Diese Mutter wäre bei der Rettung ihrer Tochter fast verbrannt – Aber ein gütiges Schicksal half ihr

Angel Fiorini, Mutter von drei Kindern, wachte eines Nachts Ende 2016 auf und rang um Luft. Sie merkte schnell, dass es nicht an ihr lag, sondern am Rauch, der durch den Spalt unter ihrer Schlafzimmertür drang. Etwas brannte.

Angel sprang aus dem Bett, öffnete die Tür und sah, dass ihr Haus, das gerade renoviert wurde, in Flammen stand. Ihre Kinder, die siebenjährige Gianna, der dreijährige Vinnie und die 17 Monate alte Rosalie, schliefen alle noch.

Das Schlafzimmer war eines der wenigen fertiggestellten Zimmer im Haus, und ihre beiden Jüngsten schliefen dort bei ihr. Gianna träumte in ihrem eigenen Bett in einem anderen Zimmer. Es war kein anderer Erwachsener im Haus. Aaron, der Vater der Kinder, war mit Freunden unterwegs.

Am nächsten Tag wollten Angel und Aaron feiern, dass sie bereits 15 Jahre zusammen waren.

Erst Schrecken, dann Entschlossenheit

Als Angel das Feuer sah, rutschte ihr das Herz in die Hose, aber dann fasste sie Mut. Sie schnappte sich Vinnie und Rosalie und fing an, darüber nachzudenken, wie sie zurückkommen könnte, um Gianna zu holen. „Ich hatte keinen Zweifel daran, dass ich wieder reingehen und sie holen würde“, schrieb Angel.

Die verzweifelte Flucht weckte die Kinder auf – sie schrien und versuchten ihre Gesichter zu verstecken, als Angel sie in ihren Armen trug und versuchte, es bis zur Haustür zu schaffen.

Doch dann strampelte Vinnie sich frei und rutschte aus ihren Armen auf den heißen Fußboden. Angel ging auf die Knie und konnte mit ihren Kindern nur noch auf Händen und Füßen den Ausgang erreichen.

Aber Gianna war noch im Haus, also legte sie ihre Kinder im Vorgarten ab und ging wieder zur Eingangstür. Die Hitze des Feuers traf sie wie ein Hammer und sie hatte das Gefühl, als müsse sie gegen eine Wand anrennen. Aber sie schaffte es zu Giannas Zimmer, doch hätte Gianna nicht leise „Ma“ gerufen, hätte Angel sie in dem Qualm wahrscheinlich nicht gefunden.

Du bist Gottes gnädiges Geschenk

„Ich bin so stolz darauf, wie stark sie war“, erinnert sich Angel. „Ich zog sie runter auf den Boden unter mich und schleppte sie raus. Ich konnte fühlen, wie die Haut förmlich von meinen Händen schmolz“, sagte Angel. Sie kroch durch das Haus, und sie konnte spüren, wie Stücke geschmolzenen Materials, Metall und Holz auf ihren Rücken und ihren Kopf prasselten. Dann erinnerte sie sich daran, dass sie ihrer Tochter aus irgendeinem Grund ins Ohr flüsterte: „Du bist Gottes gnädiges Geschenk an Mami.“

„Ich weiß nicht, ob ich es gesagt habe, um ihr Mut zu machen, oder weil ich dachte, wir würden es nicht lebend rausschaffen.“ Sie schaffte es bis zur Haustür, und dann verschlang sie der Rauch. „Das Letzte, an das ich mich erinnere, ist, dass ich meine Hand auf den Türknauf legte“, sagte sie. „Dann wurde ich ohnmächtig.“

Das Schicksal schickte genau den Richtigen vorbei

Zufälligerweise fuhr gerade an diesem Tag ein ehemaliger Notfallsanitäter und ausgebildeter Feuerwehrmann, Matt Bruson, durch die Straße, in der das Haus der Fiorinis stand. Er kam gerade von einer Extraschicht im Krankenhaus und hatte einen Kollegen nach Hause gebracht, der dort wohnte. Wie er selbst sagte, war er diese Strecke das letzte Mal vier Jahre zuvor gefahren.

Matt sah, dass das Haus in Flammen stand und zwei Kinder davor saßen. Er hielt sofort an und stürmte auf das Haus zu, denn sein erster Gedanke war: „Wo ist die Mutter?. Das Haus war von einem zwei Meter hohen Zaun umgeben und er trat entschlossen das Tor ein, gerade noch rechtzeitig um zu bemerken, dass der kleine Vinnie, auf der Suche nach der Mutter, wieder in das brennende Haus krabbeln wollte. Im letzten Moment erwischte er den kleinen Mann und setzte ihn und seine Schwester in sicherer Entfernung vom Haus ab.

Gleich darauf stürmte er auf seinen Knien ins Haus, damit das Feuer nicht so viel Angriffsfläche hatte, und ertastete, etwa zweieinhalb Meter von der Tür entfernt, Angel, die bewusstlos zusammengebrochen war. Er zog sie aus dem Haus und sein nächster Gedanke war nur: „Warum war sie noch da drinnen?“.

„Mama?“

In diesem Moment hörte er von innerhalb des Hauses ein schwaches „Mama?“. Matt sagte später, dass es göttliche Fügung gewesen sein müsse. Jedenfalls zog er sein Shirt über den Kopf, holte tief Luft und suchte nach dem Kind. Gianna lag etwa einen Meter von der Stelle entfernt, an der er Angel gefunden hatte und auch sie zog er jetzt, so schnell es ging, aus dem Haus.

Gefragt, warum er, als erfahrener Feuerwehrmann, das Haus ohne Ausrüstung oder sonstigen Schutz betreten hatte, sagte Matt nur: „Ich hätte nicht mehr mit mir selbst leben können, wenn ich es nicht getan hätte!“

Aaron, der gerade auf dem Weg nach Hause war, erhielt wenig später eine Textnachricht, in der es hieß: „Das ist ein Notfall. Anrufen. Haus abgebrannt. Alle leben. Frau hat Verbrennungen, redet aber.“ Aaron dachte: „Hoffentlich hat jemand die falsche Nummer gewählt“. Er rief zurück und Matt teilte ihm mit, was passiert war. Er sagte ihm, dass er am besten gleich zur Notfallklinik für Verbrennungen fahren solle. „Ich drehte sofort um und habe bestimmt jede rote Ampel auf dem Weg dorthin ignoriert.“, sagte Aaron später.

Kurz zuvor waren Angel und Gianna am Haus wieder zu sich gekommen. Beiden hing schwarze, verbrannte Haut in Fetzen vom Körper. Gianna hatte es nicht so schlimm getroffen wie Angel, die sich im Haus schützend über ihr befunden hatte. Die beiden Kleinen, denen weniger passiert war, weinten und schrien angstvoll. Gianna weinte: „Mami, es tut so weh!“. Und obwohl Angel kaum Luft bekam, sang sie Gianna zur Beruhigung etwas vor.

Eine Nachbarin: So hilflos war ich noch nie

Eine Nachbarin berichtete: „So viel Leid hatte ich noch nie gesehen. Und da die beiden so stark verbrannt waren, konnte ich sie zum Trost nicht einmal umarmen oder sie wenigstens mit etwas zudecken. So hilflos war ich noch nie.“ Glücklicherweise hatten aufmerksame Anwohner Feuerwehr und Ambulanz verständigt, als sie den Brand bemerkten. Als die Sanitäter kamen, rief Matt ihnen gleich zu, dass Angel intubiert werden müsse, damit sie nicht erstickt. Aus seiner Erfahrung heraus schätzte er, dass Angel nur eine geringe Überlebenschance hätte.

Der angeforderte Rettungshelikopter transportierte Angel und Gianna sofort in die auf Verbrennungen spezialisierte Notfallklinik.

Gianna hatte Glück, denn ihre Verbrennungen waren, dank ihrer Mutter, nicht so schlimm, aber da sie länger im Haus gelegen hatte als Angel, hatte sie auch mehr Rauch eingeatmet.

Angel hingegen hatte es schlimm getroffen. 43 Prozent ihrer Haut waren verbrannt und die Atemwege waren durch die Hitze und die Dämpfe so stark beschädigt und geschwollen, dass sie noch über Tage ein Beatmungsgerät brauchte.

Die Familie hält Wache

Die Familie verbrachte, abwechselnd, 24 Stunden am Tag an ihrem Krankenbett, als sie um ihr Leben kämpfte. Nach einigen Tagen kam alles zusammen: Lungenentzündung, Sepsis und multiples Organversagen, sodass Angel ins Koma fiel. Nur durch Notoperationen und verstärkte intensivmedizinische Maßnahmen entging sie knapp dem Tod und erwachte nach 10 Tagen wieder aus dem Koma.

Als es langsam wieder bergauf ging, wurden gesunde Hautteile von ihren Oberschenkeln auf den Rücken und die Arme transplantiert. Nach fünf Wochen konnte Angel das Krankenhaus dann verlassen und musste nur noch ambulant versorgt werden.

Die ganze Gemeinde hilft

Während der Zeit ihres Krankenhausaufenthalts hatte eine lokale Feuerwehrorganisation für Aaron und die Kinder ein kleines Apartment in der Nähe des Krankenhauses zur Verfügung gestellt und eine Freundin der Familie hatte ihre Arbeit vorübergehend aufgegeben, um die Kinder zu betreuen, wenn Aaron im Krankenhaus oder bei der Arbeit war. Danach zogen die Fiorinis erst einmal zu ihrer Schwägerin. Aber die Unterstützung für die jetzt heimatlose Familie endete nicht damit.

Ein Freund hatte auf den GoFundMe Webseiten einen Spendenaufruf gestartet der 30.000$ einbrachte, eine Brauerei steuerte weitere 15.000$ bei und ein Autohändler spendete einen Mini-Van. Eine den Fiorinis völlig unbekannte Familie schenkte ihnen einen großen Wohnwagen. Den Kindern wurden von überall aus der Gemeinde Weihnachtsgeschenke geschickt, so dass es Stunden dauerte alle auszupacken.

Und jetzt

Aaron und Angel, die die letzten 15 Jahre als Paar zusammengelebt hatten, heirateten im Juli 2017, nachdem Aaron seiner Angel am 20. Januar einen Heiratsantrag gemacht hatte. Das, was sie zusammen durchgestanden hätten, habe ihn endgültig überzeugt, diesen Schritt zu gehen, sagte er. Und Angel ergänzte: „Wir haben hier eine phantastische, hilfsbereite Gemeinschaft und dass ich das überlebt habe, muss schon einen Grund haben.“

„Ich danke Gott dafür, dass wir alle wieder beisammen sind, denn das ist noch wichtiger als alles Hab und Gut.“

Quelle: Mom risked life to save daughter, suffered horrible burns—then partner of 15 years pulls this on her

Quelle: https://www.epochtimes.de/genial/geschichten/eine-mutter-waere-bei-der-rettung-ihrer-tochter-fast-verbrannt-ein-guetiges-schicksal-half-ihr-a2315114.html