Als Kind durch Misshandlungen entstellt – Jetzt kann er wieder lachen und hilft anderen

Epoch Times5. März 2018 Aktualisiert: 5. März 2018 16:27
Keith hatte einen schweren Start in die Kindheit. Als kleines Baby misshandelte der Freund seiner Mutter ihn so schwer, dass er bleibende Narben davon trug. Heute ist er der Gründer einer Organisation, die misshandelte Kinder hilft.

Die meisten Kinder haben dankenswerterweise eine glückliche Kindheit, während sie sich unschuldig in der Welt zurechtzufinden lernen. Die einzigen echten Sorgen für Kinder sind normalerweise Dinge wie herauszufinden, auf welchem Kanal ihre Lieblingszeichentrickserien laufen. Doch für Keith Edmonds aus Mt. Juliet in Tennessee waren die Dinge nie ganz so einfach.

Keith hatte eine raue Kindheit

Er war erst ein Jahr alt, als er vom Freund seiner Mutter misshandelt wurde: Eines Nachts geriet der Freund der Mutter in Wut über das Schreien des Babys und hielt sein Gesicht an einen elektrischen Heizer. Die Hälfte von Keiths Gesicht verbrannte, blieb vernarbt und entstellt.

„Ich verbrachte ein Jahr im Krankenhaus und niemand wusste, ob ich leben oder sterben würde“, erfuhr People von Keith.

Er wurde auf Zeit in Pflege genommen. Der Täter kam vor Gericht und wurde zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt.

So schlimm wie die sichtbaren Narben auch waren, Keith trug ebenso einige emotionale Spuren davon

Keith verbrachte die nächsten 18 Jahre damit, weitere Behandlungen auf sich zu nehmen – in einem Institut für Verbrennungen, welches versuchte, Wege zu finden, die Narben weniger auffällig zu machen und seinen Nasenflügel zu rekonstruieren. Die Zeit verging und er wurde zum Erwachsenen, aber als ein Resultat aus dem emotionalen Trauma und den Hänseleien, die er als Kind erlebte, betrank er sich oft.

„Es gibt Leute, die all ihre Narben innen tragen und man kommt jeden Tag an ihnen vorbei“, verriet Keith, nun 40. „Ich trage einfach zufällig meine Narben innen und außen.“

Eines Tages allerdings, an seinem 35. Geburtstag, entschied er, dass er genug hatte und war bereit für eine Veränderung.

„Ich wollte ein besserer Mensch sein“, sagte er. Es war ein langer Weg bis zu diesem Punkt, aber er war entschlossen, mit dem Trinken aufzuhören und etwas Positives mit seinem Leben anzufangen.

Keith wollte etwas tun, das anderen Opfern von Misshandlung eine Stimme verleihen würde

Er gründete eine gemeinnützige Organisation, die Keith Edmonds Foundation. Sie dient dazu, anderen Opfern von Misshandlung, und Kindern in Pflegefamilien zu helfen. Innerhalb der Organisation werden Kindern und Teenagern Programme angeboten, die ihnen erlauben, sich selbst auszudrücken und Selbstvertrauen zu finden, damit sie das Erlebte überwinden können.

„Backpacks of Love“ (Rucksäcke voll Liebe) und „Camp Confidence” (Camp Zuversicht) nennen sich zwei solcher Programme, die dafür entwickelt wurden, Menschen zu helfen, die ähnliche Misshandlungen wie Keith durchgemacht haben.

Im Backpacks-Programm gibt die Stiftung Kindern, die in Pflege gehen, einen Rucksack mit, gefüllt mit Notwendigkeiten wie einer Decke, einem Nachtlicht und einem Buch.

„Es hilft ihnen durch die ersten paar Tage“, erzählte Elaine Spence, eine freiwillige Helferin in der Organisation, People. „Eine der Pflegefamilien sagte mir, es war ein Eisbrecher, das Gespräch zu beginnen mit der Frage, was in dem Rucksack war. Es erfüllt verschiedene Zwecke. Es lässt das Kind wissen, dass sich jemand um es sorgt und dass es nicht ohne irgendetwas in eine Situation hineingeht.“

Elaine begann als Freiwillige in der Stiftung zu arbeiten, nachdem sie auf einer Veranstaltung eines lokalen Clubs eine beeindruckende Rede von Keith gehört hatte.

Für Keith selbst war die Organisation wahrhaft lebensverändernd

Es ist sein fortdauernder Wunsch, Opfer zu unterstützen und das treibt ihn jeden Tag an.

Keith richtete Camp Confidence ein, ein Sommer-Camp an der Cumberland University, um missbrauchte Kinder zu stärken. Man stellt ihnen erwachsene Überlebende von Missbrauch als Mentoren an die Seite und gibt ihnen einen Raum, wo sie ihre Sorgen für eine Weile ablegen und einfach Kind sein können. Für Keith bedeutet das mehr als nur einen einmaligen Schub.

„Wir können nicht einfach nur für die Dauer des Camps in ihr Leben kommen und dann einfach gehen“, sagt Keith. „Wir gehen neben ihnen her, um ihnen beizustehen bei dem, was sie brauchen. Auch beabsichtigen wir einen langfristigen Effekt, nicht nur ein einmaliges Erlebnis.“

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Während es wie eine schreckliche Belastung scheinen mag, geben Keiths sichtbare Narben ihm tatsächlich einen Vorteil bei den Kindern, die seine Programme mitmachen.

Die Narben geben den Kindern die Zuversicht, dass er weiß, wovon er redet, und sie öffnen sich ihm leicht, wenn es um ihre eigenen Probleme geht.

„Sie vertrauen ihm sofort“

„Sie haben eine Verbindung zu ihm, weil er die Narben seiner Misshandlung jeden Tag seines Lebens trägt. Er labert nicht über etwas, wovon er keine Ahnung hat, wenn er mit ihnen redet. Sie vertrauen ihm sofort“, erfuhr People von Rick Miller, Rektor der MAP Academy für gefährdete Jugendliche in Lebanon,Tennessee.

„Er ist eine Naturbegabung im Umgang mit diesen Kindern, in deren Leben es ganz ums Überleben geht. Zu sehen, wie sie sich ihm öffnen, ist etwas Besonderes, weil diese Kinder knallhart sind.“

Schlussendlich geht es Keith darum, dass die Kinder ihren Peinigern vergeben können, genau wie er es getan hat, und dadurch endlich frei werden.

Mehr über Keiths berührende und inspirierende Geschichte finden Sie hier:

Quelle: Child abuse left him deformed, tormented for years. Now a survivor—he helps others