Happy End trotz Fake-Profil: Sie verliebt sich in Bilder eines Anderen – und findet die große Liebe

Epoch Times18. November 2017 Aktualisiert: 18. November 2017 15:54
Jedermann, der Erfahrungen mit Online-Dating gemacht hat, weiß, dass viele abschreckende Geschichten kursieren, was das Finden der großen Liebe betrifft. Unangenehme Verabredungen, Lügen über ihr Aussehen, etc. Doch wie diese Frau ihre Liebe gefunden hat, ist mehr als ungewöhnlich ...

Online-Dating kann eine ziemliche Tortur sein. Aber diese Frau hat etwas erlebt, was alle anderen Geschichten in den Schatten stellt. Es ist eine Geschichte die zunächst erschreckt und dann doch noch eine unerwartete Wendung erfährt. Und es ist eine reale Geschichte, die tatsächlich so stattgefunden hat.

Emma Perrier, in Frankreich geboren, aber wohnhaft in London, mühte sich 2015 ab ihre wahre Liebe zu finden. Die 35-jährige Restaurantmanagerin war noch gebeutelt von dem letzten Scheitern einer Beziehung. Die lokale Datingszene wirkte uninteressant, denn die meisten Männern schienen, sich nur für Bars und Nachtclubs zu interessieren, ohne die Art von Bindung leben zu wollen die Emma suchte.

„Ich bin ein Romantiker“, sagte Emma dem Atlantic. „Ich liebe es zu lieben, und ich will auch geliebt werden.“

Sie war zunächst skeptisch, was Online-Dating betrifft. Aber eines Nachts, nachdem sie monatelang allein in ihrer Wohnung vor dem Laptop rumgehangen hatte, erhielt sie eine Nachricht – von einem gut aussehenden Fremden. Er war dunkelhaarig, Italiener und sah aus wie ein Model.

„Ich war hin und weg von seinem Bild“, sagte Emma The Mirror. „Er war groß, dunkel und gut aussehend.“

Es war durch Zoosk, eine Online-Dating-Seite. Um die vollständige Nachricht zu lesen, musste sie zahlen, um beizutreten. Sie willigte ein.

Die Nachricht lautete: „Du siehst wunderschön aus.“

Emma war von der Nachricht überrascht. „Ich bin sehr natürlich“, sagte Emma dem Atlantic. „Ich meine, ich bin nichts Besonderes. Ich bin sehr einfach, also war ich geschmeichelt.“

Sie war auch überrascht, als sie erfuhr, dass er für einen so exotisch aussehenden Menschen ein ziemlich gewöhnliches Dasein führte: Er arbeitete als Elektriker und wohnte in der Nähe. Er sagte ihr, sein Name sei Ronaldo Scicluna.

Die beiden fanden schnell eine Menge Gemeinsamkeiten und tauschten sich intensiv aus. Sie flirteten pausenlos und trafen sich schließlich auf Chat-Apps außerhalb von Zoosk. „Wir redeten jeden Tag von morgens bis abends miteinander“, sagte Emma. „Ich konnte mein Glück nicht fassen.“

Als die Wochen so vergingen, wurden beide immer vertrauter miteinander. Der Austausch wurde immer tief gehender. Die beiden öffneten sich, wurden gegenseitig zu Vertrauten und erzählten sich Geschichten aus ihren Familien.

„Sobald ich dein Bild sah, wollte ich dich unbedingt kennenlernen“, sagte Ronaldo zu ihr. Emma bat ihn eines Nachts, laut The Atlantic. „Ich kann dich besuchen… Wenn es wirklich sein soll, werden wir einen Weg finden.“

Ronaldo hatte immer eine Ausrede

Emma glaubte ihm alles, aber ihre Freunde waren skeptisch. Sie warnten sie, dass ihre neue Liebe jemand ganz anderes sein könnte, als er angibt – oder jemand, der gefährlich sei. „Ich wollte so etwas nicht hören“, sagte Emma zu The Atlantic.

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So schwer es ihr fiel, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen, wurde sie doch misstrauisch – und entschied sich, mehr über ihren Chat-Partnern herauszufinden. Sie lud ein Programm herunter, dass die Quelle von Bildern ermittelt und testete es an den Fotos von Ronaldo.

Die Ergebnisse waren der Beginn einer schmerzhaften Entdeckung: „Einige Bilder, die Ronaldo mir angeblich von einem Urlaub in Italien geschickt hatte und italienisches Essen zeigten, stammen von einem Tripadvisor-Account“, sagte sie dem The Mirror.

„Und der Name Alan tauchte unter dem Foto auf.“ Emma erinnerte sich daran, dass Ronaldo ihr einmal eine E-Mail mit dem Namen „Alan Stanley“ geschickt hatte, aber Emma fand damals eine Entschuldigung dafür. Nun ergaben die einzelnen Vorkommnisse für Emma ein neues Bild.

„Ronaldo“ war nicht der, für den er sich ausgab.

„Ich wurde betrogen“, die ganze Zeit sprach sie mit Alan Stanley, einem 53-jährigen Mann mit Glatze. „Es war niederschlagend und ich fühlte mich krank“, sagte sie dem Atlantik. „Du hast keine Ahnung, wie sehr ich innerlich verletzt wurde.“

„Er sagte mir, er sei gelangweilt und einsam. Er gab zu, dass er Vater war, über 50 und geschieden… Er sagte, er habe die Bilder gefunden und benutzte sie, weil er dachte, niemand würde mit ihm reden, wenn er seine eigenen benutzte.“

Sie fand heraus, dass die Fotos, von denen sie dachte, dass es sich um Ronaldo handelte, Adam Guzel zeigen, ein Model und angehender Schauspieler, der in der Türkei lebt.

Emma hat Adams Facebook-Seite aufgespürt – und dort war tatsächlich der hübsche Fremde zu sehen, von dem sie dachte, dass er ihr vor einigen Monaten eine Nachricht zugeschickt hätte.

Sie beschloss, ihn zu kontaktieren, um ihm mitzuteilen, dass seine Fotos benutzt wurden. „Ich bin mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, mit dir in Kontakt zu treten, aber ich muss es dir einfach sagen“, schrieb Emma. Sie war nervös.

Aber Adam dankte ihr dafür, dass sie es ihm gesagt hatte. Er sagte, er habe gehört, dass seine Fotos auf diese Weise schon vorher benutzt worden seien – aber er sei traurig, dass Emma dadurch so getäuscht worden sei.

Erstaunlicherweise fingen die beiden an sich weiter auszutauschen, und zu ihrer beider Überraschung fragte Adam sie, ob sie einen Videochat führen wolle. „Es war verrückt“, sagte sie dem Atlantik. „Ich war mir nicht sicher, ob er es wirklich war, ich zweifelte immer daran.“

„Ich führe sonst keine Video-Chats“, fügte Adam hinzu. „Aber irgendwie wollte ich es mit ihr machen.“

Emma war erstaunt, als sie nach all der Zeit mit dem Mann hinter den Fotos sprach.

„Du bist so real“, sagte Emma. „Du bist es tatsächlich!“ Aber es war mehr als sein Aussehen – Emma lernte Adam kennen, es entwickelte sich etwas Echtes. Sie hatte eine ebenso enge Verbindung zu ihm wie zu Alan, der sie damals täuschte.

„Er war es wirklich“, sagte sie dem The Mirror. „Der Mann, in den ich mich verliebt hatte, den gab es wirklich. Sein Englisch war auch perfekt.“

Die beiden beschlossen schließlich, sich persönlich zu treffen, und Adam willigte ein, nach London zu fliegen. Passenderweise war gerade April Fool’s Day (erster April – die Zeit der Aprilscherze) und als Emma einem Fremden erzählte, dass sie jemanden traf den sie online getroffen hatte, warnte er sie, dass die Leute aus dem Internet nicht immer die sind, die sie zu sein vorgeben.

Aber der echte Adam, der gut aussehende Typ von den Fotos, trat aus dem Flugzeug – und obwohl beide etwas nervös waren, hatten sie ein perfektes erstes Treffen.

„Er kam lächelnd auf mich zu und wir umarmten uns“, erinnert sich Emma. „Ich brach in Tränen aus.“

Sie begannen sich weiter zu verabreden, sind immer noch zusammen und teilen sich ein Appartment in London.

„Was der Tag auch immer bringt – ich war nie glücklicher als jetzt“, sagte Emma dem Spiegel. „Mein Reinfall entwickelte zu Amor und jetzt leben wir glücklich bis ans Ende unserer Tage.“

Es ist eine bemerkenswerte Geschichte – und selbst Alan, der sein Schuld eingestand und sich bei Emma entschuldigt hat, sie angelogen zu haben, kann nicht anders, als sich für das glückliche Paar zu freuen.

„Ich denke es ist etwas ganz Besonderes, dass sich Emma und Adam trafen“, sagte er gegenüber The Mirror. „Es ist, als ob es ihr Schicksal war [sich zu treffen.]“

Und sie können nicht anders, als ihm dafür zu danken, dass er sie auf eine merkwürdige, unbeabsichtigte Weise zusammengebracht hat. „Wir sind dankbar, dass er mich ausgetrickst hat, weil ich dadurch die Liebe meines Lebens gefunden habe“, sagte Emma.

„Es macht keinen Sinn, an irgendwelchem Groll festzuhalten. Ich hoffe, Alan trifft auch jemanden, der ihn so liebt, wie er wirklich ist.“

Quelle: Woman finds out her online boyfriend was using fake photos — then she meets the handsome model behind them