte, würde Fox News darüber berichten. Also nahm ich mir ein paar Minuten, um darüber nachzudenken und habe schließlich Ja gesagt.

Als wir aus dem Flugzeug sprangen, war es das unglaublichste Gefühl, das ich je in meinem Leben hatte, weil es so still war. Bevor sich der Fallschirm öffnete, flog ich mit etwa 200 Meilen pro Stunde, und es war völlig still. Ich fühlte mich wie ein Teil des Universums. Man wird dabei eins mit dem Universum und eins mit sich selber. Es war einfach herrlich, das war eine großartige Sache.

Halten Sie ihren Geist aktiv

Ich benutze mein Gehirn die ganze Zeit. Eines der Dinge, die ich gemacht habe, ist, Sprachen zu lernen. Das ist ein großer Anreiz für das Gehirn. Es ist schwer, besonders wenn Sie eben nicht mehr 20 sind. Das war großartig für mich.

Schreiben ist ein anderes Mittel, um mich geistig rege zu halten. Während ich meine Autobiographie schreibe, muss ich mich an jede einzelne Kleinigkeit und an alle Namen erinnern, mit denen ich in 90 Jahren in Kontakt kam. Es ist so wichtig, das Gedächtnis zu nutzen, denn das Kurzzeitgedächtnis ist eines der Hindernisse für das Altern. Ich hatte einen Mann, der an Alzheimer starb, also weiß ich, wie das ist. Ein Teil des Gehirns ist dann einfach nicht mehr da.

Sich immer wieder selbst motivieren

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Meine Aufgabe ist es jeden Tag zu arbeiten, zu arbeiten und zu arbeiten. Ich lasse nichts unversucht, denn wenn ich das zuließe, weiß ich, dass mein Körper verfallen würde. Ich weiß, dass es eine solche Hingabe erfordert. Das ist eines der Dinge, die man als Tänzer lernt: Hingabe. Diese Hingabe ist mir immer geblieben. Ich kann nicht aufgeben, nicht für eine Minute.

Ich bekomme jeden Tag E-Mails von Leuten, die sagen: „Du inspirierst mich. Wie machst du das? Ich möchte so sein wie du.“

Ich sage: „Nun, vielleicht inspiriere ich dich, aber bewegst du dich auch wirklich genug? Machst du etwas gegen das Altwerden?

Wenn ältere Menschen sagen, dass ich sie inspiriere, weiß ich, dass es meistens zwecklos ist, ihnen zu sagen, was zu tun ist, weil es eigentlich schon zu spät ist. Inspiration ist auch nichts wert, wenn nichts dafür getan wird. Es bedarf harter Arbeit.

Hart an sich arbeiten

Nun, als Tänzerin war es mein Leben an mir zu arbeiten. Was sagen sie heute? Kein Schmerz kein Gewinn. Als ich Ballettunterricht nahm, tat jeder Muskel weh, aber ich wusste, dass es gut war.

Wenn ich Yoga mache, arbeite ich sehr hart. Es ist wirklich schwer für mich. Ich bin die Älteste im Kurs und sie schauen mich alle an, „Wenn sie es kann, sollte ich es auch schaffen.“ Aber ich finde es viel schwieriger für mich als für sie. Jede Zelle in meinem Körper muss arbeiten.

Das Leben ist schwierig, daran gibt es keinen Zweifel. Aber es kann lohnend sein, sich all diesen Herausforderungen zu stellen. Sie müssen sich öffnen, die Herausforderung annehmen, aufnahmebereit sein und positiv bleiben. Aber Sie müssen jeden Tag an sich selbst arbeiten.

Aufmerksam sein

Leute neigen dazu, sich gehen zu lassen, wenn sie älter werden. Viele geben auch einfach auf. Ich muss auch vorsichtig sein, wenn ich gehe. Beim Tango verlässt keiner meiner Füße jemals wirklich den Boden. Ich merke, dass wenn ich laufe, ich auch nicht die Füße hochhebe, und das liegt am Tango. Ich muss vorsichtig sein.

Aber in erster Linie muss ich aufmerksam sein. Für alles und jeden!

Aufmerksamkeit ist so eine Sache. Wenn Sie nicht präsent sind und im Jetzt leben, dann ist der (Ver-)Fall vorprogrammiert. Es ist so, als ob Sie beim Autofahren gar nicht merken, dass Sie zu weit gefahren sind; das heißt doch, dass Sie nicht aufmerksam waren. Ich versuche immer genau darauf zu achten, was rund um mich vorgeht und wie ich fahre. Ich achte darauf aufrecht zu bleiben. Schauen Sie sich mal an, wie die meisten Leute im Auto sitzen, mit ihren hängenden Schultern. Das ist geradezu tödlich.

Herausforderungen annehmen

Ich stieg Hals über Kopf ins Modegeschäft ein. Ich hatte keine Ahnung wie man ein Schnittmuster macht, aber ich wusste wie man Kleider anfertigt, da ich für mich selbst schneiderte. Das Ganze passierte, nachdem ich eine Frau bei einer Dinner-Party getroffen hatte, die mich danach fragte, von wem ich mein Kleid hätte.

Als ich ihr erzählte, dass ich es selbst entworfen und geschneidert hatte, sagte sie: „Sie sollten ins Designgeschäft einsteigen. Sie sind so talentiert.“ Ich verlor keine Zeit und begann am nächsten Tag mit dem Geschäft. Und dann betrieb ich es 22 Jahre lang mit großem Erfolg.

Auf die Haltung achten

Haltung ist so wichtig. Ich sehe es bei Leuten, die den ganzen Tag am Computer arbeiten, dass sie alle eine gebeugte Haltung haben. Ich fühle mit ihnen. Ich sehe viel zu viele Leute, die in gebeugter Haltung durch unsere Straßen laufen und sie sind noch nicht einmal so alt.

In Bewegung bleiben. Wenn man geboren wird, sind alle Muskeln und Gelenke in einem guten Zustand. Aber wir bringen sie sprichwörtlich um, wenn wir sie nicht in Bewegung halten. Sie wollen sich bewegen und nicht untätig herumhängen.

Nicht über das Alter nachdenken

Ich hatte ein paar Freunde, die als sie 40 wurden so taten, als wäre das der Weltuntergang. Ich denke, ich habe nie über das Alter nachgedacht, auch jetzt nicht. Ich denke darüber nach, was ich tun kann, was nicht und was ich gerne tun will.

Sich selbst und was man tut mögen

Man muss mögen was man tut und wer man ist. Wer sich selbst nicht mag, kann auch keinen anderen mögen.

Quelle: Full of Life at 93, Here Are Some of Her Secrets

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