Angebliches Geburtsmal einer jungen Frau, stellt sich als etwas ganz anderes heraus – Chimärismus

Epoch Times18. Februar 2018 Aktualisiert: 18. Februar 2018 20:02
Als kleines Mädchen wollte Taylor Muhl sich immer genauso anziehen, wie ihre Freundinnen. Sie erinnert sich, dass sie aus irgendeinem Grund ihre Mutter ständig fragte, ob sie eine Zwillingsschwester habe, obwohl es klar war, dass Taylor ein Einzelkind war.

Aber als sie anfing mit Tanzunterricht, und mit anderen Mädchen ihres Alters aufzutreten, wurde ihr bewusst, dass etwas an ihr anders war – eine große Fläche Haut an der Seite ihres Oberkörpers, genau in der Mitte geteilt, hatte eine entschieden andere Farbe.

„Die Ärzte verbuchten das als ein Geburtsmal“, sagte sie.

Und sie wollte nicht anders sein; sie wollte verzweifelt, dass es jemanden genau wie sie gab.

Es dauerte bis in Taylors frühe Teenagerjahre, bis ihr vermeintliches Geburtsmal sie auf die Idee brachte, dass da etwas mehr an der Geschichte dran sein müsse.

Sie begann, ständig krank zu werden. „Jeder Arzt, zu dem ich ging, keiner konnte es herausfinden“, erinnerte sie sich.

Taylor wurde sehr empfindlich und schien auf wirklich alles allergisch zu reagieren.

Aber sie musste eine ganze Reihe an Ärzten aufsuchen, bis sie einen fand, der ihr sagte, was es war: Sie war eine Chimäre.

Als Taylor noch in der Gebärmutter war, waren da zweieiige Zwillinge im Werden. Aber ihr Ei absorbierte das andere.

„Das heißt sozusagen, dass ich mein eigener Zwilling bin“, sagte Taylor.

Es stellte sich heraus, dass ihre Intuition als Kind – dass sie einen Zwilling hatte – nicht abwegig war.

Diese Sache bedeutet, dass Taylor zwei DNA-Sätze hat, zwei verschiedene Blutkreisläufe, zwei Immunsysteme.

„Ich habe eine gerade Linie meinen Oberkörper hinunter“, erzählte sie, auf die Verfärbung an ihrer Seite hinweisend. Was Ärzte ursprünglich für ein Geburtsmal hielten, lag in Wahrheit an den „fremden Zellen“, die Taylor von ihrem zweieiigen Zwilling absorbiert hatte.

Deutlich zu erkennende, unterschiedliche Hautfärbung

Diese Erkenntnis führte dazu, dass die Ärzte eine genauere Diagnose bei Taylor stellen konnten. Sie hat Chimärismus, und das bedeutet, dass ihr Körper die DNA und Zellen ihrer Schwester als Fremdkörper betrachtete, die er loswerden musste.

„Er will es in Ordnung bringen, loswerden, kann es aber nicht“, sagte Taylor. „Also leide ich unglücklicherweise an einer Menge Autoimmunentzündungen. Es beeinträchtigt mein Alltagsleben, weil ich einfach so empfindlich und allergisch auf alles bin.“

Taylor meditiert und ernährt sich sehr bewusst um die Folgen wie: Entzündungen, Schmerzen usw. kontrollieren zu können.

Hier ist sie mit ihrem beratenden Heiler zu sehen, der sie unterstützt

Als es aber erst einmal eine richtige Diagnose gab, wurde auch eine Behandlung möglich. Bei Chimärismus ergeben Standard-Labortests verrückte Resultate. Dinge wie Bluttests und DNA-Proben wurden ohne den Gedanken an Chimärismus entwickelt – man nimmt an, es mit einem Satz von DNA zu tun zu haben, aber Taylor hat zwei, und das muss beim Interpretieren von Ergebnissen berücksichtigt werden.

Ob man dies weiß oder nicht, wenn man sich Labor-Testresultate ansieht, kann entscheidend für eine lebensverändernde Diagnose sein.

Zu wissen, was sie hat, half Taylor auch dabei, sich selbstbewusst und mit ihrem eigenen Körper wohl zu fühlen. Als Kind hatte sie einen hohen Drang danach, dazuzugehören und wie ihre Freundinnen zu sein.

Jetzt sagt sie: „Jetzt wo ich erwachsen bin, weiß ich, dass wir annehmen müssen, was Gott uns gegeben hat.“

Auch im deutschen Fernsehen wurde ihr Fall dokumentiert, wie Sie hier sehen können:

Quelle: Doctors told her it was just a weird birthmark—but years later—woman learns truth of rare condition

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