Dank ihrer Freundin konnte blindes Mädchen in dem Spielmannszug ihrer Schule mitspielen

Epoch Times2. January 2018 Aktualisiert: 2. Januar 2018 15:34
Auf den ersten Blick heben sich die beiden High-School-Schülerinnen Autumn Michels und Rachael Steffens nicht ab. Sie scheinen zwei ganz normale Mädchen zu sein, die rein zufällig in demselben Spielmannszug ihrer Schule spielen. Allerdings ist die Geschichte, wie sich die beiden kennengelernt haben, eine von unglaublicher Güte, innerer Stärke und Hoffnung, an denen wir uns alle ein Beispiel nehmen können.

“Sie müssen aufhören mir Verfallsdaten zu verpassen.”

Im Alter von sieben Monaten wurde bei Autumn ein Hirntumor diagnostiziert, der jedes Jahr wuchs. Der Tumor wurde so groß, dass die Ärzte dazu gezwungen waren, ihren Sehnerv zu entfernen, als sie gerade mal 4 Jahre alt war, um ihr Leben zu retten.

Autumn überraschte alle! Als ihr Vater Autumn die tragische Nachricht überbrachte, sagte das tapfere junge Mädchen nur: “Es ist in Ordnung, Daddy. Gott wird für mich sehen.”

Obwohl sie in so jungen Jahren solch einen Schicksalsschlag erlitten hat, behielt sie immer ihre Zuversichtlichkeit; in der Schule spielt sie Instrumente, engagiert sich in Clubs und geht ihren Weg weiter.

“Ich werde ihnen beweisen, dass sie sich irren“, sagte Autumn laut Lansing State Journal. „Sie müssen aufhören mir Verfallsdaten zu verpassen.“

Das Leben als Blinde erforderte einige Anpassungen, aber sie ließ sich nicht unterkriegen

Im vergangenen Jahr kam die 14-jährige Autumn in die Laingsburg High-School. Da sie schon als Kind Instrumente gespielt hatte, wusste sie sofort, dass sie dies auch weiterhin tun wollte. Die Laingsburg High-School hat einen 114-köpfigen Spielmannszug – das ist ein Drittel der gesamten Schülerschaft. Sie war sofort von der Idee fasziniert und wollte mitmachen.

Es gab nur ein Problem: Sie brauchte jemanden, der sie beim Marschieren führen würde, um den Marschablauf zu meistern.

In der Schule selber kam sie mit ihrem Stock sehr gut zurecht, aber auf dem unebenen Feld ohne Stock und mit Instrument war das schwierig.
Die Mitarbeiter der Schule taten wirklich ihr Bestes, um Autumn die Hilfe zu geben, die sie brauchte, damit sie mitspielen konnte. Aber leider hatten die Mitarbeiter der Schule Schwierigkeiten eine feste Begleitperson zu finden. In der Regel mussten die Mitarbeiter immer jemanden in letzter Minute suchen.

„Wir wussten nicht, was passieren würde.“

Obwohl Autumn mit dem Spielmannszug marschieren wollte, dachte sie auch daran, was die anderen für sie hergaben – schließlich konnten diejenigen, die ihr halfen, ihr Instrument dann nicht spielen.

Es war also unvermeidlich eine Begleitperson auf Dauer zu finden.

“Wir wussten nicht, was passieren würde“, sagte ihr Vater, Jason Michels, 39 Jahre, laut Lansing State Journal.

Es schien hoffnungslos zu sein, bis Autumn eines Tages die 17-jährige Rachael Steffens im Camp traf. Rachael, die in der Percussion Sektion spielte, meldete sich sofort freiwillig als Autumns Marschführerin, allerdings nur während der Campzeit.

Rachael und Autumns Freundschaft wuchs, aber als das Camp vorbei war, sah sich Rachael gezwungen, eine schwierige Entscheidung zu treffen:

Sie musste ihr letztes Jahr in dem Spielmannszug aufgeben oder ihre Freundin hängen lassen.

„Für diese Kinder ist das Abschlussjahr das letzte Mal, dass sie hier sind. Es ist das letzte Mal, dass sie marschieren und auch ihr letztes Homecoming game,“ sagte Laingsburg High-School Kapellenmeister Thomas Cousineau laut Lansing State Journal.

Die Mitarbeiter der Marschkapelle versprachen Rachael, dass sie nach dem Ende des Camps jemanden für das nächste Schuljahr finden würden. Das klappte jedoch nicht.

Mittlerweile waren die beiden sehr gute Freundinnen geworden.

„Ich mag es so.“

Am Ende konnte Rachael ihre Freundin Autumn nicht enttäuschen und meldete sich wieder freiwillig, um für den Rest des Jahres ihre Begleitperson zu sein. Sie hat es nicht bereut.

„Ich mag es so“, sagte Rachael laut Lansing State Journal. „Ich marschiere immer noch. Ich bin immer noch auf dem Feld. Ich bin immer noch bei der Kapelle. Ich mache im Grunde genommen dasselbe, was ich sonst auch tun würde. Ich mache das nur mit Autumn.“

Was Autumn anbelangt, so war sie von dem Opfer ihrer Freundin und ihrer tiefen Hingabe begeistert. Aber die beiden Mädchen hätten es nicht anders gewollt – ihre tiefe Liebe und ihr Respekt füreinander trieben ihre Freundschaft voran und genau diese Freundschaft trieb Rachael dazu an, Autumn zu helfen.

“Rachael hat unsere Träume irgendwie wahr werden lassen“, sagte Angie Michels, die Mutter von Autumn, Lansing State Journal.

Quelle: She might have lost her sight at the age of four, but thanks to a friend’s sacrifice she got to play in the school’s marching band

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