Dieser Mann erlitt einen Herzstillstand – 20 Fremde retten ihm 96 Minuten lang das Leben

Epoch Times19. Juni 2018 Aktualisiert: 19. Juni 2018 10:36
Wenn Sie plötzlich mit der Aufgabe konfrontiert wären, jemanden wiederzubeleben, würden Sie wissen, wann Sie aufhören müssten? Diese über 20 völlig fremden Menschen - inklusive der Rettungssanitäter - wussten es nicht und dann passierte ein Wunder.

Eine Gruppe von 20 Menschen war sich bewusst, dass die Chancen für den Patienten nicht gut aussahen. Aber sie waren bereit, weiter um sein Leben zu kämpfen.

2011 war der Koch Howard Snitzer 54 Jahre alt und lebte in Goodhue, Minnesota. Er war auf dem Weg zu Don’s Foods, als er plötzlich auf dem Bürgersteig zusammenbrach. Er erlitt einen Herzstillstand.

Zum Glück entdeckte der Verkäufer ihn und rief gleich den Notarzt. Unterdessen fing die einzige Kundin im Laden an, erste Hilfe bei Howard zu leisten.

Roy und Al Lodermeier, beide Ersthelfer in der Kleinstadt Goodhue, bemerkten den Aufruhr auf der anderen Straßenseite und eilten zu Hilfe.

„Er atmete nicht“, so Al gegenüber ABC News. „Er war in Schwierigkeiten und da fingen wir mit der Reanimation an.“ Fast augenblicklich fingen die helfenden Einwohner mit der Wiederbelebung an.

Während Al mit der Herzdruckmassage beschäftigt war, rannte sein Bruder Roy los, um den Rettungswagen der Stadt und die Ausrüstung zu holen. Es dauerte nicht lange, bis die Nachbarorte von dem Notfall erfuhren und einige ihrer Ersthelfer nach Goodhue schickten.

„Wir stellten uns in einer Schlange auf und wenn einer genug hatte, machte der nächste weiter“, erzählte Roy. „So machten wir das.” Aus den Nachbarorten kamen Helfer, um die Wiederbelebungsversuche bei Howard zu unterstützen.

34 Minuten später traf der Rettungshubschrauber der „Mayo Clinic” ein. Als die Sanitäter die Schlange von etwa 20 Leuten sahen, die sich mit der Reanimation abwechselten, waren sie erstaunt.

Obwohl Howards Chancen nicht gut standen, gab keiner auf.

„Das war unglaublich“, sagte Mary Svoboda, eine Flugkrankenschwester der Mayo Clinic. „Es waren wahrscheinlich 20 Personen in der Schlange, die darauf warteten, dass sie an der Reihe waren. Sie wechselten sich einfach immer weiter ab.”

Die Sanitäter waren froh, dass alle mithalfen. Aber sie waren auch besorgt, dass Howard es nicht schaffen würde.

Bruce Goodman, einer der Flugsanitäter, gab zu, dass, obwohl „alles gut lief“, die Sanitäter nicht in der Lage waren, Howards Kammerflimmern zu stoppen. Und das beunruhigte ihn sehr.

„Er war praktisch tot“, sagte Mary zu CBS News. „Sie machten Herzdruckmassage. Er hatte keinen Puls, atmete nicht, keine Lebenszeichen.“

Es folgten elf Mal eine Defibrillation sowie etliche Injektionen. Sein Herz schlug bereits seit über einer Stunde nicht mehr.

„Ich war sehr entmutigt“, sagte Dr. Roger White, Anästhesist an der Mayo Clinic, nach dem vierten Anruf von Sanitäter Bruce. „Wir rannten gegen eine Wand an.“ Dr. White war nicht selbst am Notfallort.

Nach einer letzten Injektion und Defibrillation begann Howards Herz auf wundersame Weise wieder an zu schlagen.

Nach 96 Minuten Herzdruckmassage setzte sein Herzschlag wieder ein!

Sie flogen Howard in die Mayo Clinic. Zehn Tage später wurde er aus dem Krankenhaus entlassen.

Nicht nur Howard war erschüttert, dass er den lebensgefährlichen Herzstillstand überlebte, sondern auch seine Retter.

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„Ich dachte, er wäre schwach und säße in seinem Zimmer“, so Bruce zu Mitarbeitern der Klinik. „Aber er saß mit seinem Bruder in der Besucherlounge. Als wir kamen, stand er auf und begrüßte uns.“

Howard überlebte dank einer Gruppe von Fremden, die ihn nicht aufgeben wollten.

„Ich denke, das ist die Eigenschaft der Menschen“, so Howard gegenüber ABC News. „Wir sind in einer amerikanischen Kleinstadt, hart arbeitender Menschen – diese Leute geben nicht auf.“

Mehr über die unglaubliche Rettung im Video:

Quelle: When man has cardiac arrest, a line forms around him. But what people do to him—paramedics shocked