Frühchen mit 669 Gramm hatte kaum Überlebenschancen – Jetzt feiert sie ihren 10. Geburtstag

Epoch Times11. Februar 2018 Aktualisiert: 11. Februar 2018 12:26
Als Baby Rachel 4 Monate zu früh geboren wurde, glaubten wenige Menschen – ihre eigenen Eltern mit eingeschlossen – dass ihr viel Zeit auf dieser Erde vergönnt sein würde. Ein Jahrzehnt später sind all diese so sicher scheinenden Annahmen schon lange Vergangenheit.

Normalerweise verbringt das Baby 40 Wochen im Bauch der Mutter. Dies stellt besonders in  entwickelten Nationen die Dauer der Schwangerschaft dar, ehe die Babys ihren großen Auftritt auf der Bühne dieser Welt haben. Sogar für diejenigen, die gleich im Zweier- oder Dreierpack kommen, ist eine 37-wöchige Entwicklungszeit im Mutterleib üblich.

Das Baby Rachel kam jedoch nicht einmal auf 30 Wochen. Sie kam volle zwei Monate vor diesem risikobehafteten Geburtstermin zur Welt.

Ihre Mama Rhonda war dazu gezwungen, Rachel 2007, nach nur 24 Wochen Schwangerschaft, volle 16 Wochen vor dem berechneten Termin, zur Welt zu bringen. Sie hatte eine Plazentablösung erlitten, das heißt, die Plazenta hatte sich von der Uteruswand abgelöst und Versuche, die Schwangerschaft fortzusetzen, hätten tödlich enden können.

Die einzge Chance: Frühgeburt

Während die Geburt Rachels die einzige echte Chance auf Überleben war, war sie dennoch nicht sehr hoch. Sie wurde ganze vier Monate zu früh ans Licht der Welt geholt, was bedeutete, dass Rhonda erst im 5. Monat schwanger war.

Die Grenze für Frühgeburten mit Überlebenschancen liegt bei etwa 24 Wochen. Rachel befand sich demnach in einem Stadium erheblichen Risikos.

Die Ärzte in Queensland, Australien, warnten ihre Eltern, dass, mit nur 669 Gramm, das kleine Mädchen eine Überlebenschance von etwa 5 Prozent hatte. Sogar wenn sie überleben sollte, war die Wahrscheinlichkeit von Hirnschäden oder anderen körperlichen Einschränkungen sehr hoch; die Chance, dass sie ein völlig gesundes Kind sein würde, schien praktisch nicht gegeben.

Machen Sie Fotos, sagten die Ärzte

Angesichts dieser Situation sagten die Ärzte der Familie, sie solle so viele Fotos machen, wie möglich. Die Wahrscheinlichkeit, so gaben sie sanft zu bedenken, dass Fotos das Einzige sein würden, was der Familie bleiben würde, war groß.

Und so dokumentierten sie jede Minute von Rachels ersten Lebenstagen, staunend darüber, wie unglaublich winzig das kleine Wesen war.

Wie Rhonda angab, hatte sie die Größe von einer 600 ml Coca-Cola-Flasche. Ihre kleinen Beinchen waren so dünn und zerbrechlich, dass ihr Vater Colin ohne jegliche Probleme seinen Ehering darüber streifen konnte.

„Ihr Kopf“, erinnerte Rhonda sich Jahre später, „hatte die Größe eines Tennisballs.“

Aber die Tage vergingen und Rachel blieb bei ihnen. Diese Tage verwandelten sich in Wochen, dann Monate – und endlich konnten sie Rachel mit nach Hause nehmen, wo sie während der letzten zehn Jahre heranwuchs und gedieh.

Dank an die Ärzte und Schwestern

Nun kehrte sie ins Royal Brisbane and Women’s Hospital zurück, um ihren 10. Geburtstag zu feiern und den Schwestern und Ärzten zu danken, die so viele Jahre zuvor rund um die Uhr alles darangesetzt hatten, sie am Leben zu halten.

Rachels Mutter ist bewusst, dass von den 10 Säuglingen, die zu der Zeit mit Rachel auf der Frühgeborenenstation waren, nur drei überlebten und das Krankenhaus verlassen konnten. Rachel selbst hatte einige Nächte, in denen die Familie sich nicht sicher sein konnte, wie sie enden würden.

Rhonda sagte, sie habe die Hoffnung dennoch niemals aufgegeben; und dank der Hilfe des unglaublichen Krankenhauspersonals und Rhondas Durchhaltevermögen während dieser unvorstellbar harten Wochen haben sie nun ein quicklebendiges, gesundes junges Mädchen.

Und hier ist das Video zur Geschichte:

Quelle: Preemie baby weighed 669 grams with almost 0% survival chance—now she celebrates her 10th b-day

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN